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Freitag, 5. Februar 2016

Niemand sonst als wir wird den Christen helfen.


In Verbindung mit diesem Artikel bei Kirche in Not fiel mir wieder auf, daß ich die deutschen Katholiken einfach nicht verstehe. Ich habe bereits im August 2014 hier darum gebeten ein weltweites Gebet und Fasten auszurufen angesichts der Christenverfolgung besonders im Nahen Osten. Dann habe ich viele Monate darauf gewartet, daß mindestens bei den Fürbitten die verfolgten Christen genannt werden. Irgendwann - spät - wurde dann zumindest für die Menschen gebetet, die in Not sind durch Flucht und Vertreibung und Krieg.

Sicher braucht jeder, der so etwas erlebt, welcher Religionszugehörigkeit auch immer, Gebet. Aber die verfolgten Christen sind unsere Brüder und Schwestern! Gehen wir mit unseren leiblichen Brüdern und Schwestern denn so um, daß wir sie unter "ferner liefen" einordnen wenn sie leiden? Das kann es doch nicht sein!

Und es kann auch nicht sein, daß wir nur im Nahen Osten helfen weil die Christen besser dort bleiben sollten. Wenn sie nach Deutschland kommen brauchen sie Hilfe und Schutz. Ich sehe nicht, daß es außer in privat organisierten Ausnahmefällen Hilfe für die Christen gibt, die es bis hierher geschafft haben und nun in den Flüchtlingsheimen durch ihre Verfolger weiter misshandelt werden. Es gibt keine Initiativen, soweit ich sehen kann,  z.B. Christen aus den Heimen zu holen und ihnen privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen oder sie in kirchlichen Einrichtungen unterzubringen.

Man will niemanden diskriminieren? Es sind doch alles Menschen? Ja es sind alles Menschen - und dennoch...

Die Christen, die in Kirchen rund um Syrien kampieren, weil sie auch in den Flüchtlingscamps verfolgt werden, fragen: Habt Ihr uns vergessen? Warum helft Ihr uns nicht?

Sind wir so politisch korrekt geworden daß wir nicht einmal dezidiert für unsere Brüder und Schwestern beten und schon gar nicht ihnen gezielt helfen? Oder wie soll ich das verstehen?

Niemand sonst als wir wird den Christen helfen. Politisch korrekt wurden von Staats wegen extra Heime für schwule Flüchtlinge eingerichtet, damit sie vor Verfolgung geschützt sind, während von offizieller staatlicher Seite von Christen verlangt wird, sie sollten gefälligst Toleranz lernen, indem sie mit ihren Verfolgern friedlich zusammenleben. Wie zynisch ist das denn?

Es gibt Hilfe für syrische Christen, die von der syrisch orthodoxen Kirche in Deutschland organisiert wird und es gibt Hilfe für Yeziden, die von yezidischen Organisationen kommt. Und ich weiß von Christen die sich allgemein in Flüchtlingsheimen engagieren, aber direkte Hilfe für unsere christlichen Brüder und Schwestern auf deutschem Boden? Gibt es die?

Ich wäre froh wenn es das gäbe, vielleicht kann hier ja jemand Informationen dazu geben? Anregungen, wie man helfen könnte etc.?

Das Bild kommt von hier.

Dienstag, 30. Juli 2013

Statement zu Franziskaner der Immaculata

von hier. Ebenso wie das Bild.

The FI’s (Franziskanische Brüder der Immaculata) and Pope Francis:
Updated Posted on July 29, 2013 by frangelo

 It was reported in the Catholic online press today that our religious community, the Franciscan Friars of the Immaculate, has been assigned an Apostolic Commissioner by the Sacred Congregation for Institutes of Consecrated life. Pope Francis has ordered the decree which goes into effect on August 12.

Pope Francis has also severely restricted our use of the Extraordinary Form of the Mass, and this has been reported by a major italian journalist as a “contradiction” of Pope Benedict’s permission granted in the motu proprio Summorum Pontificum. This is an unfortunate instance of an overeager journalist sensationalizing something he can only speculate about.

The restrictions on our community are specific to us and have been put in place for reasons specific to us. Pope Francis has not contradicted Pope Benedict. The visitation of our community began under Pope Benedict and the Commission was recommended by Cardinal João Braz de Aviz who was appointed to the Congregation by Pope Benedict. What is being reported in the press and what has actually transpired within our community over the course of a number of years are two different things.

Many of us—I would hope most of us—Franciscan Friars of the Immaculate, welcome the Holy Father’s intervention into our life and trust fully that Holy Mother Church knows exactly what she is doing, even when the journalists do not. We entrust ourselves to her care, just as we do to the Immaculate. Please pray for our Institute. 

Update: Many of the comments in the blogosphere about Pope Francis concerning his decision in regard to our Institute are simply disgraceful, and “justified” by the most tenuous rationalizations. He is the Vicar of Christ. It is less than twenty-four hours since this hit the Internet and so many think they have got it all figured out. I have also seen sheer fabrications about the situation in our Institute within some of these comments. May God have mercy on us. Thank God for all the holy popes we have had for the past fifty years, who all have had much to suffer.


Und jetzt reißt Euch mal zusammen die ganze Truppe. Hetze aus welcher Richtung auch immer gegen welchen Papst auch immer bleibt Hetze - ganz gleich von wo sie kommt!

Donnerstag, 27. Juni 2013

Ich war lange nicht so sauer



wie jetzt nach den Urteilen über die Homo-"Ehe" hier und in U.S.A. Mein Mann erzählte mir, daß er mal wieder im Auto Rotfunk gehört hat und sie sich dort alle überschlagen, wie großartig diese Urteile seien. Der Gipfel ist das Interview mit einem schwulen Paar, daß sich von den Zahlungen, die ja rückwirkend erbracht werden, jetzt eine Eigentumswohnung kaufen kann.

Und da fällt mir so einiges aus meinem eigenen Leben ein. Als unsere Kinder klein waren haben sie uns von Staats wegen jahrelang das Existenzminimum besteuert. Kann mich nicht erinnern daß wir davon etwas zurückbekommen haben nachdem diese Besteuerung qua Urteil abgeschafft wurde. Dann gab es Kindergeld in einer Höhe, das man schon Hohn und Spott nennen kann und dann haben wir uns durchgeschlagen, ich immer mit Halbtagsjob weil es eben doch so ist, daß Kinder wenigstens einen Elternteil brauchen, der da ist wenn sie nach Hause kommen, und das auch noch in der Pubertät oder gerade auch dann.

Und da wird dann das Trümmerfrauenurteil, von dem ja wohl keine einzige Trümmerfrau je etwas gehabt hat so unzureichend und spät umgesetzt, daß Frauen, die Kinder ab 1992 geboren haben, 3 Jahre pro Kind für ihre Rente angerechnet werden, mir wird 1 Jahr pro Kind angerechnet und wenn die Frauen mit den Kindern ab 1992 in Rente gehen ist wahrscheinlich eh nix mehr da und sie bekommen auch nichts. Wahlweise sind die 3 Jahre bis dahin auch wieder abgeschafft, weil Mütter ja nicht arbeiten, auch wenn sie rund um die Uhr für ihre Kinder da sind, sondern Saufnasen sind, die den ganzen Tag vorm Fernseher sitzen.

Dann höre ich, daß Schwule rückwirkend großzügig beschenkt werden, also Menschen, die sich ihr Leben lang um nichts als um sich selbst gekümmert haben, die sozusagen automatisch "Dinkies" (Double Income/No Kids) sind und deren rückwirkende Zahlungen, offenbar weil sie genügend Zeit hatten um beide arbeiten zu gehen, so hoch sind, daß sie sich von den Zahlungen eine Eigentumswohnung kaufen können.

Gebt mir eine Demo für die Familie und ich gehe hin. Ich bekomme große Lust ein paar alte rüde Demonstrationsmethoden wieder aufleben zu lassen. Wie wäre es denn ein paar ordentliche Watschen öffentlichkeitswirksam zu verteilen? Und das ganz ohne sich von der Stasi bezahlen zu lassen wie Beate Klarsfeld. Eine ordentliche Ladung Schweinemist an ausgesuchten Stellen abzukippen wäre auch eine gute Idee.

Wie lange eigentlich sollen wir uns als Mütter und als Familien, die wir dieses Land erhalten, eigentlich noch übervorteilen lassen und uns dazu auch noch ausgerechnet von denen beschimpfen lassen die sich nur um ihre eigene Selbstbefriedigung kümmern?

Ich will La Manif pour tous auch in Deutschland!

Montag, 13. Mai 2013

Bloggertreffen 2013


Da ich gerade mal wieder ziemlich viel zu tun hatte habe ich 2 Tage vor dem Bloggertreffen festgestellt, daß es 1) dieses Wochenende stattfindet und 2) daß ich mangels Beschäftigung damit überhaupt nicht weiß warum ich eigentlich dorthin fahre.

Na jetzt weiß ich es.

Es war interessant, lustig, tröstlich.

Interessant weil es neue Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Bloggern und offiziellen katholischen Stellen aufzeigte. Interessant auch der Einblick in Zwänge und Rücksichten, unter denen diese Offiziellen in vieler Hinsicht arbeiten. Es hat ein gutes Stück von Distanz zu ihnen weggenommen. Da lob ich mir schon das Bloggerleben, in dem man selbst entscheidet wie und wann und über was man schreibt, ohne daß man gleich die versammelte Presse an der Backe hat, die einen "grillt".

Lustig weil es schön war so viele von ihnen wieder zu sehen - trotzdem ich die anderen Blogger so selten sehe fühle ich mich ihnen verbunden - ich habe neue Freunde gewonnen - und außerdem können wir richtig gut zusammen feiern. Braut des Lammes: Wir haben Dich vermisst!

Tröstlich weil man unter Leuten ist, mit denen man beten und die Heilige Messe feiern kann, die am selben Strang ziehen, Leute, für die Mission kein Unwort ist, weil sie genau das tun wollen: Missionieren. Mit Gottes Hilfe und nach besten Kräften und mit größtmöglicher Zusammenarbeit untereinander und in unserer Heiligen katholischen Kirche.

Norbert Kebekus gebührt ein extra Dank, daß er sich immer wieder bemüht Türen zu öffnen und Leute zusammenzubringen, die sich von ihrem Milieu her eher fremd sind und sich nicht unbedingt gleich herzlich umarmen, deren Zusammenarbeit aber neue Wege öffnen kann.

Und Andreas Püttmann redete von einer Kirche, die zwar kleiner werden würde aber dafür mehr leuchten und wie er das sagte hat einen Nerv bei mir getroffen. Ich fühlte mich getröstet und ermutigt. Vielen Dank.

Das Bild kommt von hier. (Mangels beeindruckender bunter Netzwerkgrafik ein Sternenhaufen ;) )

Beiboot Petri hat wohl derzeit die aktuellste Linkliste zu den anderen Bloggerberichten.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Ich schulde Euch

eine Erklärung, warum ich meinen Post vom 3.12. offline genommen habe. Es gibt mehrere Gründe, einer ist, daß es hier unterschiedliche Ansichten darüber gibt wie man mit der Presse umgeht. Die Nerven liegen hier ziemlich blank durch die ganze Hetze. So hat man zunächst versucht aus den Schlagzeilen zu kommen, indem man die Bombendrohung vom 1.12. geheim zu halten versuchte. Na ja, hat, wie zu erwarten war, nicht funktioniert. Zum Glück war es scheints nicht nur ich mit meiner großen Klappe, die die Presse auf die Spur gesetzt hat.

Aber über das Thema die Klappe halten werde ich dennoch erst mal, auch wenns schwer fällt - kkkrrrnsch :)


Samstag, 17. November 2012

Kreuznet und eine Bitte um Gebet

Eine Allianz aus Linken, Schwulenorganisationen und Feministinnen hat sich in den letzten Jahren die Deutungshoheit über Moral, Lebensstil und Anstand erkämpft. Diesen gesellschaftlichen Gruppen gefällt es, sich als Verfolgte und Entrechtete auszugeben oder diese zu verteidigen, obwohl sie längst selbst an den Schalthebeln der Macht sitzen. Da nun Kreuznet einen der ihren angegriffen hat nutzen sie das als Möglichkeit wieder einen Shitstorm gegen die katholische Kirche loszubrechen - den hatten wir ja in den letzten Jahren auch noch nie *Ironiemodus aus*. Sie kommen nicht sofort an die Macher von kreuz.net heran wollen aber möglichst schnell ein Opfer um zu demonstrieren wer hier das Sagen hat.

Was kommt da günstiger als ein engagierter Priester, der auf einer Internet-Seite kommentiert hat, die sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Haßseite entwickelt hat. Herr Pfarrer Jolie hat keine Haßtiraden geschrieben, sondern er hat das Internet aus dem Grund genutzt aus dem wir alle es nutzen:

Die Presse ist mehrheitlich in linker Hand und man kommt mit seinen Anliegen nirgendwo mehr zu Wort, diese werden einfach qua Pressemacht abgeblockt wenn man Glück hat, wenn man kein Glück sieht man sich einer Meute von übelwollenden Journalisten gegenüber, die sich mühen dein Leben zu zerstören.

Hinzu kommt eine katholische Kirche in Deutschland, die seit Jahrzehnten Papsttreue bestraft und frommen Priestern schon in den Priesterseminaren das Leben schwer macht. Und auch die katholische Presse ist in vieler Hinsicht gleichgeschaltet.

Was also bleibt wenn man nicht die Macht und das Geld hat um eine eigene Presse auf die Beine zu stellen ist das Internet.

Es ist fast die einzige Möglichkeit sich auszutauschen und Allianzen zu bilden, vorbei an den herrschenden Gruppen.

Das Internet ist ein großer Segen wenn man mit totalitären Strukturen konfrontiert ist. Es besteht aber auch die Gefahr daß man sich auf Leute einläßt, die sich als problematisch herausstellen. Das ist hier geschehen. Eine Zeitlang war Kreuznet ein Forum wo man sich angesichts einer geschlossenen Medienlandschaft äußern und austauschen konnte. Es ist es nicht mehr.

Ich hoffe sehr, daß sich das Ordinariat in Mainz hinter einen Priester und Seelsorger im besten Sinne des Wortes stellt, der vier Gemeinden zusammenhält, aus dessen Gemeinden immer wieder Berufungen zum geweihten Leben hervorgegangen sind und der in einzigartiger Weise altes und modernes miteinander verknüpft. Einen solchen Priester dem Drängen einschlägiger Medien und Interessengruppen zu opfern, die schon seit langem versuchen die katholische Kirche zu zerstören wäre völlig sinnlos, denn der gefräßige Mainstream wird danach nur das nächste Opfer verlangen und suchen.

Die katholische Kirche hat den Bedrohungen des Dritten Reiches standgehalten, sie kann auch dem gegenwärtigen Totalitarismus standhalten anstatt sich immer weiter zurückdrängen zu lassen.

Ich habe mich auf die Webseite des Gmünder-Verlags, eines Hardcore-Schwulenporno-Verlags, geklickt und habe diese mindestens so schnell wieder geschlossen wie ich das mittlerweile bei Kreuznet tue.

David Berger und Herr Gmünder haben in der SZ gesagt, man solle für sie beten. Ich halte das für eine Provokation. Nachdem ich allerdings die Website des Gmünder-Verlags gesehen habe denke ich wir sollten wirklich für sie beten, sie haben das eindeutig sehr nötig.

Ich bitte also um Euer Gebet für unseren Landpfarrer, für die Macher von Kreuznet und auch für David Berger, Herrn Gmünder und die anderen die in der Person unseres Pfarrers die katholische Kirche verfolgen.

Das Bild kommt von hier und mußte einfach sein.

Sonntag, 4. März 2012

Mein Programm für diesen Blog

Ich hatte mir schon selbst einen link aus einer Veröffentlichung auf meinen Computer geschickt um mich (mal wieder) aufzuregen und stellte dann fest, daß ich einfach keine Lust dazu hatte das schon wieder zu tun. Es war mir zuwider.

Im neuesten Rundbrief des Instituts St. Philipp Neri, Berlin greift Probst Dr. Goesche unter "Askese beim Unkrautjäten" genau dieses Problem auf. (Der Rundbrief ist leider noch nicht online, ich zitiere daher einige Stellen, ansonsten: www.institut-Philipp-Neri.de):

Probst Goesche berichtet zunächst wie froh er als junger Priester um einen älteren Mitbruder war, der sich die ganzen Mißstände, mit denen die jungen Priester konfrontiert wurden verständnisvoll anhörte, sie jedoch irgendwann dazu aufforderte mit den Klagen aufzuhören, worunter der Probst dann litt.

"Ein Vierteljahrhundert später denke ich immer noch, man darf nicht so tun, als ob es die Mißstände nicht gäbe. Wir dürfen das Elend unserem Herrn und Meister vor Augen stellen, wir dürfen auch mit geeigneten Personen darüber sprechen. Aber der ältere Mitbruder hatte doch nicht unrecht. Wenn wir dabei stehen bleiben, kann uns die Traurigkeit erdrücken, oder es entwickelt sich eine Lust am Skandal. Es besteht auch die Gefahr, in sehr ungeistlicher Weise gegen alles zu sein, was "die" da so machen. Nur Dagegensein wird fruchtlos bleiben, ja, es kann geschehen, daß man sich von den Kategorien, den Tagesordnungspunkten, dem Tempo und der Tonart des Gegenübers bestimmen läßt. Man fühlt sich vielleicht sehr anti-modernistisch, aber diese Art des Anti-Modernismus ist nur noch ein Siegelabdruck des Petschaftes Modernismus.

Gläubig zu sein heißt, die Wirklichkeit zu sehen wie sie ist - allerdings im Licht des Heiligen Geistes. In diesem Licht hat der Hl. Thomas von Aquin erklärt, daß das Böse nur eine ... Beraubung des Guten ist."

Probst Goesche zitiert das Gleichnis vom Feind, der Unkraut zwischen den Weizen sät. (Matth. 13, 24-30) Dort verbietet der Herr das Unkraut vor der Ernte auszuraufen, da sonst die gute Saat beschädigt werden könnte.

"Unser christliches Leben ist eben kein Unkrautjäten. Wenn wir gegen das Böse ankämpfen, dann zuerst bei uns selbst. Aber auch da ist die Flucht zu schöneren und besseren Zielen oft das beste Mittel. ... Nur die größere Liebe zu Christus, der Blick auf ihn, wird heilen - nicht der Blick auf meine Schwächen.

Aber zurück zum Leiden an den Mißständen in der Kirche: Oft haben wir das Gefühl, nichts, aber auch wirklich gar nichts, dagegen tun zu können. Aber damit sind wir schon in der Falle des Versuchers, der uns zu modernem Aktivismus lockt.....

Die Menschen dieser Welt halten es für das Entscheidende, Strukturen zu ändern. .... Aber wir dürfen uns nicht irre machen lassen: Gute Strukturen sind wichtig und viele Strukturen, die heute vor allem in der deutschen Kirche eingerichtet werden, sind fragwürdigen Urprungs und lassen schlimme Folgen befürchten. Dennoch sind Herz und Geist des Menschen entscheidend. Auch die beste Vorschrift und deren entschiedenstes Durchsetzen nützen nichts, wenn dem Menschen die Einsicht, ja,vielleicht sogar der Glaube fehlen. Darum brauchen wir das Gebet zum Heiligen Geist, der allein die Tiefe des menschlichen Herzens erreichen kann, und wir brauchen das Aufleuchten der Schönheit und Wahrheit des Glaubens an Jesus Christus, der das Gemüt erwärmt und den Geist erleuchtet. Nach einer solchen Umkehr, auf die unser Heiliger Vater so offensichtlich setzt, schmelzen falsche Strukturen so wie die Berge, die nach dem Psalmisten wie Wachs vor dem Angesicht des Herrn schmelzen. (vgl. Psalm 96,5)
...
Alles Gute, das wir in der Kirche unterstützen - vom Papst bis zu den kleinsten Aufbrüchen - ist tausendmal mehr wert, als die eloquenteste Klage über das allgegenwärtige Elend unserer Kirche.
...
Ja, wir dürfen uns ausweinen, vor dem Tabernakel oder auch bei Vertrauten. Manches Unheil konnte in den letzten Jahren auch nicht ins Kraut schießen, weil es einen Aufschrei der Empörung im Internet und in anderen Veröffentlichungen gab. Dennoch ist es für die Gewissenserforschung von uns allen, denen die organische, der Überlieferung treue Entwicklung der Kirche am Herzen liegt, sicher heilsam zu prüfen, ob unser eigentliches Anliegen das kraftvolle Wachsen des Weizens ist. Das Leiden mit Christus, das Streben nach Heiligkeit, die Förderung und Wertschätzung kleiner Schritte und schließlich vor allem die Bezeugung des Glaubens nach dem Vorbild des Papstes sind wichtiger als Unkrautjäten..."

In diesem Sinne werde ich mich also jetzt bemühen meinen Blog zu gestalten - auch eine Form des Fastens.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Schwester Robustas Vorbild




ist eindeutig Mutter Angelica, die Gründerin des Fernsehsenders EWTN.

Bimm, bamm, klatsch!




Ihr habt keinen Gott, kein Dogma, keine Glaubenslehre und keine Autorität. Ich empöre mich über eure Versuche, den Katholizismus der Kleinen, Armen und Älteren zu zerstören. Eure Katechismen sind so verwässert, dass sie nichts anderes mehr besagen, als "liebe deinen Nächsten". Nein, zuerst muss man Gott lieben!

Ich dachte nicht, daß Katholiken so deutlich werden können, selbst nicht nach meinen Erfahrungen mit der Blogoszese :). Offenbar hat Schwester Angelica eine sehr kreative Variante des Zorns wenn man sieht was sie auf die Beine gestellt hat.

Samstag, 11. Juni 2011

Achtung! Zeitzünder bei Echo Romeo




Wenn ihr unbedingt vorm Schlafengehen noch einen großen Lacher braucht. Hier!

So kommts wenn man sich ständig in die Tasche lügt.

Montag, 16. Mai 2011

Böse Missionare?



Ein bedeutsamer Teil meiner Hinwendung zum besonders indianischen Schamanismus war die heute noch verbreitete Idee, christliche Missionare hätten die alten Stammeskulturen und -sitten ausgelöscht indem sie ihnen das christliche Menschenbild aufoktroyierten. Hier gibts einen interessanten Artikel dazu in Bezug auf Australien.






Die Anthropologen haben teilweise Recht, wenn sie sagen, daß die ursprüngliche Sexualmoral der Aborigines anders als jene der Christen ist. Bei den Aborigines wurden die Ehen bereits zum Zeitpunkt der Geburt eines Kindes von den Eltern bestimmt. Kaum kamen die Mädchen in die Pubertät wurde die Heirat gefeiert und vollzogen, häufig bereits wenn sie erst acht oder neun Jahre alt waren. Frauen genossen bei den Aborigines keineswegs dieselben Rechte und dasselbe Ansehen der Männer. Sie waren häufig Opfer von Infantizid, weil die Stämme in Zeiten von Hungersnot und Kriegen es vorzogen, die männlichen Nachkommen durchzubringen, und von sexuellem Mißbrauch.

Das Bild habe ich von hier.

Samstag, 9. April 2011

Gesinnungsterroristen



Der Predigtgärtner hat ein Video eingestellt, das zeigt wie der belgische Erzbischof Léonard wiederholt von Schwulen mit Torten traktiert wird. Offensichtlich sind die ach so verfolgten Schwulen ganz groß darin die, die ihre Ansichten und ihre Lebensweise nicht teilen und nicht für gut befinden, mundtot zu machen.

Es bringt mir in Erinnerung was mir geschehen ist als ich, frisch konvertiert, einen katholischen Laden aufmachte. Ich bin nicht körperlich angegriffen worden, aber ständig wurde an meine Schaufensterscheibe gespuckt (Muslime), Evangelikale klebten Zettelchen an, ich würde Götzen anbeten, Linke versuchten mit ihren Plakaten mein Ladenschild zu verdecken und einmal versaute jemand die ganze große Scheibe mit Milch. Das klingt nicht schlimm? Versucht das mal abzubekommen, das dauert ewig.

Das hätte ich allerdings ertragen wenn ich mehr Rückendeckung von meinen Mitkatholiken gehabt hätte. Die Ökumene mit den Protestanten wird da größer geschrieben, als das eigene katholische Profil, das einem eher ziemlich peinlich ist. War schon ein ziemlicher Schock feststellen zu müssen, daß Katholiken nicht katholisch sein wollen. Auf so etwas Verrücktes kommt kein Mensch bevor er nicht mitten reinstolpert.

Die neue Vatican ist da!


und ich hab sie mal wieder gleich in einem Rutsch gelesen. Ich finde es unglaublich erholsam eine ganze Zeitschrift mit Beiträgen von Autoren lesen zu dürfen, die Ihrer Kirche treu sind, sie lieben und sie verteidigen. Eine gute Mischung aus Berichten, Bildreportagen und Meditativem ist es außerdem und ich liebe einfach die Geschichten derer, die in die katholische Kirche heimgekehrt sind unter dem Titel: Ich glaube an die eine, heilige, katholische Kirche.

Zitat: "Die evangelische Kirche macht sich "modern" für Leute, die ohnehin nie in die Kirche gehen. Doch Produkte für Kunden zu optimieren, die diese Produkte nie kaufen würden, ist schwachsinnig. Das lernt man in jedem Marketingseminar."

Und das schreiben sich hoffentlich auch die deutschen katholischen Bischöfe bei ihrem "Dialogprozeß" hinter die Ohren.

Ansonsten ist der Heimgekehrte genau wie ich davon überzeugt, daß unsere Kirche nicht zweitausend Jahre überlebt hätte und mehr Mitglieder hat denn je, wenn sie all das wäre was auch die innerkirchlichen Kritiker ihr vorwerfen. Sie wird auch diese Kritiker sowie den heutigen Zeitgeist überleben, denn Menschen tragen diese Kirche nicht letztendlich auf ihren Schultern.

Sonntag, 20. März 2011

Ich habe heute das erste Mal


gleich zwei Predigten zu Verklärung Christi gehört. Seit meiner Konversion ist immer an Verklärung Christi der Fastenbrief unseres Mainzer Kardinals verlesen worden. Einmal ging es sogar im ganzen Brief um nichts anderes als Organisationsstrukturen und das seitenlang - gähn.

Heute wurde unser Diakon zum Ortsseelsorger der Malteser ernannt und da er die Urkunde dafür von einer Fürstin verliehen bekam und außerdem jede Menge Auswärtige da waren konnte man nicht gut den Hirtenbrief vorlesen. Also hatte ich morgens von unserem predigtbegabten Diakon im neuen Ritus und nachmittags von unserem predigtbegabten Pfarrer im alten Ritus gleich 2 Predigten zu Verklärung Christi. Ein gerechter Ausgleich für 6 Jahre nix an diesem Tag finde ich. Ich frage mich immer noch ob die Tatsache, daß der Fastenbrief in diesem Bistum immer auf Verklärung Christi fällt wohl Methode hat.

Verklärung Christi ist die Vorwegnahme der Verherrlichung Christi und die Ankündigung seiner Auferstehung und Gottessohnschaft, angesichts der "modernen" Theologie mußmaße ich daß das nicht ins Konzept paßt. Da Jesus da auf den netten Rabbi von nebenan reduziert wird und jegliches Außergewöhnliche wie auch seine Wunder "nachösterliche Legendenbildung" sein soll paßt die Verklärung Christi natürlich überhaupt nicht ins modern-theologisch-verstaubte Konzept und man übergeht sie elegant Jahr für Jahr mit einem Hirtenbrief? Oder bin ich mittlerweile einfach zu mißtrauisch?

Sonntag, 6. Februar 2011

Ich frage mich,


da offenbar die Herren Professorii der katholischen Theologie eben mal die katholische Kirche abschaffen wollen wie es wohl weitergeht.

Konsequenterweise müßte man sie ja eigentlich alle kündigen, da sie offenbar nicht tun wofür sie angestellt wurden.

Und da frage ich mich - ganz ohne Scherz: Gibt es eigentlich dann noch genügend Universitäten, an denen Priester ausgebildet werden können oder fällt mit diesem "Generalstreik" - anders kann man es kaum bezeichnen - die Ausbildung der Priester? Kann die Kirche diese Professoren überhaupt entlassen oder sind die eigentlich staatliche Angestellte?

Gibt es überhaupt noch eine Universität in Deutschland, die in der Hauptsache den katholischen Glauben lehrt und romtreu ist? Welche Universität könnte man einem angehenden Priester überhaupt noch empfehlen?

Sehe ich das trotz allem zu schwarz?

Und zum Schluß ein Link zu Annuntiator, der eine Novene zum Heiligen Geist für die augenblickliche Situation vorschlägt. Ich denke nicht daß wir die jetzige Situation in Deutschland alleine geregelt kriegen.

Das Böse und die Freiheit

Ich habe heute mit Jesus Christus gehadert, warum er uns nicht gleich von Anfechtungen und letztlich vom Bösen befreit wenn wir ihn darum bitten. Ich habe mich sogar gefragt ob er nicht genug Macht dafür hat.

Ich verstand: "Ich habe Euch versprochen Euch gegen das Böse zu helfen und letztlich zu siegen. Ich habe Euch nicht versprochen, daß Ihr nicht Euren Teil dazu tun müßt. Ihr seid fähig Entscheidungen zu treffen, Euch zu wehren und Euch immer wieder abzugrenzen, denn Ihr seid erwachsen und nicht abhängig von mir wie ein Neugeborenes. Es gehört zu Eurer Aufgabe als Christen selbst zu kämpfen."


Na ja, das ist zwar anstrengend, aber auch viel spannender als wie ein Baby an Jesu Brust zu liegen - auch wenn wir uns das manchmal wünschen. Gott hat uns unsere Freiheit gegeben und was wäre sie wert wenn es nur die Freiheit eines Wickelkindes wäre?

Das Bild kommt von www.ukrainian-church.de

Samstag, 16. Oktober 2010

Steinbruch katholische Kirche

Bei meiner Beschäftigung mit dem Neuheidentum fiel mir auf, daß eigentlich seit fast 2000 Jahren immer wieder Bewegungen Elemente aus dem Glauben der katholischen Kirche herausgebrochen haben und damit eigene Kirchen, Sekten, Gruppen und Grüppchen aufgebaut haben. Schon Paulus warnt davor, die Konzilien haben sich damit befaßt und heute ist es eben das Neuheidentum, die Esoterik und ein paar tausend evangelikale Sekten, die das tun. Die Argumente haben sich auch nicht besonders geändert, es wird immer noch hauptsächlich der Vorwurf vorgetragen, die katholische Kirche habe da was falsch verstanden und man selbst wisse es besser. Manche dieser Besserwisser halten sich länger, manche kürzer. Ist es nicht ein Zeichen der Stärke unserer Una Sancta Catolica wenn sie das immer noch aushält und sich weiter verbreitet?

Montag, 12. Juli 2010

"Ich glaube und bekenne

alles was die heilige katholische Kirche als Offenbarung Gottes glaubt, lehrt und verkündet."

Das sagt jemand, der als Erwachsener mit der Firmung in die katholische Kirche aufgenommen wird, aber bereits in einer anderen Glaubensgemeinschaft getauft wurde, wie ich bei den Baptisten. Ich wurde in einem lateinischsprachigen Gottesdienst in der ordentlichen Form des römischen Ritus gefirmt, der per Zufall der einzige mögliche Gottesdienst in Monaten war, in dem meine Firmung möglich war.

Da ich nur diesen einen Satz in deutscher Sprache zu sagen hatte war der Effekt größtmöglich und ich belauschte nachher unfreiwillig eine heftige Diskussion von Gemeindemitgliedern, die diese Aussage zu eindeutig fanden.

Ich war von der Eindeutigkeit meiner Aussage selbst überrascht, nachdem ich sie an so herausragender Stelle gesagt hatte, aber es ist genau das was ich wollte. Und ich wollte auch nicht einer deutschnationalen Kirche beitreten, die sich damit brüstet nicht papsttreu zu sein, sondern der Weltkirche mit dem Nachfolger des heiligen Petrus in Rom.

Ich habe in meinem Leben genug schlechte Erfahrungen mit Sekten gemacht und jetzt auch noch feststellen müssen, daß in Deutschland häufig jeder Priester und jede Gemeinde sich ihren eigene Liturgie und ihren eigenen Glauben bastelt und auch noch darauf stolz ist. Der Glaube der katholischen Weltkirche ist aber in sich vollkommen stimmig, allerdings nur so lange, wie er nicht als Abbruchhaus benutzt wird, aus dem man sich die Brocken herausbricht, die einem gerade in den Kram passen.

Die Gemeinden berufen sich oft darauf, die Kirche jedes Landes habe eben ihre nationalen Besonderheiten und das ist in gewissem Rahmen akzeptabel und macht die Lebendigkeit der katholischen Kirche aus. Das Problem ist, daß es dabei kein Halten mehr gibt und sich mittlerweile weder eine Gemeinde darauf verlassen kann, daß sie als nächstes einen Priester bekommt, der auch nur die Eucharistie würdig feiert noch daß sich ein Priester darauf verlassen kann, daß, wenn er die Messe den schließlich wohlbedachten Vorschriften gemäß feiert, ihn seine neue Gemeinde nicht steinigt und ihm das Leben auf jeden Fall so schwer wie möglich macht.

Das sind Zustände, die einer Sekte würdig sind, nicht jedoch der katholischen Weltkirche. Hier ist eine Gruppe innerhalb der Kirche zugange, die mit der Behauptung großer Offenheit auf dem besten Weg ist die katholische Kirche ein weiteres Mal zu spalten und eine eigene neue Sekte zu gründen. Dummerweise sollte gerade die deutsche Kirche das besser wissen, die so viele Priester in Dachau verloren hat als vor nicht allzu langer Zeit die Nazis den deutschnationalen Weg gingen.

Da sei der Heilige Geist vor!

Donnerstag, 24. Juni 2010

Demut und Priesteramt

zu http://www.kath.net/detail.php?id=27158
«Nur ein demütiges, verdemütigtes Amt ist dagegen gefeit, angemaßte Macht auszuüben, Privilegien in Anspruch zu nehmen, einsame Entscheidungen zu treffen, Abgehobenheit zu zelebrieren, 'heilige Kirche` zu spielen» Greshake

Der Theologe Greshake verwechselt meiner Ansicht nach persönliche Demut mit Verdemütigung des Priesteramtes. Ein Priester entwertet sein Amt wenn er es verdemütigt. Zum Beispiel habe ich oft beobachtet, daß Priester die Hostie an die Helfer aus der Gemeinde ausgeteilt haben und mit dem Kommunizieren gewartet haben um dann gemeinsam mit den Helfern zu kommunizieren. Sie wollten damit ihre Demut zeigen. Es ist aber nicht umsonst so, daß der Priester zuerst kommunizieren soll und dann die Kommunion an die Helfer austeilen, wie es die kirchlichen Bestimmungen vorschreiben. Das ist auch vollkommen logisch. Nur wer hat kann geben.

Und weiter: Wenn ein Priester sein Amt verdemütigt verdemütigt er nicht sich selbst sondern als Alter Christi Jesus Christus. Es hat also nichts mit persönlicher Demut zu tun, die ja jeder Christ üben sollte.

Um es noch mal so klar wie möglich zu sagen. Ein Priester sollte natürlich persönlich Demut üben, er muß jedoch sein Amt hochhalten, denn es gehört nicht ihm sondern Jesus Christus.

Wenn er diese Unterscheidung nicht kennt ist der Effekt eine hochmütige Gemeinde, die sich für besser hält als der Priester, ihm auf der Nase herumtanzt und bei Dingen mitreden will, von denen sie nichts versteht, weil sie es eben nicht gelernt hat. Ein Priester sollte nach meiner Ansicht auch Autorität ausüben können um nicht jeden zeitgeistigen Quatsch, den Laien (oder auch Gemeindehelfer, die von Pädagogik meistens mehr verstehen als von Theologie) gerade mal für großartig halten, in ihrer Gemeinde zu erlauben. Sicher ist es immer ein Balanceakt in angemessener Weise Autorität auszuüben, aber das ist schließlich überall so, angefangen in der Familie.

Was "Heilige Kirche spielen" betrifft: Etwas mehr Respekt vor der Heiligkeit möcht wahrhaftig schon sein!

Montag, 21. Juni 2010

Kniend vor Gott

Ich höre gerade daß vor kurzem in einem Sonntagsgottesdienst in der nächsten Provinzstadt Mundkommunikanten lächerlich gemacht wurden. Das sei ein unreifes, unmündiges und kindisches Verhalten, das abgelegt werden müsse. Sauber!

Schon bevor ich gefirmt wurde hatte ich einen solchen Hunger nach der Eucharistie, daß ich den Pfarrer fragte ob ich nicht schneller aufgenommen werden könnte. Er schlug mir vor, doch schon mal vorher zu gehen und sie mir zu holen, Andere würden das auch tun. Es war mir zu heilig, ich wollte nur eingeladen gehen und mir etwas so Kostbares nicht erschleichen. Es ist immer noch das anbetungswürdige Wunder für mich das es zu Beginn war.

Im ersten Jahr nach meiner Firmung war ich so berührt während des Gottesdienstes, das ich fast jedes Mal weinte. Ich habe das von vielen Konvertiten gehört aber auch von einer cradle-catholic, die mir sagte sie müsse derzeit im Nachbarort zum Gottesdienst gehen, damit sich ihre Gemeinde, die sie seit ihrer Kindheit kannte nicht sonstwas deswegen ausdachte. Ihr seht, auch Katholiken könne sich bekehren. :)

Dann entschlossen wir uns an einem Sonntag nach Regensburg zu fahren. Ziemlich verrückte Idee, denn wir mußten mehrere Stunden hin und zurück fahren umd hatten nicht besonders viel Zeit dort. Wir sahen uns einiges an und stolperten auch völlig unvorbereitet in die Kirche St. Josef wo mir gesagt wurde: "Ja, Du bist angekommen!" in der katholischen Kirche. Mein damaliger Beichtvater wunderte sich daß ich nicht in Jubelschreie ausbrach sondern erst mal vorsichtig wissen wollte was das wohl bedeute. Und ich hatte recht, denn danach kam es knüppeldick: Ich bekam einen Schnelldurchlauf über den Zustand der deutschen katholischen Kirche. Die ganze Misere.

Und stellte fest, daß ich mich nicht "höflich" danach richten durfte, was man so in modernen katholischen Kreisen tat, denn es entsprach überhaupt nicht dem was ich empfand und weswegen ich gekommen war. Vor allem begann ich bei der Wandlung zu knien auch wenn ich keine Bank hatte und natürlich kniend zu kommunizieren. Ich habe während meiner esoterischen und schamanischen Zeiten gekniet wo ich es nicht hätte tun sollen und sollte mir zu schade sein vor Gott zu knien?