Dienstag, 3. Januar 2017

Wo der Schamanismus in die Kirche Einzug hält...

"Es stellt sich durchaus die Frage, ob die „Katholische Nachrichtenagentur“ wirklich niemanden zu finden fähig war, dessen Entspannungstipps näher am christlichen Glauben und Brauchtum sind. Denn immerhin ist die KNA gemäß Selbstvorstellung „ein von der katholischen Kirche in Deutschland getragenes Medienunternehmen … Die deutschen katholischen Bistümer halten direkt oder indirekt die Mehrheit an der KNA GmbH.“ 

 Doch auch bei „katholisch.de“, dem offiziellen Internetportal der Deutschen Bischofskonferenz, hat man leider keine Berührungsängste mit diesem Thema. Zum einen übernimmt man – offenbar sorgenfrei – den Artikel einschließlich der Tarotkarten und der Münchner „Heilpraktikerin“. Zum anderen bietet man im „katholisch.de“-Shop unbefangen „Das Housewives Tarot - Wahrsagen für den Hausgebrauch“ zum Kauf an."

Ganzer Artikel hier.



Freitag, 5. August 2016

Pater Hamel und das "Vade retro"


Nachdem ich nun diverse Kommentare dazu gelesen habe warum Pater Hamel seine beiden Mörder immer wieder versucht hat mit den Worten abzuwehren "Vade retro, Satanas!" "Weiche Satan!" will ich meine Einschätzung auch dazu abgeben. Denn ich denke es kann nicht angehen daß Pater Hamel z.B. unterstellt wird, er habe in diesen Momenten begriffen, daß er mit seinen ökumenischen Anstrengungen mit den Muslimen, die seit den Anschlägen in Paris zu einer größeren Nähe zwischen den Religionen geführt hat, völlig falsch gelegen habe und im Islam jetzt den Satan erkannt habe.

Diese Interpretation scheint mir deutlich zu weitgehend und zu weit hergeholt, den Pater Hamel wurde schließlich nicht von "dem Islam" sondern von zwei Personen angegriffen.

Gott, der uns mit einem freien Willen ausgestattet hat hält sich an seine eigenen Vorgaben und respektiert unsere Entscheidungen, und Satan muß sich auch daran halten. Das bedeutet aber, daß Satan nur Macht über einen Menschen gewinnen kann, wenn dieser zustimmt und das ist völlig individuell, selbst wenn es sich um einen Mob handelt, der gemeinsam losgeht. Wir können immer Ja oder Nein sagen.

Erschwert kann diese Entscheidung dadurch werden, daß wir soziale Wesen sind und dazu neigen mit einer herrschenden Gruppenmeinung mitzulaufen, besonders dann wenn diese Meinung aggressiv oder sogar lebensbedrohlich auftritt. Das trifft insbesondere bei Ideologien zu, wie wir sie im letzten Jahrhundert in großem Maßstab im Faschismus und im Kommunismus kennen gelernt haben. Aber auch der Islam hat wegen seines Anspruchs auch das staatliche Leben bestimmen zu wollen eine ideologische Seite. Daher kann z.B. der Imam, der mit Pater Hamel befreundet war sich weigern die Attentäter zu beerdigen, während diese sich auf denselben Glauben berufen und ihn unter Anrufung Allahs köpfen.

Satan kann nicht ohne weiteres auf uns Einfluß nehmen, sondern er braucht das was ich "offene Türen" nenne. Jeder von uns hat offene Türen durch Verletzungen, auf die wir mit Hass oder Wut oder Depression z.B. antworten, oder indem wir uns wichtig machen müssen weil wir gedemütigt wurden. Letztendlich sind die sieben Todsünden und ihre Ableger offene Türen, die wir oft nicht mehr selbst schließen können, sondern sie nur noch Jesus hinhalten können, damit er das für uns tut, z.B. in der Beichte.

Besonders gerne nutzt Satan Ideologien, die ja nur deshalb so erfolgreich sind weil sie nicht ganz falsch sind, sondern auch ihre richtigen Seiten haben, und es Erfahrung und Anstrengung erfordert ihre lebensfeindlichen und todbringenden Seiten zu erkennen. Kommen sie im Gewand der Religion daher wie der Islamismus, der eine lange Geschichte des Krieges und der Gewalt gegen Schwächere hat, einschließlich der eigenen Frauen und Kinder, ist die Distanzierung noch schwieriger.  Besonders junge Leute, die etwas Großes und Wichtiges in ihrem Leben tun wollen lassen sich davon anziehen und öffnen ihre inneren Türen mit ihrem Hass, dem sie sich hingeben, sperrangelweit für den Einfluß Satans, und zwar so sehr, daß Satan durch sie hindurch handeln kann und von ihnen Besitz ergreifen kann.

Aber auch sie könnten Nein dazu sagen, denn daß es in die Natur des Menschen eingeschrieben ist, nicht zu morden zeigt sich auch daran, daß islamistische Attentäter sich die Scheu vor dem Morden regelrecht abtrainieren, indem sie als Trainingsmaßnahme z.B. in einen Hühnerstall gehen und dort einem Huhn nach dem anderen den Kopf abreißen, eine von ihren Anführern empfohlene Methode zur Abhärtung. Oder sie nehmen Drogen um ihre Grausamkeiten begehen zu können. So hat man in verlassenen IS-Unterständen Massen von Drogen gefunden. Indem sie ihre Menschlichkeit betäuben sagen sie aber Ja zum Bösen und darin liegt ihre Schuld.

Satan versteckt sich gerne solange es ihm zupass kommt, in Augenblicken des Triumphes aber zeigt er sich auch gerne dem Opfer und verhöhnt es damit. Ich denke daher, daß das "Vade retro Satanas" von Pater Hamel nur so zu erklären ist, daß er in diesen Momenten sehr genau gesehen hat wer ihn da eigentlich angreift und noch versucht hat, die Attentäter zu exorzieren und Satan zu vertreiben.

Pater Hamel ist bei unserem Herrn Jesus Christus, dem er so lange gedient hat und Satan ist, da er Liebe nicht kennt, zu dumm um zu verstehen, daß der Tod dieses Priesters mehr bewegt als der Böse für sich verbuchen kann. Ich sehe es nicht einfach als Täuschungsmanöver an daß der Imam, mit dem Pater Hamel befreundet war sich geweigert hat die beiden Attentäter zu beerdigen. Ebenso wenig halte ich es für Taqqija daß so viele Imame mit ihren Gläubigen in Italien in katholische Messen gekommen sind um ihre Solidarität zu zeigen. Sie haben sich dabei vielleicht täppisch angestellt und auch manche Priester haben vielleicht in ihrer Überraschung nicht korrekt reagiert, aber ich glaube daß Jesus selbst dann, wenn versehentlich die Heilige Eucharistie an einen Moslem gegeben worden sein sollte, das nachsehen wird, denn er sieht das Herz.

Liebe ist die grösste Kraft im Universum und nicht der Hass, auch wenn es manchmal nicht danach aussieht. Und auch das weiß letztlich jeder Mensch, da es in seine Natur eingeschrieben ist.



Dienstag, 26. Juli 2016

Die sichtbare und die unsichtbare Welt

Ich sehe derzeit über unserem Land einen Wolfsdämon, so etwas wie einen Werwolf, am Himmel lagern, der ab und zu nach unten schnappt und dort geschehen dann Attentate, Übergriffe, Vergewaltigungen. Ich sah ihn das erste Mal vor nun 8 Tagen. Es muß uns bewußt sein, daß wir nicht nur gegen Angriffe aus der sichtbaren Welt zu kämpfen und uns davor zu schützen haben.

Wir können gegen diesen unsichtbaren Aggressor auch nicht selbst kämpfen, denn wir sind ihm nicht gewachsen. Wir können nur auch wieder die unsichtbare Welt um Hilfe bitten.

Betet für unser Land, denn dieser Angriff ist noch nicht zu Ende.

Sonntag, 14. Februar 2016

Vortrag und Gespräch in der Reihe Frauen für Frauen

Morgen, 15. Februar 2016 um 20 Uhr halte ich im Don-Bosco-Pfarrheim in Niederramstadt einen Vortrag mit anschließendem Gespräch über mein Leben, der Vortrag trägt denselben Titel wie meine früheren Vorträge - schließlich hat sich meine Vergangenheit nicht geändert.

Dennoch wird es ein anderer Vortrag sein, denn nachdem nun einige Jahre vergangen sind habe ich mehr Einsicht darein was ein Priester mir einmal sagte: "Ich weiß auch nicht, warum Gott Ihnen diesen Lebensweg auferlegt hat."

Nun, die Lage klärt sich langsam und ich hoffe, daß ich auch anderen mit dieser Klärung nützen kann.

Der Vortrag trägt den Titel:

Von der Feministin - Esoterikerin - Schamanin zur Katholikin.
Ein Leben quer durch die Ideologien der letzten 50 Jahre

Freitag, 5. Februar 2016

Niemand sonst als wir wird den Christen helfen.


In Verbindung mit diesem Artikel bei Kirche in Not fiel mir wieder auf, daß ich die deutschen Katholiken einfach nicht verstehe. Ich habe bereits im August 2014 hier darum gebeten ein weltweites Gebet und Fasten auszurufen angesichts der Christenverfolgung besonders im Nahen Osten. Dann habe ich viele Monate darauf gewartet, daß mindestens bei den Fürbitten die verfolgten Christen genannt werden. Irgendwann - spät - wurde dann zumindest für die Menschen gebetet, die in Not sind durch Flucht und Vertreibung und Krieg.

Sicher braucht jeder, der so etwas erlebt, welcher Religionszugehörigkeit auch immer, Gebet. Aber die verfolgten Christen sind unsere Brüder und Schwestern! Gehen wir mit unseren leiblichen Brüdern und Schwestern denn so um, daß wir sie unter "ferner liefen" einordnen wenn sie leiden? Das kann es doch nicht sein!

Und es kann auch nicht sein, daß wir nur im Nahen Osten helfen weil die Christen besser dort bleiben sollten. Wenn sie nach Deutschland kommen brauchen sie Hilfe und Schutz. Ich sehe nicht, daß es außer in privat organisierten Ausnahmefällen Hilfe für die Christen gibt, die es bis hierher geschafft haben und nun in den Flüchtlingsheimen durch ihre Verfolger weiter misshandelt werden. Es gibt keine Initiativen, soweit ich sehen kann,  z.B. Christen aus den Heimen zu holen und ihnen privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen oder sie in kirchlichen Einrichtungen unterzubringen.

Man will niemanden diskriminieren? Es sind doch alles Menschen? Ja es sind alles Menschen - und dennoch...

Die Christen, die in Kirchen rund um Syrien kampieren, weil sie auch in den Flüchtlingscamps verfolgt werden, fragen: Habt Ihr uns vergessen? Warum helft Ihr uns nicht?

Sind wir so politisch korrekt geworden daß wir nicht einmal dezidiert für unsere Brüder und Schwestern beten und schon gar nicht ihnen gezielt helfen? Oder wie soll ich das verstehen?

Niemand sonst als wir wird den Christen helfen. Politisch korrekt wurden von Staats wegen extra Heime für schwule Flüchtlinge eingerichtet, damit sie vor Verfolgung geschützt sind, während von offizieller staatlicher Seite von Christen verlangt wird, sie sollten gefälligst Toleranz lernen, indem sie mit ihren Verfolgern friedlich zusammenleben. Wie zynisch ist das denn?

Es gibt Hilfe für syrische Christen, die von der syrisch orthodoxen Kirche in Deutschland organisiert wird und es gibt Hilfe für Yeziden, die von yezidischen Organisationen kommt. Und ich weiß von Christen die sich allgemein in Flüchtlingsheimen engagieren, aber direkte Hilfe für unsere christlichen Brüder und Schwestern auf deutschem Boden? Gibt es die?

Ich wäre froh wenn es das gäbe, vielleicht kann hier ja jemand Informationen dazu geben? Anregungen, wie man helfen könnte etc.?

Das Bild kommt von hier.

Montag, 1. Februar 2016

Grundlegendes über das Gebet



„Wir sollen beim Gebet nicht den Trost suchen sondern den Gott des Trostes. Wer betet, weil es sich gut anfühlt, sucht am Ende sich selbst und nicht den Herrn. … Die Gottesliebe wächst in Zeiten der Läuterung - wenn wir nichts fühlen und dennoch beharrlich beten erweist sich unsere Liebe zu Gott als echt.“

Ein guter Artikel über das Beten im Informationsblatt der Petrusbruderschaft Februar 2016, Seite 2-4. Ebenso finde ich den Artikel über die Berufung auch für Laien als hilfreich.

http://petrusbruderschaft.de/pages/publikationen/infoblatt.php

Sonntag, 13. Dezember 2015

Und hier geht es zum diesjährigen Adventskalender der Blogoezese.

http://heikesanders.blogspot.de/2015/11/adventskalender-der-blogoezese-2015.html?spref=fb

Lucia und das Weihnachtslicht



Nun habe ich den 13. Dezember für meinen Beitrag zum Blogoszesen-Adventskalender genommen, weil unsere Enkel in Schweden das Luciafest feiern indem sie sich als Lucia, ihre kerzentragenden Begleiterinnen oder Wichtel verkleiden und mit Sternjungen zusammen herumziehen und das Sancta Lucia-Lied singen. Und jetzt lese ich bei Kathpedia, daß das schwedische Lucia-Fest mit der Heiligen gar nichts zu tun habe, da es erst seit 200 Jahren in in Schweden ein besonderer Feiertag sei. 

Der heutige Brauch entstand erst lange nach der Reformation; der Luciatag wurde so erstmals 1893 durch das Freilichtmuseum Skansen in Stockholm begangen, für 1927 ist in Schweden der erste Luciaumzug nachgewiesen.“

Da schaue ich doch noch einmal genauer hin, denn das mag historisch so sein, das folgende Video (und viele weitere) erzählen allerdings eine andere Geschichte. Das Fest wird immer mit dem Lied „Sancta Lucia“ gefeiert - im ganzen Land von Kindergarten über Schule bis zum offiziellen Staatsfest landesweit, und natürlich auch in den Kirchen, und die heilige Lucia trägt ein weißes Gewand mit einer roten Schärpe, also das Gewand eines Märtyrers.


Und hier etwas aus der Geschichte der Heiligen Lucia:

Lucia ist als Person nachgewiesen, sie ist um 286 in Syrakus/Siracusa, auf Sizilien geboren und hat um 303 dort den Märtyrertod erlitten. Siracusa war ein Zentrum frühchristlichen Glaubens.

„Den Legenden gemäß soll die Christin Lucia einer vornehmen Familie angehört haben; ihr Name bedeutet soviel wie die Lichtvolle, die Lichtträgerin oder die Leuchtende. Mit ihrer an Blutfluss erkrankten Mutter pilgerte sie von Syrakus zum Grab der hl. Märtyrerin Agatha nach Catania, und die Mutter wurde tatsächlich geheilt. Lucia bekam daraufhin von ihrer Mutter die Erlaubnis, ihr als Aussteuer zugesagtes Vermögen zu verkaufen, um den Erlös unter den Armen zu verteilen. Der darüber erboste heidnische Verlobte Lucias lieferte seine Braut den Christenverfolgern aus.“ http://www.kathpedia.com/index.php?title=Lucia_von_Syrakus 

„Berichtet wird auch, dass Lucia ihren Glaubensgenossen Lebensmittel in die Verstecke brachte. Damit sie beide Hände frei hatte zum Tragen der Speisen, setzte sie sich einen Lichterkranz aufs Haupt, um in der Dunkelheit den Weg zu finden.“ https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lucia.htm

Sowohl im Heiligenlexikon als auch bei kathpedia kann man mehr erfahren.

Ich fasse kurz zusammen: Lucia wurde von Papst Gregor I. dem Großen, 590–604, in den römischen Messkanon als heilige Märtyrerin aufgenommen. Es gibt 2 Versionen davon wo ihre Reliquien sind. 

Ihre Verehrung hat weite Verbreitung gefunden und sie ist „Schutzpatronin der Bauern, Glaser, Kutscher, Messerschmiede, Näherinnen, Notare, Pedelle, der reuigen Prostituierten, der Sattler, Schneider und der Weber. Sie wird von den Gläubigen nicht nur bei Augenkrankheiten und Blindheit angerufen, sondern auch bei Blutfluss, Halsweh, Infektionen und Ruhr; auch Mütter von kranken Kindern suchen bei ihr Hilfe.“

Diese Fülle an Aufgaben und sozusagen „Tätigkeitsbereichen“ ist für frühe christliche Heilige typisch. Ebenso wie ein reiches Brauchtum.

Ich zitiere wiederum kathpedia zum Verständnis der Verehrung von Lucia und der Vermischung auch mit vorchristlichem Brauchtum:

“Volkskultur rankt sich nur scheinbar um die hl. Lucia. Zum Verständnis ist eine Vorbemerkung zum Aspekt „Licht“ notwendig: Gott sprach am ersten Schöpfungstag: Es werde Licht. Und es wurde Licht (Gen 1,3). Er sah, dass das Licht gut war und schied das Licht von der Finsternis. Licht ist für die Bibel mehr als der für das menschliche Auge sichtbare Bereich eines Spektrums elektromagnetischer Strahlung, mehr als eine physikalische Realität. Im Neuen Testament ist Christus das „wahre Licht“ (Joh 1,9), und die Gläubigen sind „Kinder des Lichts“ (Eph 5,8). Auch in der Liturgie spielt Licht eine Rolle, z.B., wenn während der Osternachtfeier die Osterkerze mit gesegnetem Feuer angezündet wird. Im Volksglauben wehrt das Licht Unheil ab. So verwendete man geweihte, schwarze Wetterkerzen, um Sturm und Gewitter fernzuhalten. Das gesamte Lucienbrauchtum hat seine Wurzeln im Datum. Bis zur Gregorianischen Kalenderreform (1582) war der 13. Dezember Mittwintertag, also der kürzeste Tag, mit dem wenigsten Tageslicht, im Jahr. Brauchtum, das sich als Lucienbrauchtum ausgibt … bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Hochreligion und Volksglauben.“

Die Beziehung zum Volksglauben zeigt sich auch darin, daß Lucia bei den Kindern in Schweden oft auch von Tomtes begleitet wird. Der Tomte ist ein Wichtel. Diese Mischung aus Heiligenleben, Heiligenlegenden und Volksbräuchen findet sich bei vielen frühen Heiligen, einige sehr populäre Heilige wie z.B. den Heiligen Christophorus hat man aus den offiziellen Heiligenlisten gestrichen, weil man sozusagen den Baum vor lauter Wald nicht mehr gesehen hat. Die Heiligen verschwanden hinter einer reichen Legendenbildung. Ich halte es dennoch nicht für legitim sie aus den Heiligenlisten zu entfernen, sondern denke, es handelt sich eher um ein Beispiel modernistischer und etwas hochmütiger Besserwisserei, die letztlich oft dabei endet, daß man sogar die Wunder, die Jesus getan hat, anzweifelt, weil nicht sein kann was man nicht akzeptieren will. Und für die, die nicht verstehen warum Heilige verehrt werden: Nein, man betet nicht zu den Heiligen, sondern man schließt daraus, daß sie Heilige sind, daß sie näher bei Gott sind als wir normalen Sterblichen, und damit Gott auch für uns bitten können, obwohl jeder von uns ja auch heilig werden kann. 

Solche Feste wie das Luciafest treffen immer ein wichtiges Bedürfnis der Menschen: Angefangen von dem  Bedürfnis nach materiellem Licht. Meine Tochter erzählt mir, daß sie es anfangs komisch fand, daß die Schweden, sobald die Sonne im Frühling endlich scheint, mit geschlossenen Augen mitten auf der Straße stehen und ihr Gesicht in die Sonne halten - heute macht sie das selbst. 

Wäre es nicht schön wenn wir, so selbstverständlich und entspannt wie die Schweden ihr Gesicht in die Sonne halten, uns der Liebe des ewigen Lichtes hinhalten könnten?


Sonntag, 1. November 2015

Strafe Gottes?


"Die Masseneinwanderung als Gottesgericht
...
 Dem Gericht Gottes geht immer ein Glaubensabfall voraus. Dem Volk Israel hatte Gott Segen und Fluch vorgelegt: „Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: Den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebiete, den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des Herrn, eures Gottes, und abweicht von dem Wege, den ich euch heute gebiete, daß ihr anderen Göttern nachwandelt, die ihr nicht kennt.“ (5. Mose, 11,26-28) Dazu zwei Beispiele: Immer wieder hat Gott sein Volk Israel in Zeiten des Glaubensabfalls durch Propheten zur Umkehr gerufen. „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort“, rief der Bußprediger Jeremia dem Volk seiner Zeit zu (Jer. 22,29). Vergeblich. Das Volk war verblendet und wandelte neben dem lebendigen Gott auch weiterhin anderen Göttern nach, die Konsequenz war das Gericht, die Babylonische Gefangenschaft. „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt“, ermahnte Jesus zu seiner Zeit das Volk (Mt. 23,37). Vergeblich. Das Volk Israel war verblendet und wandelte seinen eigenen Vorstellungen vom Messias nach. Die hochgerüstete römische Kriegsmaschinerie vollzog das Gottesgericht im Jahre 70 n.Chr., eine fast 2.000jährige Diaspora folgte. Was für das Volk des Alten Bundes galt, gilt auch für das Volk des Neuen Bundes. Gott läßt nicht zu, daß wir außer IHM noch Allah nachfolgen, gar erklären, ER und Allah seinen identisch, wie dies viele Kirchenleitungen tun. Das Erste Gebot steht dem entgegen. Daran gibt es keinen Zweifel. „Was der Mensch sät, das wird er ernten“, sagt die Bibel (Gal. 6,7). Gott ist ein Gott nicht außerhalb unseres Lebens, er ist ein lebendiger Gott und greift in das Leben ganzer Völker ein." ...

Der Artikel befasst sich ausführlich mit den diversen Aspekten der Flüchtlingskrise und eben auch mit diesem Aspekt. Bedenkenswert.

Der Text komt von hier.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Novene zur Knotenlöserin



Super, Bibiana hat mir den link auf Facebook verschafft, den ich gesucht habe, die Novene fange ich morgen abend an für unser verknotetes Land zu beten. Muß man allerdings etwas umformulieren.

http://www.kostbare-kinder.de/153-0-Novene-zu-Maria-der-Knotenloeserin.html

Sonntag, 11. Oktober 2015

Unser Land in Fesseln


Ich habe angefangen für Deutschland zu beten und bekam dabei heute das erschreckende Bild eines  verschlungenen Knäuels, in sich verbissen und gefesselt, und daher unfähig noch zu agieren. So etwas wie die Laokoongruppe oder der gordische Knoten.

Für dieses handlungsunfähige Land ist Frau Merkel die perfekte Kanzlerin und es erklärt warum sie ihr Nichtstun als alternativlos ansieht, denn in diesem Gebilde kann sich keiner mehr rühren, da die Situation bereits so verfahren und verhakt ist, daß sie wie der gordische Knoten nur noch durchgeschlagen werden kann. Das wird geschehen müssen, denn es gibt weder in der Natur noch in der Geschichte einen Stillstand - aber es wird schmerzhaft sein.

Das Bild ist von Wikipedia.


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Der Heilige Franz weiß Bescheid.


Da besteht ja dann vielleicht auch noch Hoffnung für mich.

das Bild kommt von hier.

Habt Ihr das gewusst?


Auf Facebook mal wieder die leidige Diskussion über Hand- und Mundkommunion:

T. K. Wenn Jesus Christus selbst zu den Jüngern sagte, als er ihnen das Brot gab: "Nehmet, esset", erkenne ich keinen Grund, das Brot nicht in die Hand zu nehmen. Gerade die eigenständige, selbstbestimmte Handlung des Selbst-Zum-Mund-Führens verstehe ich als bewusste Entscheidung, gewissermaßen ein kleines "Ja" zu Christus. Damit vereitelt man das Wort Gottes nicht, sondern man bekennt sich selbst dazu.

U. B. FALSCH: accepit heißt nicht "nehmet", sondern nehmt an. Es entspricht der Sitte des Hausherrn bis HEUTE! Seinen Gästen ein Stück Brot in Olivenöl in den Mund zu geben. Also Irrtum auf der ganzen Linie.

D. M. Interessant. Ist das in Israel so?

U.B. Ja, man kennt das als ganz normalen Ritus, durch den man mit besonderen Freunde seine Verbindung ausdrückt. ...
In dieser Kultur gibt es 21 verschiedene Bezeichnungen für die "Nähe" eines "Freundes" zur Familie. Dies ist eine Stufe davon. Bis heute in Übung und für die Antike belegt.

Das Bild kommt von hier.

Dienstag, 29. September 2015

Wer ist wie Gott? Michaelsfest


Ich verdanke dem Erzengel Michael viel. Als ich den Kampf aufnahm mich von der esoterischen Gruppe und vom Schamanismus zu lösen war er mein Schutz über lange Zeit, wenn ich ihn darum bat. Oft mußte ich ihn mehrmals in der Nacht bitten.

Er ging mit mir auch in den Wald und schützte mich als ich mich von den Naturgeistern lossagte. Er hielt besonders einen dunklen Geist von mir fern, über dessen Natur ich mir unklar war, indem er ihn abwies und mich mit seinem leuchtend blauen Mantel umgab - blau wie die Schärfe von japanischem Pfefferminzöl. Ich hatte zuvor gedacht, daß die Geister mit denen ich gearbeitet hatte gute Geister gewesen seien. Daß der Erzengel Michael es für nötig hielt sie von mir fern zu halten gab mir das erste Mal eine Idee, daß da wohl doch etwas falsch war.

Ich begrüßte den Erzengel Michael daher auch als ich ihn auf einem Bild an einem Tordurchgang sah und er sagte mir darauf: "Der, der unter mir ist ist größer als ich." Da erst sah ich daß ein Bild von Jesus am Kreuz unter dem Bild des Erzengels war. 

Ich versuche immer sein Fest zu feiern, mit einer Novene, einer Wallfahrt oder wenigstens mit einer Heiligen Messe an seinem Festtag.


Samstag, 26. September 2015

Schuld und Sühne



Im alten Ritus ist heute Quatember und ein Buß- und Fastentag. Im neuen Ritus wird für die Erneuerung der Gemeinde gebetet.

In der Heiligen Messe:

Ich erinnere mich daran, daß ich kurz nach meiner Bekehrung bei Exerzitien den Tabernakel öffnete (die Gemeinschaft hat eine Sondergenehmigung, daß das jeder tun kann der beten will wann immer er das möchte) Während ich im Gebet davor saß sah ich daß die Hostie zu brennen begann, dann wurde sie rotbraun wie altes Blut und in ihr erschien mir ein Drache, der kreisrund in der Hostie lagerte. Ich begriff damals, daß es mit meiner Konversion noch nicht getan war.

Ich schaue mir unseren Priester an der von sich sagt daß er sich verachtet und begreife, daß er gerade deshalb ein so gutes Werkzeug für Gott ist.

Als ich niederknie um die Hostie zu empfangen überfällt mich völlig überraschend und erschreckend der Stolz mit dem Gedanken, daß ich besser sei als andere, weil ich schon so viel geopfert habe und gerade wieder eine Gebetsinitiative zur Erneuerung der Gemeinde angestoßen habe.

Die Erklärung erfolgt, noch bevor ich die Hostie schlucke und sie in einer Vision dabei noch einmal empfange: "Du hast mehr zu sühnen als andere und ich gebe dir die Gelegenheit dazu."

Vielen Dank daß das jetzt klar ist.

Das Bild kommt von hier.

Freitag, 14. August 2015

Die Sicht von Herrn Takashi auf die Zerstörung Nagasaki´s durch die Atombombe läßt mich nicht los



Kann jemand von Euch bitte etwas dazu sagen? Ich frage mich immer warum Gott ein solches Opfer wollen sollte. Jesus hat sich selbst geopfert aber diese Christen - haben sie das denn auch getan? Oder ist so etwas einfach nicht zu verstehen und wir können nur darum kämpfen weiter zu glauben daß Gott es gut mit uns meint?

 "Am Morgen des 9. August explodierte eine Atombombe über unserer Vorstadt", sagte Takashi. "In einem Augenblick wurden 8 000 Christen zu Gott gerufen... Um Mitternacht fing an diesem Abend unsere Kathedrale plötzlich Feuer und brannte nieder. Im gleichen Moment gab seine Majestät, der Kaiser, ihren Entschluss bekannt... Der kaiserliche Erlass wurde am 15. August offiziell bekannt gegeben, und die ganze Welt erblickte das Licht des Friedens. Der 15. August ist auch das größte Fest der Himmelfahrt Mariä. Nicht umsonst war ihr die Kathedrale von Urakami geweiht... Gibt es nicht eine tiefe Verbindung zwischen der Vernichtung dieser christlichen Stadt und dem Ende des Krieges? War Nagasaki nicht das auserwählte Opfer, das makellose Lamm, der auf dem Opferaltar dargebrachte Holocaust, getötet für die Sünden aller Nationen während des Zweiten Weltkrieges?... Seien wir dankbar dafür, dass Nagasaki auserwählt worden ist!"

Der Text kommt von hier.

Dienstag, 11. August 2015

Manchmal schenkt uns Gott einen Neuanfang


wie es Noel Mosen geschah. Aber dann geht es erst richtig los. Wir müssen uns verändern und an uns arbeiten um dieses Geschenk behalten zu können, denn unsere Gottesferne ist auch eine Lebenshaltung und sie ist mit bestimmten Fantasien über uns selbst verbunden, die uns aus gutem Grund nicht ohne weiteres genommen werden. Gott will uns nicht als unmündige Kinder sondern als Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen und selbst bestimmen was sie damit machen, ohne Gefangene von Gefühlen oder emotionalen Abhängigkeiten zu sein. Gott will uns stark sehen. Wir brauchen auch die Hilfe Anderer aber letztlich müssen wir selbst  - wie in jeder Ehe - ein Leben lang an unserer Beziehung zu Gott arbeiten. Und die gute Nachricht ist: Auf die Dauer wird es leichter weil die Liebe zunimmt und das Vertrauen.



"Eines Tages diskutierte ich im Garten mit einem ihrer Freunde und schrie ihn an: "Wenn es Gott wirklich gibt, dann soll er sich mir zeigen!" Im nächsten Augenblick hatte ich eine Vision: Jesus kam blutüberströmt vom Kreuz herab, umarmte mich und sagte mir, daß er mich liebt. An diesem Tag wurde ich Christ." 

"... Gott erlaubte mir nicht, in meinem homosexuellen Lebensstil zu bleiben oder irgendwelche Kleider, Bücher, Gewohnheiten oder Phantasien zu behalten, die das alte Bild von mir selbst als homosexuellen Mann wachhielten. Ich stellte mein Leben bewußt unter seelsorgerliche Begleitung. Jeden Tag fragte mein Pastor mich, ob ich Pornographisches gelesen hätte oder in anderer Weise auf sexuellem Gebiet gesündigt hätte, und da ich versprochen hatte, nicht zu lügen, bemühte ich mich darum, "nein" antworten zu können. Jedesmal wenn ich mich versucht fühlte oder wieder in meiner Phantasie anfangen wollte, beteten wir gemeinsam. Auf diese Weise verloren meine homosexuellen Phantasien ihre Herrschaft über mich, und mein Lebensstil veränderte sich. "

Der Text kommt von hier.

Das Bild ist von einem Künstler nach dem Turiner Grabtuch entwickelt. Leider kein link mehr vorhanden bei mir.

Sonntag, 9. August 2015

Den Herrn im Tabernakel trösten


Gregorianische Messe Freitag Abend

Unser Pfarrer referiert über den Heiligen Pfarrer von Ars, der gesagt hat daß es Jesus schmerzt wenn er allein gelassen wird. Er liebt uns und will wiedergeliebt werden.

Zum Schluß sagte er:

Trösten wir jetzt den Herrn im Tabernakel

Und das kann ich verstehen.

Es ist mir meistens zu viel abends noch einmal in die Kirche zu gehen obwohl ich es ja nicht weit habe. Nach der Arbeit ist es für mich wie eine weitere Anforderung. "Du mußt da jetzt bitten gehen, Gebete sprechen, auf jeden Fall etwas organisieren und tun." Und davon habe ich schließlich schon genug. Es läuft auf eine Sieben-Tage-Woche raus.

Aber den Herrn im Tabernakel trösten, einfach nur hingehen und da sein damit er nicht alleine ist, so wie der Bauer, von dem der Heilige Pfarrer von Ars berichtet, der einfach hinging und auf die Frage was er da so lange täte antwortete: "Ich schaue ihn an und er schaut mich an", das kann ich tun.

Und das habe ich dann heute getan und mich unvermittelt in Tränen aufgelöst ...

Und zum Schluß stellte ich dann fest, daß wir beim Küstern ausgerechnet den Tabernakelschlüssel nicht weggeschlossen hatten - na ja jetzt ist er da wo er hingehört :)

Donnerstag, 4. Juni 2015

Fronleichnam

Pfarrer und Diakon unserer Gemeinde - und sie meinen es so wie es aussieht. Ich bin sehr froh darüber.

Eine Fotoserie unter Pfarrgruppe Darmstadt-Ost auf Facebook (Fronleichnam in Ober-Ramstadt)


Sonntag, 1. März 2015

Suche nach geistiger Führung


Am Freitag segnete uns unser Priester in einer gregorianischen Messe mit einer Reliquie des jung gestorbenen Heiligen Gabriel von der schmerzensreichen Jungfrau Francesco Possenti. Es fühlte sich wie eine Kommunikation mit dem Heiligen an: Die Ansprache - der Segen des Heiligen, der Kuß der Reliquie - das Danke schön.

Beim Rosenkranzgebet am folgenden Tag die plötzliche Erkenntnis:

Ich dachte immer es sei eine Schwäche, daß ich beständig in meinem Leben nach geistiger Führung gesucht habe, in der Tat haben das aber auch viele Heilige getan.

Jesus hat uns ja sogar den Heiligen Geist gesandt, damit er uns lehrt und uns führt - da habe ich aber eine ziemlich lange Leitung gehabt bis ich begriffen habe, daß ich mich völlig zu Recht der Führung durch den Heiligen Geist unterstellen kann.

Wie wenn unsere Individualität mit all ihren Möglichkeiten erst wirksam wird wenn wir uns mit dem Heiligen Geist Gott öffnen?

Ich werde es auf jeden Fall versuchen, nachdem es schon so lange gedauert hat bis ich endlich genügend Vertrauen habe.

Das Bild kommt von hier.