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Dienstag, 13. Oktober 2015

Novene zur Knotenlöserin



Super, Bibiana hat mir den link auf Facebook verschafft, den ich gesucht habe, die Novene fange ich morgen abend an für unser verknotetes Land zu beten. Muß man allerdings etwas umformulieren.

http://www.kostbare-kinder.de/153-0-Novene-zu-Maria-der-Knotenloeserin.html

Freitag, 14. August 2015

Die Sicht von Herrn Takashi auf die Zerstörung Nagasaki´s durch die Atombombe läßt mich nicht los



Kann jemand von Euch bitte etwas dazu sagen? Ich frage mich immer warum Gott ein solches Opfer wollen sollte. Jesus hat sich selbst geopfert aber diese Christen - haben sie das denn auch getan? Oder ist so etwas einfach nicht zu verstehen und wir können nur darum kämpfen weiter zu glauben daß Gott es gut mit uns meint?

 "Am Morgen des 9. August explodierte eine Atombombe über unserer Vorstadt", sagte Takashi. "In einem Augenblick wurden 8 000 Christen zu Gott gerufen... Um Mitternacht fing an diesem Abend unsere Kathedrale plötzlich Feuer und brannte nieder. Im gleichen Moment gab seine Majestät, der Kaiser, ihren Entschluss bekannt... Der kaiserliche Erlass wurde am 15. August offiziell bekannt gegeben, und die ganze Welt erblickte das Licht des Friedens. Der 15. August ist auch das größte Fest der Himmelfahrt Mariä. Nicht umsonst war ihr die Kathedrale von Urakami geweiht... Gibt es nicht eine tiefe Verbindung zwischen der Vernichtung dieser christlichen Stadt und dem Ende des Krieges? War Nagasaki nicht das auserwählte Opfer, das makellose Lamm, der auf dem Opferaltar dargebrachte Holocaust, getötet für die Sünden aller Nationen während des Zweiten Weltkrieges?... Seien wir dankbar dafür, dass Nagasaki auserwählt worden ist!"

Der Text kommt von hier.

Freitag, 23. Mai 2014

"Der 13. Tag" Teil III, Politische Botschaft


Nun kommen wir zum politischen Inhalt der Erscheinungen von Fatima. Das wird am deutlichsten im dritten Geheimnis. Der Film zeigt das dritte Geheimnis, die Tragweite wird aber noch einmal deutlicher in einer weiteren Offenbarung an Schwester Lucia. Sie bekommt diese Botschaft am 13. Juni 1929, also vor dem 2. Weltkrieg:

Es ist der Augenblick gekommen, in dem Gott den Heiligen Vater auffordert, in Vereinigung mit allen Bischöfen der Welt die Weihe Rußlands an mein Unbeflecktes Herz zu vollziehen. Er verspricht, es durch diese Mittel zu retten.

Viel später beklagte sich die Madonna in einer Mitteilung:

Wollen Sie meiner Bitte kein Gehör schenken?... Wie der König von Frankreich werden sie bereuen, aber es wird zu spät sein. Rußland wird seine Irrlehren über die Welt verbreiten, Kriege und Verfolgungen der Kirche hervorrufen. Der Heilige Vater wird zu leiden haben.

Was den Hinweis der Madonna auf den König von Frankreich angeht geschah Folgendes: Ludwig der XIV, der Sonnenkönig, erhielt durch die Heilige Marguerite Marie 1696, also 100 Jahre vor der französischen Revolution, die Botschaft, er solle unter anderem seine Fahnen mit dem Heiligsten Herzen Jesu versehen, sich selbst dem Heiligsten Herzen Jesu weihen und eine Heilige Messe beim Vatikan dazu erwirken. Erst Ludwig XVI. versprach 1792, als er bereits im Gefängnis saß, das zu tun wenn er frei gelassen würde. Für die göttliche Vorsehung war das zu spät, er wurde im Jahr darauf hingerichtet, und den Rest der traurigen Geschichte kennen wir auch.

Was uns erspart geblieben wäre, wenn ein Papst der Bitte der Gottesmutter von Fatima vor dem 2. Weltkrieg gefolgt wäre können wir kaum ermessen. Die Weihe Rußlands wurde erst 1984 durch Johannes Paul II vollzogen. Danach kam innerhalb von 5 Jahren Präsident Gorbatschow mit Glasnost in Russland und 1989 der Fall der Berliner Mauer - und Russland bekehrt sich. Unter der Verbreitung der Lehren des Kommunismus leidet die Menschheit bis heute.

Es geht in der nationalen wie auch in der internationalen Form des Kommunismus immer darum Ungleiches gleich zu machen. Zu diesem Zweck wird als erstes die Familie zerstört und der Mensch abhängig gemacht von einem übermächtigen Staat. Dieser Staat manipuliert den vereinzelten Menschen und verspricht ihm dabei Freiheit. Damit wird der Mensch von seiner natürlichen Lebensweise und seinen ihm persönlich eigenen Fähigkeiten entfremdet und von der gegenseitigen menschlichen Hilfe getrennt.

Die Entfremdung des Menschen von seiner Natur erreicht im Genderismus derzeit seinen Höhepunkt. Der Genderismus behauptet, daß man frei wählen könne ob man Mann oder Frau sein wolle. Noch vor kurzem wurde es als Gipfel der Dummheit bezeichnet, daß jemand "Männlein und Weiblein nicht unterscheiden" könne. Die Dummheit wird jetzt zur neuen Weisheit erhoben. Der Effekt ist, daß die Menschen ihr Glück in Sex, Ruhm und Geld suchen, und meinen sich so selbst verwirklichen zu können. Das führt zu einer totalen Isolation und Vereinsamung des Einzelnen, der sich zum Schluß nur noch entscheiden kann sich selbst zu töten um damit ein letztes Mal das göttliche Geschenk des Lebens und der Liebe wegzuwerfen, nachdem er häufig seine eigenen Kinder schon mit einer Abtreibung getötet hat.

Ich denke es ist wieder höchste Zeit für sehr viele Gebete und Opfer.

Donnerstag, 22. Mai 2014

"Der 13. Tag" Teil II, Offenbarungen


Nun zu der Haltung der katholischen Kirche zu Offenbarungen:

Jesus hat seinen Jüngern versprochen, daß er ihnen nach seiner Himmelfahrt den Tröster senden würde, den Heiligen Geist. Dieser würde sie alles lehren, was er ihnen jetzt noch nicht sagen könne, da sie es jetzt noch nicht verstünden. Aus der Apostelgeschichte wissen wir, daß der Heilige Geist zu Pfingsten zu den Jüngern kam und sie darauf unter anderem in fremden Sprachen reden, verkünden und prophezeien konnten.

Wie aus den Briefen des Apostels Paulus hervorgeht, ging es anfangs manchmal ziemlich drunter und drüber in den Gemeinden. Man kann sich gut vorstellen, daß, wenn alle gleichzeitig prophetisch oder in fremden Sprachen reden das ein großes Durcheinander gab und nachher keiner mehr was davon hatte. Wie man heute bei esoterischen Medien sieht birgt das auch die Gefahr des Hochmuts und der Konkurrenz nach dem Motto: Ich bin der größte aller Seher.

Paulus hat daher schon damals einerseits Regeln aufgestellt, um das zu ordnen, andererseits hat er aber auch darauf bestanden, daß man dabei den Geist nicht unterdrücken und das Sprechen im Heiligen Geist zulassen soll - allerdings in Demut und Gehorsam gegen die gewählten Oberen. Denn auch die Fähigkeit zu leiten ist eine Gabe des Heiligen Geistes und gleichwertig mit der Gabe der Prophetie. Schwester Lucia, die einzige der Seherkinder, die alt wurde, hat in diesem Sinne auch akzeptiert, daß ihre Oberen darüber zu entscheiden haben, wann die von den Seherkindern empfangenen Privatoffenbarungen veröffentlicht werden.

Was nun sind Privatoffenbarungen?

Die Kirche unterscheidet zunächst zwischen der "öffentlichen Offenbarung" und "Privatoffenbarungen". Kurz zusammengefaßt bezeichnet öffentliche Offenbarung "das der ganzen Menschheit zugedachte Offenbarungshandeln Gottes, das seinen Niederschlag im alten und neuen Testament der Bibel gefunden hat. Es heißt Offenbarung, weil Gott darin sich selbst Schritt um Schritt den Menschen zu erkennen gegeben hat bis zu dem Punkt, daß er selbst Mensch wurde, um durch den menschgewordenen Sohn Jesus Christus die ganze Welt an sich zu ziehen und mit sich zu vereinigen." (S.237 Schwester Lucia spricht von Fatima) Jesus Christus wird im Johannesevangelium als das Wort, das in die Welt gekommen ist bezeichnet, Gott hat alles in diesem einen Wort gesprochen.

 Die Autorität der Privatoffenbarungen ist wesentlich verschieden davon. Während die Offenbarung in der Bibel der Leitfaden ist, dem man vertrauen und an dem man sein Leben ausrichten kann, sollen Privatoffenbarungen nicht einfach geglaubt werden, sondern werden nach den Regeln der menschlichen Klugheit von der Kirche geprüft. Sie werden daraufhin abgeklopft, ob sie nichts enthalten was dem Glauben und den guten Sitten widerspricht. Danach erst wird die Erlaubnis gegeben sie zu veröffentlichen. Es gilt dann, daß "eine solche Botschaft ... eine wertvolle Hilfe sein (kann), das Evangelium in der jeweils gegenwärtigen Stunde besser zu verstehen und zu leben, deshalb soll man sie nicht achtlos beiseite schieben." (S.239 Schwester Lucia spricht)

Hier die Ereignisse von Fatima auf der Website des Vatikan.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Zum Fatimafilm "Der 13. Tag", Teil I

Der Film "Der 13. Tag" stellt die Geschichte der Erscheinungen der Mutter Gottes in Fatima authentisch dar und ist wegen seiner guten cineastischen Qualität sehr spannend. Es gibt ihn in Englisch mit deutschen Untertiteln. 

Ich möchte 3 Themen ansprechen um die Ereignisse in Ihren historischen und geistlichen Rahmen zu stellen: Die Bedeutung des Opfers, der Umgang der katholischen Kirche mit Offenbarungen und die politische Botschaft der Erscheinungen.

Ich stelle die 3 Themen an 3 verschiedenen Tagen ein, da ein sehr langer Text einem Blog nicht entspricht.

1) Die Bedeutung des Opfers

Der Film erzählt nicht von dem Engel, der den Seherkindern ein Jahr vor den Marienerscheinungen 1917 dreimal erschienen ist. Er stellte sich als Engel des Friedens und als Engel von Portugal vor. Die Erscheinung  des Engels ist wichtig, denn der Engel lehrte die Kinder verschiedene Gebete und bat sie Opfer für die Bekehrung der armen Sünder zu bringen zur Vorbereitung auf einen größeren Segen. Er lehrte sie zunächst folgendes Gebet:

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben. (3x wiederholt)

Die Bitte des Engels wurde von der Madonna im folgenden Jahr wiederholt. Die Kinder folgten diesen Bitten und opferten nicht nur große Dinge wie ihre Leiden und Schmerzen bei Verfolgung, Krankheit und Tod, sie brachten täglich kleine und große Opfer, wie zum Beispiel keine Weintrauben zu essen, auf die sie Lust hatten, bei Hitze nichts zu trinken und so weiter. Die Kinder waren bei ihren Opfern sehr phantasievoll. Sie opferten für die Bekehrung der Sünder.

Viele Dinge erscheinen uns zu klein um überhaupt erst damit anzufangen, sie zum Segen für Andere zu opfern, solche Opfer halten uns aber nicht nur beständig mit den Gedanken bei Gott und bei unseren Nächsten, sondern können auch großen Segen bringen.

Der erste Weltkrieg endete kurz nachdem die Madonna es versprochen hatte und Portugal wurde  vom 2. Weltkrieg verschont. Die Bedeutung des Opfers ist aus der Verkündigung der Kirche heute weitgehend verschwunden, wie ja überhaupt jemand, der Opfer für Andere bringt anstatt Geiz geil zu finden, heute eher als Dummkopf gilt.

An der Geschichte der Seherkinder von Fatima können wir die große Bedeutung des Opfers noch auf einer größeren als der privaten Ebene erkennen.

Sonntag, 3. November 2013

Taubenwunder - Wundertauben


Im habe immer gedacht, daß die 3 weißen Tauben zu Füßen der Statuen der Madonna von Fatima ein Accessoire seien bis uns auffiel, daß es auf dem riesigen Wallfahrtsplatz bei dem Erscheinungsort augenscheinlich keine anderen als ausschließlich weiße Tauben gab.

Bei dem Abschlußgottesdienst am 13.Oktober, als die Statue der Madonna durch die Menschenmenge getragen wurde, kreiste dann minutenlang eine weiße Taube über der Herz-Jesu-Statue in der Mitte des Platzes. Eine unserer Mitwallfahrerinnen machte uns aufgeregt darauf aufmerksam, eine andere (eine versierte Fotografin) versuchte die Taube zu fotografieren. Das ging aber nicht, denn sobald sie die Taube durch den Sucher der Kamera fixieren wollte sah sie sie nicht, schaute sie wieder ohne Kamera sah sie die Taube. Mittlerweile schauten etliche aus unserer Gruppe hinauf - und dann verschwand die Taube plötzlich. Und je nach Charakter dachten wir entweder an eine Sinnestäuschung oder an ein Wunder.

Nachdem ich folgenden Bericht gelesen habe, tendiere ich eher zu der zweiten Möglichkeit:

Die Tauben von Fatima
1946 feierte Portugal den dreihundertsten Jahrestag seiner Weihe durch König Juan IV. an Unsere Liebe Frau der Empfängnis, und am 14. Mai wurde die Statue der Muttergottes von Fatima, am Ende des Marianischen Kongresses von Evora, wo die Weihe vor 300 Jahren vollzogen wurde, vom päpstlichen Abgesandten, Kardinal Aloisi-Masella vor 800 000 Gläubigen gekrönt. (Zum Dank dafür daß Portugal, wie von der Madonna vorhergesagt, vom 2. Weltkrieg verschont blieb) Im Anschluss daran begann ein grosser feierlicher Umzug von über 400 Kilometern mit der gekrönten Statue der Heiligen Jungfrau von Fatima.
Diese triumphale Reise, die vom 22. November bis 24. Dezember dauerte und unübersehbare Menschenmassen anzog, wurde durch ein Ereignis hervorgehoben. Am 29. November liess Terezinha Campos in Bombarral fünf Tauben frei, die, nachdem sie sich hoch in die Lüfte erhoben hatten, eine nach der anderen, sich zu Füssen der Statue niederliessen und in einem ganz erstaunlichen Verhalten, sich vor ihr verneigten. Von diesem Tag an, liess man zahlreiche Tauben frei und viele suchten Schutz zu Füssen der Marienstatue, wo sie tage- und nächtelang verweilten, ohne auf Nahrungssuche zu gehen, ohne sich von der Menschenmenge stören zu lassen. Sie wandten sich den Betern zu oder dem Allerheiligsten und dem Kreuz, wenn diese auf den Altar gestellt wurden. Sie folgten den Transporten und wenn Flugzeuge mit der Statue nach allen fünf Kontinenten aufbrachen, warteten sie am Ort, an dem sie aufgestellt werden sollte. 
Das Ereignis mit den Tauben beeindruckte das portugiesische Volk sehr. Der Kardinal von Lissabon brachte seine Verblüffung in einer Radiobotschaft am Weihnachtstag 1946 zum Ausdruck. Abbé Miguel de Oliveira schrieb in seinen „Novidades“ vom 7. Dezember, der fast vollständig den Tauben Unserer Lieben Frau gewidmet war: „In einigen Jahrhunderten wird es nicht an Freidenkern mangeln, die über unsere Naivität lächeln und sich fragen werden, wieso es Mitte des XX. Jahrhunderts möglich war, eine mittelalterliche Legende zu erfinden. Es ist aber keine Legende, es ist authentische Geschichte, die hunderttausende Menschen bezeugen.“
 Auszug aus dem Buch „Les colombes de Notre-Dame“ Das viele Fotos dieser wunderbaren Ereignisse zeigt Résiac - Fatima édition - Februar 1985

Hervorhebungen und Klammer von mir.

Nachdem ich von der Heilungszeremonie eines indianischen Schamanen las, der an einem bestimmten Punkt der Zeremonie Vögel brauchte, das Fenster öffnete und sie dann eben herbeirief, und von einem indischen Guru, der keine Fliegen in seiner Hütte aus Stöcken wollte, weil ihm das nicht gefiel, und die Fliegen waren überall, aber nicht in dieser Freilufthütte, oder von einem Medinzinmann, der den Fortgang einer Zeremonie dadurch sicherte, daß er eine Gewitterwolke teilte und so um den Ort der Zeremonie herum leitete, frage ich mich, warum ausgerechnet Gott und seine Heiligen eigentlich nicht in der Lage sein sollen, Dinge zu tun, die die Wissenschaft nicht erklären kann ....

Der Text kommt von hier.
Das Bild kommt von hier.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Der dreifaltige Gott und seine Heiligen sind subversiv


Ich habe gerade 4 Wunderbare Medaillen - goldfarben - (und natürlich geweiht) sowie 2 Jesusheiligenbildchen an 3 kleine Vampirinnen, 1 Hexchen, einen Piraten und einen Tod verschenkt - und dazu natürlich Süßes statt Saures. Kurze Erklärung an die Kinder (und Mutter) daß heute ja der Abend vor Allerheiligen ist und ich deshalb Heiligenbilder verschenke - und im Stillen jeweils ein Gebet, daß die Madonna und Jesus sich um sie alle kümmern mögen.

Danach stellte ich mir die Frage ob ich so überhaupt vorgehen darf.

Aber genau so geht auch Gott vor. Die Madonna von Fatima erschien im damals aggressiv kirchenfeindlichen Portugal, Jesus erscheint Muslimen heute, selbst in Mekka, und Johannes Paul II und andere Päpste haben die Welt und Rußland den unbefleckten Herzen Jesu und Marias geweiht, wie das die Madonna von Fatima wünschte. Da wurde schließlich auch keiner gefragt. Wenn Gott warten will bis die Menschen ihren Dickkopf überwinden und nach ihm suchen, geht er sie eben selbst suchen - und schert sich dabei überhaupt nicht darum ob jemand, der gerade das Sagen hat, etwas dagegen einzuwenden hat.

Zwei der Vampirinnen kamen übrigens noch einmal zurück, zusammen mit der kleinen Hexe, weil diese auch gerne noch eine so schöne Medaille wollte :)

Den Rest vertraue ich der Madonna und Jesus an - wie das schon Mutter Theresa und viele andere Heilige getan haben.

Gott ist subversiv - machen wir es ihm  nach!

Das Bild kommt von hier.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Fatima - Gott läßt uns nicht allein


Genau 33 Jahre auf den Tag genau, vor dem Sonnenwunder in Fatima, das heißt, am 13. Oktober 1884, hatte Papst Leo XIII. eine bemerkenswerte Vision, während er eine Messe zelebrierte. Er stand für ca. 10 Minuten wie in Trance, da, sein Gesicht wurde fahl und grau. Danach ging er in sein Arbeitszimmer und verfasste ein Gebet zum Hl. Erzengel Michael. Auf die Frage, was denn geschehen war, erklärte er, dass er zwei Stimmen gehört habe, die aus der Richtung vom Tabernakel kam. Die eine Stimme war sanft und die andere war rauh und hart. Er hörte folgendes Gespräch: Die Stimme Satans prahlte mit seinem Stolz zu unserem Herrn: "Ich kann Deine Kirche zerstören."
Die sanfte Stimme des Herrn: "Du kannst? Dann gehe und tue es." Satan: "Um das zu tun, brauche ich mehr Zeit und Macht." Unser Herr: "Wieviel Zeit? Wieviel Macht?" Satan: "75-100 Jahre, und mehr Macht über diejenigen, die sich meinem Dienst unterwerfen." Unser Herr: "Du bekommst diese Zeit, und diese Macht." 

Was in dem Zitat nicht erwähnt wird ist, daß die sanfte Stimme sagte: "Aber sie werden Hilfe haben."

Die Marienerscheinung in Fatima 1917 (Beginn der Revolution in Rußland) war mit Sicherheit ein Teil dieser Hilfe. Hier das 2. Geheimnis von Fatima, das den Seherkindern anvertraut wurde:

„Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

Bevor ich mich entschloß nach Fatima zu fahren war mir nicht bewußt, daß die Botschaft der Madonna von Fatima an die Hirtenkinder Jacinta, Francisco und Lucia im Jahr 1917 eine politische Botschaft war.

Portugal wurde nicht in den 2. Weltkrieg hineingezogen und zum Dank trägt die Statue der Madonna von Fatima heute eine goldene Krone gestiftet von den Bürgern Portugals.

Pius XII weihte die Welt der Madonna von Fatima, nicht jedoch Russland. Dennoch wurde der 2. Weltkrieg ausgerechnet an diversen Marientagen entschieden, nachzulesen unter anderem bei Michael Hesemann, "Fatima".Die von der Madonna gewünschte Weihe Russlands wurde aber erst 1984 durch Johannes Paul II vollzogen und ich frage mich wie viel uns wohl erspart geblieben wäre, wenn die Päpste der Aufforderung  früher gefolgt wären, denn die Ereignisse in Fatima wurden bereits 1930 als authentisch anerkannt. Nach der Weihe durch Johannes Paul II fiel die Mauer und die Kommunistische Herrschaft in Rußland brach zusammen.

Fatima: Was für ein besonderer heiliger Ort. Die ständigen Gebete bilden eine Kuppel über dem Heiligtum, unter der Maria und die Engel gegenwärtig sind. Es ist ein Ort der Wandlung, den man wohl besser unter Anleitung und begleitet durch Heilige Messen, Gebet und Beichte besucht - nicht zu vergessen den ungarischen Kreuzweg. Es dauert ein paar Tage um dort anzukommen. Noch länger dauert es dann allerdings wieder zu Hause anzukommen...

Alles zusammen, angefangen von den Informationen bis zu Gebet und Beichte, bewirkt so etwas wie eine neue Bekehrung, ein Wissen, daß Gott uns nicht alleine läßt sondern uns Hilfe schickt.

Noch nie war mir so trostreich bewußt, daß wir nicht alleine sind und daß wir Gottes Hilfe haben. Und auch, daß Gott uns immer wieder Hirten wie Johannes Paul II schickt, die demütig genug sind zuzuhören, besonderer Verehrer der Madonna, der er warmit seinem Motto: Totus tuus - Ich bin ganz der Deine! Das wird in Fatima heute noch gesungen. Johannes Paul II hat die dritte der Hirtenkinder von Fatima, Lucia, gefragt ob er die Weihe Russlands richtig plane und hat zur Sicherheit einen Bischof nach Rußland gesandt, der zeitgleich mit seiner eigenen Weihe Russlands an das unbefleckte Herz Mariens diese Weihe in Russland inkognito vollzog.

Fatima und seine Geschichte stärken den Glauben und das Vertrauen in Gottes Hilfe - fahrt hin!
Der hl. Pater Pio hat alle Mitglieder der “BLAUEN ARMEE MARIENS” (heute "Fatima-Apostolat") als seine geistigen Kinder angenommen. Auf die Frage, wann der Kommunismus (Atheismus) überwunden sein wird, gab er zur Antwort: “Wenn es einmal so viele Rosenkranzbeter wie Atheisten hat!” 
Na dann: Jeden Tag Rosenkranz beten! Schließlich sind Genderismus, Feminismus und der Trend zum europäischen totalitären linken Zentralstaat, der uns immer mehr nervt, auch nur Ausläufer des Kommunismus.

Das 1. Zitat kommt von hier.
Das 2. Zitat kommt von hier.
Das Pater Pio Zitat kommt von hier.
Das Bild kommt von hier.

Samstag, 21. September 2013

"Hätt Maria abgetrieben ...


wärt Ihr uns erspart geblieben!" ist einer der Sprüche und Beleidigungen, die die Gegner des Marsches für das Leben gerne denen zurufen, die schweigend ihre weißen Kreuze tragen. Wenn man so etwas sagt sollte man zumindest wissen, welches wunderbare Kind man am liebsten getötet hätte - und gleichzeitig vielleicht verstehen, daß sie alle wunderbar sind.

Da wir nicht am Marsch für das Leben in Berlin teilnehmen konnten haben wir heute in unserer Kirche Liebfrauen gebetet:

"Wir sind heute zusammengekommen um den Marsch für das Leben, der heute um 13 Uhr beginnt, mit unserem Gebet zu unterstützen.

Bei der Vorbereitung stellten wir fest, daß die Entscheidung, Abtreibung ab der Empfängnis zu verbieten im 19. Jahrhundert von der katholischen Kirche aus 2 Gründen getroffen wurde: Erstens wiesen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse darauf hin, daß ein Embryo keinen Sprung in seiner Entwicklung macht, sondern daß es eine nahtlose menschliche Entwicklung von der Empfängnis bis zur Geburt gibt. Zuvor war Abtreibung auch nicht erlaubt, wurde aber bis zu einer bestimmten Schwangerschaftswoche nicht als Tötung eines Kindes verstanden.

Zweitens wurde in dieser Zeit die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Mariens, die schon seit Augustinus galt, zum Dogma erhoben. Wenn aber Maria bereits bei ihrer Empfängnis diese besondere auserwählte Frau war, ist es völlig unlogisch anzunehmen, die Tatsache der Einzigartigkeit dieses Kindes beträfe nicht alle anderen Kinder auch. Wie Benedikt XVI vielfach dargelegt hat: Der Glaube ist vernünftig.

Wir trauern um die getöteten Kinder, um aber überhaupt trauern zu können, muß man sich bewußt sein, was man verliert. Daher haben wir uns entschlossen heute nicht nur den freudenreichen Rosenkranz zu beten sondern auch Lesungen zu nehmen, die eigentlich in den Advent gehören. Wir feiern daher heute in der Trauer das Leben und die Liebe Gottes, denn das ist das Einzige was den Tod überwindet und überwunden hat."

(Da ich heute jemanden kennenlernte, der den Rosenkranz nicht kannte, gebe ich hier die Anleitung. Wer ihn kennt scrollt einfach runter)

Glaubensbekenntnis (wird gebetet wenn man das Kreuz in der Hand hält)
Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die Heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Vaterunser (wird bei den großen Perlen gebetet)
Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden
Unser täglich Brot gib uns heute
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
Und führe uns nicht in Versuchung sondern erlöse uns von dem Bösen.

Gegrüßt seist du Maria (Das gegrüßt seist Du Maria wird auf den kleinen Perlen gebetet, es enthält immer einen Zusatz)

Auf den ersten 3 Perlen:

Gegrüßt seist Du Maria voll der Gnaden, der Herr ist mit Dir, Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus,
...der in uns den Glauben vermehre
...der in uns die Hoffnung stärke
...der in uns die Liebe entzünde

(Als Abschluß immer:)
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Vater unser

Gegrüßt seist Du Maria ... Jesus, den Du vom Heiligen Geist empfangen hast. Heilige Maria ...
(1 Gesätz = 10 kleine Perlen, die Gesätze des freudenreichen Rosenkranzes vollziehen die Kindheitsgeschichte Jesu nach, wie sie besonders bei dem Evangelisten Lukas berichtet wird, Lukas 1 und 2)

(Nach jedem Gesätz:)
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. (bekreuzigen)

Maria, Mutter Gottes, rette die Ungeborenen (nur für diesen Rosenkranz nach allen Gesätzen)

Oh mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

Lesung Diognetbrief aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. Kapitel 5:

Denn die Christen unterscheiden sich von anderen Menschen nicht durch ihren Wohnort, ihre Sprache oder ihre Bräuche. Weder wohnen sie in eigenen Städten, noch sprechen sie einen besonderen Dialekt, noch habe sie eine ungewöhnliche Lebensweise. Die christliche Lehre hat kein besonders einfallsreicher oder fleißiger Mensch erfunden, und die Christen vertreten auch nicht nur einfach eine andere menschliche Lehre. Sie wohnen in Städten, in denen man Griechisch oder andere Sprachen spricht, so wie es sich für jeden ergeben hat. In Kleidung, Nahrung, und in allem, was sonst zum Leben gehört, schließen sie sich dem jeweils Üblichen an. Und doch haben sie ein erstaunliches und anerkannt wunderbares Gemeinschaftsleben. Sie leben zwar an ihrem jeweiligen Heimatort, doch wie Fremde. Sie beteiligen sich als Mitbürger an allem, doch ertragen sie es nur wie Durchreisende. Jede Fremde ist ihre Heimat, und jede Heimat ist ihnen fremd. Sie heiraten und bekommen Kinder wie andere auch, aber sie setzen die Neugeborenen nicht aus.
(Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Klaus Berger)

Vater unser

Gegrüßt seist Du Maria... den Du zu Elisabeth getragen hast. Heilige Maria...

Lesung Altes Testament  Jesaja 9,1+2, 5+6 1/2 (Herder-Bibel):

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht; über denen, die im Land der Dunkelheit wohnen, erstrahlt ein Licht.
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt; die Herrschaft ruht auf seinen Schultern.
Man ruft seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewiger Vater, Friedensfürst.
Groß ist die Herrschaft und endlos der Friede für Davids Thron und sein Königreich, das er aufrichtet und festigt in Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.

Vater unser

Gegrüßt seist Du Maria... den Du zu Bethlehem geboren hast. Heilige Maria...

Lesung Altes Testament Psalm 139, bis Vers 12

Herr, Du erforschest mich und Du kennst mich.  Wenn ich sitze und wenn ich stehe, du weißt es;  meine Gedanken schaust du von ferne.
Du schaust mich wenn ich gehe und ruhe, all meine Wege sind dir vertraut. Ehe noch auf der Zunge das Wort liegt, siehe Herr, schon weißt Du um alles.
Von rückwärts und vorne schließt du mich ein und legst auf mich deine Hand.
Wunderbar ist solches Wissen, zu hoch; ich kann es nicht begreifen.
Wohin soll ich flüchten vor deinem Geist, wohin vor deinem Antlitz entfliehen?
Stiege ich zum Himmel empor, so bist du zugegen; wollte ich in der Unterwelt lagern, so bist du auch dort.
Wollte ich Flügel mir leihen vom Morgenrot und ließe mich nieder am fernsten Gestade,
auch dort noch wird deine Hand mich geleiten und halten mich deine Rechte.
Und sagte ich auch: Es soll mich Finsternis bergen und Nacht mich umgeben wie sonst das Licht, so ist doch Finsternis selbst nicht dunkel für dich, Nacht ist dir hell wie der Tag, das Dunkel ist vor dir wie das Licht. 
Vater unser
Gegrüßt seist Du Maria... den du im Tempel aufgeopfert hast. Gegrüßt seist du Maria...

Lesung Altes Testament Psalm 139, Vers 13 bis 18

Du hast gebildet mein Innerstes; du hast mich im Schoß meiner Mutter gewoben.
Ich preise dich, daß ich geschaffen bin so wunderbar; daß wunderbar all deine Werke!
Du kennst meine Seele bis auf den Grund, nicht war dir verborgen mein Wesen:
Als ich gebildet wurde im Dunkel, gewoben in den Tiefen der Erde, schon sahen deine Augen auf meine Taten.
In dein Buch sind alle geschrieben, festgelegt die Tage, ehe einer noch war,
Wie unergründlich sind mir, o Gott, deine Pläne, wie unermeßlich ist ihre Zahl!
Wollte ich sie zählen, sie sind mehr als Körner im Sand; und käme ich ans Ende, ich wäre erst am Beginn.

Vater unser

Gegrüßt seist Du Maria... den du im Tempel wiedergefunden hast. Heilige Maria...

Fürbitten

Großer Gott wir bitten für die abgetriebenen Kinder, nimm sie in Dein Reich auf 

Herr erbarme Dich

Wir bitten für die Eltern, die diese Schuld auf sich geladen haben, tröste sie und zeige ihnen Deinen Weg des Friedens und der Liebe

 Herr erbarme Dich

Wir bitten für die, die heute wieder ihren Haß über die ausschütten werden, die die Tötung so vieler Menschen verhindern wollen. Bekehre und heile sie.

Herr erbarme Dich

Salve Regina (gesungen auf der zentralen Medaille)

Lied: Maria breit den Mantel aus

Das Bild kommt von hier.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Maria von Schwarzrheindorf


Frischer Wind hat mir freundlicherweise die Himmelskönigin von Schwarzrheindorf fotografiert und geschenkt, die - wie ich finde - ein sehr liebes Gesicht hat.

Ich danke Dir.

Eine Gemeinde mit einer solchen Madonna kann trotz Event-Messe nicht ganz schlecht sein ;)

Dienstag, 2. April 2013

Viele Geschenke!


Nein, nicht an Ostereiern. Die Karwoche mit Ölberggebet, Karfreitag, Osternacht mit dem Beisammensein mit Leuten, die sich auch freuen daß Christus auferstanden ist, Ostersonntag und Ostermontag mit Gesang und Halleluja und Familie und nicht zuletzt gute Beichten machen etwas mit mir. Ich komme da heraus und verstehe mehr als zuvor von meinem Glauben.

Zum Beispiel die Ölberggebetsnacht von Gründonnerstag auf Karfreitag. Ich habe mich eingetragen für die ersten 2 Stunden. Mehr schaffe ich nicht, zum Schluß schlief ich fast im Sitzen ein, ich bin da auch nicht besser als die drei Jünger, die Jesus in dieser Nacht mit seiner Angst alleine ließen und einschliefen, anstatt mit ihm zu wachen und zu beten.

Und dennoch: Wir beteten diese Nacht in unserer Kirche in der kleinen Marienkapelle, die sonst kaum in Gebrauch ist. In dieser Nacht war es dort irgendwie familiär. Unsere sitzende Madonna mit dem Jesuskind auf dem Schoß in glattem Holz vermittelt den Eindruck von häuslicher Einfachheit. Unsere fast mannsgroße Ikone der Grablegung Christi, bei der Jesus von Maria, Maria Magdalena, Johannes und Petrus umgeben ist ist wie ein Bild von einer trauernden Familie - und plötzlich fühlte ich mich in diesem Raum ganz und gar familiär mit Jesus, der wie wir geboren wurde und eine Mutter hatte und wie wir gestorben ist: "Du bist ja wirklich unser Bruder!" und ich begann mit Jesus vertraut zu reden. "Aber wenn Du unser Bruder bist, wie kannst Du dann unser Richter sein?"

"Ich bin das Maß!"

Und das konnte ich unmittelbar verstehen. Wenn er das Maß  ist ist es vollkommen klar, daß wir nicht unmittelbar nach unserem Tod zu Gott gelangen können, sondern erst nach einer Zeit der Reinigung, im Fegefeuer eben, um uns Jesu Reinheit in der Liebe zu nähern.

Was diese Reinheit bedeutet wurde mir noch einmal klarer als ich den glorreichen Rosenkranz betete. Ich fragte mich warum es denn nicht reicht daß Maria von ihrem Sohn in den Himmel aufgenommen ist, sondern warum sie auch noch im Himmel gekrönt wird: Wie Jesus Christus war das Besondere an ihr ihre vollkommene Hingabe an den Willen Gottes. In der Esoterik bildet man sich viel darauf ein, daß man Dinge akzeptiert und nicht bekämpft, daß man mit seinem Lebensstrom fließt.

Um das Akzeptieren geht es auch bei unserem Glauben, um das Akzeptieren des Weges, den Gott für uns gedacht hat, wie immer er auch aussehen mag. Wir versuchen aber auf diesem unserem Weg nicht, uns selbst zu vervollkommnen, sondern so aufopferungsvoll lieben zu lernen wie Jesus das getan hat. Und wir versuchen Jesus so vollkommen zu lieben wie seine Mutter Maria das getan hat. Das können wir nicht alleine, deshalb bitten wir Maria um Hilfe.

Es ist das Problem der gefallenen Engel daß sie darauf bestehen, für immer den von Gott für sie gewollten Weg zu verweigern, und das ist die eigentliche Sünde, weil sie damit vor allem verweigern sich lieben zu lassen und Liebe zu geben. Sie weigern sich in den vollkommenen Kreis der Liebe einzutreten, den der Vater und der Sohn im Heiligen Geist ununterbrochen in dynamischem Austausch bilden, und in den sie uns einladen. Was wir anbeten und wohin wir wollen ist die vollkommene Liebe.

Das Bild kommt von hier.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtsgeschichte politisch unkorrekt


Diese sehr goldige Weihnachtsgeschichte aus Neuseeland läßt keine politisch unkorrekten Details aus. Es gibt nicht nur liebe Mädchen-Engel sondern auch Jungen-Engel im Kampftraining. Gabriel verkündet Maria im Küraß und mit 2 gekreuzten Schwerter, die ihm über die Schulter lugen die Geburt des Gottessohnes.

Und Gott ist männlich.

Vergeßt Gender! Ich habe jedenfalls lange keine Jungen gesehen die mit solcher Begeisterung Engel gespielt haben wie hier, wo sie es kämpfend und raufend tun dürfen. Sie sind so offensichtlich ganz in ihrem Element daß man den mieseprimeligen Genderpädagogen und Feministinnen eigentlich nur das Klonen von Mädchen anraten kann - anders werdet ihr dieses übermütige männliche Wesen nämlich nicht los. Einfach Klasse!

Montag, 8. Oktober 2012

Wie komme ich zu einer kompletten Heiligen Messe am Rosenkranzfest?

Ganz einfach: Ich gehe in eine tridentinische Messe. Gewidmet war die Messe den Armen Seelen im Fegefeuer, für die ich gerade regelmäßig bete. Es gab eine gute Predigt zum Beginn des Jahres des Glaubens und zum Schluß noch einen Eucharistischen Segen und ein Rosenkranzgesätz "Der in uns den Glauben stärke". Es gab Psalmentexte, Marienlieder, das Schuldbekenntnis und jede Menge ehrfurchtsvolle Anbetung.

Und ja - ich war mal wieder auf der Flucht vor den Kindergottesdiensten in unserer Pfarrei mit ihren windigen Liedchen mit schlechten Texten und schlechter Musik und einem Bandleader, der es schon fertiggebracht hat zur Wandlung "Scarborough Fair" zu spielen und am Schluß der Messe "Puff the magic Dragon" (Haschischlied) oder "San Francisco" (Hippielied). Keine Ahnung ob da irgendjemand vom Rosenkranzfest und der Schlacht von Lepanto gesprochen hat, ich wollte es nach dem letzten Kindergottesdienst aber auch keinesfalls ausprobieren und mir ein Fest, das mir so wichtig ist wie dieses durch Oberflächlichkeit verderben lassen.

Ja ich habe Gott auch dort schon getroffen, aber vor lauter Gehampel kommt man wirklich kaum dazu mit ihm zu reden und ihm zuzuhören :( Wenn man vom dreifaltigen Gott und dem Glauben der Heiligen Katholischen Kirche da mal einen Zipfel erwischen will muß man schon ziemlich schnell sein.

Daher flüchte ich ab und an und gönne mir die volle Dröhnung katholisch und fühle mich danach rundum geistlich satt.

Da ich das hier nicht nur für Insider schreiben will hab ich mal einiges verlinkt.

Das Bild kommt von hier.

Dienstag, 18. September 2012

Eine wahre Geschichte


Eine junge Frau, schwanger, noch unverheiratet, sucht mit ihrem Mann eine Wohnung in einer anderen Stadt, nachdem sie dort einen Studienplatz bekommen hat. Die Suche gestaltet sich sehr schwierig und sie versuchen alle Möglichkeiten. So kommt die junge Frau auf die Idee sich auch an Pro Familia zu wenden, denn schließlich heißen die ja als würden sie sich für Familien einsetzen.

Sie ruft zunächst dort an und erklärt ihnen das Problem, daß sie keine Wohnung finden und daß ihre Behelfswohnung bald ausläuft. Nachdem sie eine Weile gesprochen hat sagt ihr Gegenüber am Telefon: "Ach, Sie wollen gar nicht abtreiben!"

Ihr wird dann zunächst erklärt, daß Pro Familia bei einem solchen Problem eigentlich nicht so recht weiterhelfen könne sie solle aber trotzdem einen Termin vereinbaren. Sie geht also hin und muß sich dann folgendes anhören.

- Da sie ja nicht abtreiben wolle warum sie denn ihren Mann heiraten wolle, sie solle das doch auf keinen Fall tun, sie solle sich nur vorstellen sie würde arbeitslos dann könne der Ehemann ihr die Kinder wegnehmen.

-  Wenn sie sich von ihrem Mann jetzt trennen würde hätten sie sofort eine Wohnung für sie, für alleinstehende Mütter hätten sie Wohnungen, für Paare jedoch nicht.

Mir jedenfalls fällt trotz meiner Kenntis dieses Abtreibungsvereins da immer noch die Kinnlade herunter... Wann wird dieser Anti Familia Verein endlich abgeschafft?

Die gute Nachricht dabei ist, daß die junge Frau sehr genau wußte was sie wollte und entsprechend empört wegging. Sie hat ihren Mann geheiratet und sie bekamen einen Monat vor der Geburt von einer staatlichen Stelle endlich doch noch eine Wohnung.

Die Herbergssuche mit der Komplikation, daß man Maria auch noch überreden wollte sich von Josef zu trennen damit sie eine Bleibe bekommt.

Das Bild kommt von hier.

Mittwoch, 22. August 2012

Sehr dynamisch


Bei der Suche nach einem Bild zur Ehre von Maria Königin fand ich dies. Eine hochdynamische Madonna, die einem entgegenkommt aus einer kleinen Maria Königin Kapelle.

Das Bild kommt von hier.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Mein Vortrag in Mainz


Initiativkreis St. Thomas Morus
in der Diözese Mainz
in der Vereinigung der Initiativkreise 
katholischer Laien und Priester
im deutschen Sprachraum e.V.
in Zusammenarbeit mit
Pro Sancta Ecclesia Initiative kath. Laien und Priester e.V.

Vortrag:
Wie findet eine Feministin, Esoterikerin und Schamanin zur katholischen Kirche?
Ein Leben quer durch die Ideologien der letzten 50 Jahre
(Doris Mohrmann, Darmstadt)
Sonntag, 01.07. 2012, 15.00 Uhr
Pfarrei St. Joseph in Mainz
Pfarrheim St. Joseph, Eingang Raimundistraße
Vorher: 14.30 Uhr Andacht und Beichtgelegenheit in der Kirche St. Joseph
„Hat nicht Christus die menschlichen Traditionen korrigiert, 
die das Wort und den Willen Gottes zu überwuchern drohten? 
Ja, er hat es getan, 
um den Gehorsam zum wirklichen Willen Gottes, 
zu seinem immer gültigen Wort neu zu wecken. 
Es ging ihm gerade um den wahren Gehorsam, 
gegen die Eigenwilligkeit des Menschen. 
Und vergessen wir nicht: 
Er war der Sohn, 
mit der einzigartigen Vollmacht und Verantwortung, 
den reinen Gotteswillen freizulegen, 
um so den Weg von Gottes Wort in die Welt der Völker zu eröffnen.“
(Papst Benedikt XVI., Predigt am Gründonnerstag 2012)

Der Vortrag im Juli bietet die Gelegenheit zur Begegnung mit Frau Doris Mohrmann und ihrer außerordentlichen Biographie. Frau Mohrmann - mit 14 Jahren gläubig baptistisch getauft – verlor während der Studentenbewegung in den 1968er Jahren, die sich für sie in der Frauenbewegung fortsetzte, ihren christlichen Glauben. Sie war 25 Jahre Mitglied einer esoterischen Sekte. Durch Begegnungen mit der unsichtbaren Welt begann sie, dem Erzengel Michael und der Gottesmutter Maria zu vertrauen und fand den Weg in die katholische Kirche. Als sie als verlorene Tochter gerade im Haus des Vaters – die katholische Kirche – angekommen war, musste sie bald feststellen, dass dort viele seit Jahren damit beschäftigt waren, dieses Haus auszuräumen.



Die Erfahrungen der Referentin mit den wechselnden Ideologien in- und außerhalb unserer Kirche sind in vieler Hinsicht beispielhaft für die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte. Ihr sehr persönliches Glaubenszeugnis geht daher weit über ihre Person hinaus. Es berührt, rüttelt auf – und regt zum Handeln an. 
Ganz herzlich grüße ich Sie im Namen des Sprecherkreises,
Ihre Myriam Heger

V.i.S.d.P.: Myriam Heger, Flensburgerstr 6, 55252 Mainz-Kastel,
Fon / Fax: 06134 / 230285, thomas-morus-kreis@gmx.de

Das Bild kommt von Wikipedia und ist die Mainzische Madonna in St. Leonhard in Frankfurt/Main

Sonntag, 27. Mai 2012

Hilfe für Esoteriker und andere Unglückliche

Ein Foto auf der Facebookseite von Herrn Pfarrer Jolie und die sich daran anschließende Diskussion (Wer mit ihm auf Facebook befreundet ist kann das hier sehen) haben meine Erfahrungen nach meinem Eintritt in die katholische Kirche wieder hochkochen lassen. Pfarrer Jolie hat ein Foto des Heiligen Petrus des Exorzisten auf seine Seite gestellt und dazu geschrieben daß es im Bistum seit dem Jahr 304! :) keine Exorzisten mehr gebe. Domkapitular Dr.Peter Hilger hat daraufhin mitgeteilt, daß er im Auftrag von Kardinal Lehmann an dem Aufbau der nötigen Strukturen arbeite und sie auch schon Menschen hätten helfen können.

Das traf nun aber keineswegs meine Erfahrungen mit dem Bistum Mainz. Ich war zunächst von Maria im Rahmen meiner schamanischen Arbeit "besucht" worden und hatte mich dann mit dem römischen großen Katechismus an die katholische Kirche herangeschlichen. Wie sich das gehört stand dort alles drin was dazu gehört. Himmel und Hölle, Engel und Teufel, die sichtbare und die unsichtbare Welt und natürlich die Madonna. Ich begriff die Logik und Schönheit des katholischen Glaubens, und der Pfarrer, mit dem ich darüber verschiedene Gespräche hatte, sagte mir auch nichts Gegenteiliges. Erst nach ca. einem Jahr nach meiner Firmung stellte ich fest, daß das was im Katechismus stand so weder gelebt noch gelehrt wurde. Man drückte sich um bestimmte Themen und um bestimmte Personen - und das waren leider genau die, die mich zurückgebracht und während der Zeit meiner Trennung von meiner esoterischen Sekte beschützt und geleitet hatten: Maria und der Erzengel Michael.

Nun war ich also zu Jesus Christus zurückgekehrt, aber die Altlasten waren ja deshalb noch nicht weg. Ich hatte immer noch jede Menge finstere Gesellen an der Backe, die mich oft um meinen Schlaf brachten und, im Gegensatz zu früher bei den Esoterikern, keine Menschen mehr, die genau wie ich verschiedene Wesen sahen, fühlten und in etwa einschätzen konnten. Es gab plötzlich niemanden mehr, der mir da geholfen hätte und meine esoterischen Freunde fielen naturgemäß aus, da ich dem aufgrund verschiedener Erfahrungen nicht mehr vertrauen konnte.

Der Pfarrer meiner Gemeinde erinnerte sich erstaunt, daß ja im großen Glaubensbekenntnis auch von der unsichtbaren Welt die Rede ist und teilte mir ansonsten mit, daß er noch keinen Engel gesehen habe - ah ja. Er wußte auch niemanden, mit dem ich reden konnte um Klarheit zu gewinnen auf wen oder was ich mich in Esoterik und Schamanismus eigentlich eingelassen hatte und auf welcher Seite sie standen. Ich fragte mich über Monate durch und wurde von einem zum nächsten geschickt. Eine Freundin (eine Rückkehrerin) erzählte mir in diesem Zusammenhang auch von einer Stelle für Sektengeschädigte in Mainz auf der offiziellen Homepage des Bistums. Ich rief an und erzählte kurz von meinen Erfahrungen, der Zuständige sagte: Sie glauben an Naturgeister (Nein, tat ich nicht, ich habe sie gesehen und mit ihnen zusammengearbeitet), na dann will ich Ihnen Ihren Glauben nicht nehmen. Er könne mir allerdings nur eine psychologische Behandlung anbieten. Dann machte er dicht und ich stand wieder alleine da. Wozu zum Donner gehe ich zu einem Priester? Jedenfalls nicht für eine psychologische Behandlung!

Liebe Leute, was denkt Ihr Euch eigentlich? Da hängen jede Menge Menschen dick in der Esoterik drin, suchen darin verzweifelt nach Leitlinien und Hilfe für Ihr Leben und ich kann Euch versichern, daß, je mehr sie sich hineinhängen sie desto unglücklicher werden. Statt Ihnen nun die Klarheit des christlichen Glaubens zu bringen verleugnet ihr nicht nur gerade die Gestalten Eures Glaubens, die da Hilfe und Schutz bringen können sondern versucht es selbst auch noch mit ein bißchen Esoterik, weils gerade so modern ist. Die katholischen Bildungsstätten sind voll von Seminaren wo man Reiki, Hatha Yoga und was nicht noch alles lernen kann. Und? Wißt Ihr nicht wie viele Menschen es gibt, die an esoterischen Praktiken und daran, daß sie "gechannelt" haben, ohne zu wissen wem sie da welche inneren Türen geöffnet haben, verrückt geworden sind? Und ich? Ohne meine Erfahrung mit Maria und dem Erzengel Michael hätte ich das nicht durchgehalten von Euch so alleine gelassen zu werden. (Die Hilfe des Erzengels wurde mir noch von einer Esoterikerin (!) angeraten - und hätte ich von den "modernen" Christen denn überhaupt davon erfahren?) Für die meisten von denen, die mir doch eigentlich hätten Klarheit und Hilfe geben sollen waren meine Erfahrungen eher spannend oder halt verrückt. Wieso glauben eigentlich ausgerechnet Christen, daß Menschen, die der falschen Seite alle Türen geöffnet haben sie nichts angehen?

Ich hoffe sehr, daß das woran Domkapitular Dr.Peter Hilger arbeitet hier endlich wirksame Abhilfe schafft - und daß es dann auch mal so weit kommt, daß man beim Bistum anrufen kann und selbstverständlich an kompetente Priester weitergeleitet wird - anstatt Menschen wie ich es war einfach auflaufen und abtropfen zu lassen!

Samstag, 19. Mai 2012

Sehr schöne Madonna

in der Maria Hilf Kirche, in der wir heute morgen die gregorianische Messe gefeiert haben. Es handelt sich um ein Mosaik und ist daher in natura brillanter als auf dem Foto.

Durch und mit Maria zu Christus.

Hier der link.

Montag, 14. Mai 2012

Laßt uns eine Lourdesmadonna aufstellen und eine Grotte für sie bauen!

Wo? Na zum Beispiel in unserem Pfarrhausgarten. Wie ich darauf komme?
 Durch diesen Artikel von Martin Mosebach in der Vatican:

Offenbarung in Gips: Die Lourdes-Madonna 
Wäre sie doch dem Fra Angelico erschienen. Doch sie kam Jahrhunderte später. Und hatte offenbar nicht vor, ein Kunstwerk zu werden.Warum aber die „Kommodenheiligen“ dennoch mehr sind als nur Kitsch. 
Kurz zusammengefaßt beschreibt er wie die römisch-katholische Kirche sich von der Heiligendarstellung mittels Ikonen, die ja immer gleich aussehen müssen und deshalb nicht gemalt sondern „geschrieben“ werden, abwandte. Durch Jahrhunderte haben sich dann Künstler an der biblischen Thematik ausgetobt oft auch mit einer Glaubensgrundlage Marke Eigenbau bis sie sich anderen Themen zuwandten. Und dann kam die Lourdes-Madonna! 

Der bürgerliche Aufsteiger – und wer wäre das nicht – fürchtet den Kitsch, weil er sich in seiner Geschmacksunsicherheit entlarvt sehen könnte – unsere pauperistischen und minimalistischen Interieurs sprechen auch von der Sorge, durch größere Opulenz womöglich in eine Kitschfalle zu geraten und sich von Geschmacksrichtern der Kleinbürgerlichkeit überführt zu sehen; das kann einem in einem leeren Raum natürlich nicht passieren. Aber der Kitsch ist stark und überlebt in unserer Welt auch die rigidesten Vorsichtsmaßnahmen. Längst kennen wir den kahlen Kitsch, den sauren Kitsch, den grünen Kitsch, den Betroffenheitskitsch und den Authentizitätskitsch und jede dieser Spielarten ist viel schwieriger aufzuspüren und bedarf eines erheblich geschliffeneren Geschmacks zu ihrer Entdeckung als die Lourdes-Madonna in ihrer ungeschützten naiven Unschuld. Sie schützt sich nicht, die Lourdes-Madonna, aber sie kann beschützen. Cordelia Spaemann, die verstorbene Frau des Philosophen Robert Spaemann, sagte, dass der Devotionalienkitsch der Wallfahrtsorte, an der Spitze die Lourdes-Madonna, der Schutzwall sei, mit dem die blasierten Ästheten – sie sprach von „Ästhetenpack“ – dem Heiligtum ferngehalten würden.
 
Schieben wir also die gesamte Frage des Kitsches bezüglich der Lourdes-Madonna mit der angemessenen Grobheit zur Seite und schauen wir dem nackten Faktum ins Auge, dass es im ganzen zwanzigsten Jahrhundert nicht eine einzige künstlerische oder kunsthandwerkliche Schöpfung gab, die derart eindeutig, allgemeinverständlich, nationen- und kulturenübergreifend funktional im liturgischen Sinn und identifizierbar katholisch gewesen wäre wie die Lourdes-Madonna. Ihr anonymer Schöpfer besaß dieselbe formstiftende Genialität wie der Zeichner der Mickey Mouse und der Entwerfer des Coca-Cola-Schriftzuges.
Wo die Lourdes-Madonna steht, ist die katholische Kirche. Angesichts solcher Durchsetzungsgewalt – und wie sanft ist diese Gewalt! – schnurrt jedes Geschmacksurteil über sie zum höchst belanglosen persönlichen Schön- oder Hässlichfinden zusammen. ...  Von der großen alten Kunst Europas ist sie genauso weit entfernt wie von der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts, für avancierte Kunstkritiker des neunzehnten Jahrhunderts war sie Dienstmädchenkunst, für westeuropäische Liturgieexperten des zwanzigsten Jahrhunderts ist sie nur für Polen und Afrikaner tauglich. Das ist ein gutes Zeichen für ihre Lebensfähigkeit.   
Sag ich doch, ein „Hoch“ auf den religiösen Kitsch, denn er ergreift nicht nur das Herz sondern bringt das Heilige dort hin, wo es gebraucht wird, nämlich in den Alltag der Menschen: In die Schlafzimmer und Kirchennischen und selbstgebauten Gartengrotten. 
Also laßt uns eine Lourdesmadonna in unseren Pfarrhausgarten stellen - samt Grotte! 
Das Bild kommt von hier.

Freitag, 4. Mai 2012

Zwischen diese beiden paßt kein Blatt Papier

Gestern habe ich abends vor dem Schlafengehen Marias Lied gesungen, das sie nach der Empfängnis durch den Heiligen Geist sang als sie Elisabeth traf:

Meine Seele preist die Größe des Herrn
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten
und zerstreut die im Herzen voll Hochmut sind.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben,
und läßt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seine Knechtes Israel an,
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Danach habe ich ein Gesätz vom Rosenkranz gebetet. Vor lauter Gerenne habe ich das in letzter Zeit abends nicht mehr gemacht. Immer wenn ich abends Rosenkranz bete merke ich wie angespannt ich vorher war und wie ich beim Beten loslassen kann.

Dann haben wir heute abend in der gregorianischen Messe noch Marienlieder gesungen und prompt habe ich mir angesichts meiner Begeisterung für Maria Sorgen gemacht ob ich da nicht Jesus vernachlässige und er mir deswegen böse ist. Aber so etwas wie Eifersucht zwischen diesen beiden gibt es überhaupt nicht, da ist nur Liebe und völliger Gleichklang. Bitte ich Maria so bitte ich Jesus Christus. Das ist so schön.