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Dienstag, 11. August 2015

Manchmal schenkt uns Gott einen Neuanfang


wie es Noel Mosen geschah. Aber dann geht es erst richtig los. Wir müssen uns verändern und an uns arbeiten um dieses Geschenk behalten zu können, denn unsere Gottesferne ist auch eine Lebenshaltung und sie ist mit bestimmten Fantasien über uns selbst verbunden, die uns aus gutem Grund nicht ohne weiteres genommen werden. Gott will uns nicht als unmündige Kinder sondern als Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen und selbst bestimmen was sie damit machen, ohne Gefangene von Gefühlen oder emotionalen Abhängigkeiten zu sein. Gott will uns stark sehen. Wir brauchen auch die Hilfe Anderer aber letztlich müssen wir selbst  - wie in jeder Ehe - ein Leben lang an unserer Beziehung zu Gott arbeiten. Und die gute Nachricht ist: Auf die Dauer wird es leichter weil die Liebe zunimmt und das Vertrauen.



"Eines Tages diskutierte ich im Garten mit einem ihrer Freunde und schrie ihn an: "Wenn es Gott wirklich gibt, dann soll er sich mir zeigen!" Im nächsten Augenblick hatte ich eine Vision: Jesus kam blutüberströmt vom Kreuz herab, umarmte mich und sagte mir, daß er mich liebt. An diesem Tag wurde ich Christ." 

"... Gott erlaubte mir nicht, in meinem homosexuellen Lebensstil zu bleiben oder irgendwelche Kleider, Bücher, Gewohnheiten oder Phantasien zu behalten, die das alte Bild von mir selbst als homosexuellen Mann wachhielten. Ich stellte mein Leben bewußt unter seelsorgerliche Begleitung. Jeden Tag fragte mein Pastor mich, ob ich Pornographisches gelesen hätte oder in anderer Weise auf sexuellem Gebiet gesündigt hätte, und da ich versprochen hatte, nicht zu lügen, bemühte ich mich darum, "nein" antworten zu können. Jedesmal wenn ich mich versucht fühlte oder wieder in meiner Phantasie anfangen wollte, beteten wir gemeinsam. Auf diese Weise verloren meine homosexuellen Phantasien ihre Herrschaft über mich, und mein Lebensstil veränderte sich. "

Der Text kommt von hier.

Das Bild ist von einem Künstler nach dem Turiner Grabtuch entwickelt. Leider kein link mehr vorhanden bei mir.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Fatima - Gott läßt uns nicht allein


Genau 33 Jahre auf den Tag genau, vor dem Sonnenwunder in Fatima, das heißt, am 13. Oktober 1884, hatte Papst Leo XIII. eine bemerkenswerte Vision, während er eine Messe zelebrierte. Er stand für ca. 10 Minuten wie in Trance, da, sein Gesicht wurde fahl und grau. Danach ging er in sein Arbeitszimmer und verfasste ein Gebet zum Hl. Erzengel Michael. Auf die Frage, was denn geschehen war, erklärte er, dass er zwei Stimmen gehört habe, die aus der Richtung vom Tabernakel kam. Die eine Stimme war sanft und die andere war rauh und hart. Er hörte folgendes Gespräch: Die Stimme Satans prahlte mit seinem Stolz zu unserem Herrn: "Ich kann Deine Kirche zerstören."
Die sanfte Stimme des Herrn: "Du kannst? Dann gehe und tue es." Satan: "Um das zu tun, brauche ich mehr Zeit und Macht." Unser Herr: "Wieviel Zeit? Wieviel Macht?" Satan: "75-100 Jahre, und mehr Macht über diejenigen, die sich meinem Dienst unterwerfen." Unser Herr: "Du bekommst diese Zeit, und diese Macht." 

Was in dem Zitat nicht erwähnt wird ist, daß die sanfte Stimme sagte: "Aber sie werden Hilfe haben."

Die Marienerscheinung in Fatima 1917 (Beginn der Revolution in Rußland) war mit Sicherheit ein Teil dieser Hilfe. Hier das 2. Geheimnis von Fatima, das den Seherkindern anvertraut wurde:

„Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

Bevor ich mich entschloß nach Fatima zu fahren war mir nicht bewußt, daß die Botschaft der Madonna von Fatima an die Hirtenkinder Jacinta, Francisco und Lucia im Jahr 1917 eine politische Botschaft war.

Portugal wurde nicht in den 2. Weltkrieg hineingezogen und zum Dank trägt die Statue der Madonna von Fatima heute eine goldene Krone gestiftet von den Bürgern Portugals.

Pius XII weihte die Welt der Madonna von Fatima, nicht jedoch Russland. Dennoch wurde der 2. Weltkrieg ausgerechnet an diversen Marientagen entschieden, nachzulesen unter anderem bei Michael Hesemann, "Fatima".Die von der Madonna gewünschte Weihe Russlands wurde aber erst 1984 durch Johannes Paul II vollzogen und ich frage mich wie viel uns wohl erspart geblieben wäre, wenn die Päpste der Aufforderung  früher gefolgt wären, denn die Ereignisse in Fatima wurden bereits 1930 als authentisch anerkannt. Nach der Weihe durch Johannes Paul II fiel die Mauer und die Kommunistische Herrschaft in Rußland brach zusammen.

Fatima: Was für ein besonderer heiliger Ort. Die ständigen Gebete bilden eine Kuppel über dem Heiligtum, unter der Maria und die Engel gegenwärtig sind. Es ist ein Ort der Wandlung, den man wohl besser unter Anleitung und begleitet durch Heilige Messen, Gebet und Beichte besucht - nicht zu vergessen den ungarischen Kreuzweg. Es dauert ein paar Tage um dort anzukommen. Noch länger dauert es dann allerdings wieder zu Hause anzukommen...

Alles zusammen, angefangen von den Informationen bis zu Gebet und Beichte, bewirkt so etwas wie eine neue Bekehrung, ein Wissen, daß Gott uns nicht alleine läßt sondern uns Hilfe schickt.

Noch nie war mir so trostreich bewußt, daß wir nicht alleine sind und daß wir Gottes Hilfe haben. Und auch, daß Gott uns immer wieder Hirten wie Johannes Paul II schickt, die demütig genug sind zuzuhören, besonderer Verehrer der Madonna, der er warmit seinem Motto: Totus tuus - Ich bin ganz der Deine! Das wird in Fatima heute noch gesungen. Johannes Paul II hat die dritte der Hirtenkinder von Fatima, Lucia, gefragt ob er die Weihe Russlands richtig plane und hat zur Sicherheit einen Bischof nach Rußland gesandt, der zeitgleich mit seiner eigenen Weihe Russlands an das unbefleckte Herz Mariens diese Weihe in Russland inkognito vollzog.

Fatima und seine Geschichte stärken den Glauben und das Vertrauen in Gottes Hilfe - fahrt hin!
Der hl. Pater Pio hat alle Mitglieder der “BLAUEN ARMEE MARIENS” (heute "Fatima-Apostolat") als seine geistigen Kinder angenommen. Auf die Frage, wann der Kommunismus (Atheismus) überwunden sein wird, gab er zur Antwort: “Wenn es einmal so viele Rosenkranzbeter wie Atheisten hat!” 
Na dann: Jeden Tag Rosenkranz beten! Schließlich sind Genderismus, Feminismus und der Trend zum europäischen totalitären linken Zentralstaat, der uns immer mehr nervt, auch nur Ausläufer des Kommunismus.

Das 1. Zitat kommt von hier.
Das 2. Zitat kommt von hier.
Das Pater Pio Zitat kommt von hier.
Das Bild kommt von hier.

Sonntag, 9. Januar 2011

Papa Benedikt, die Magoi und der Geistertanz


















Folgender Teil der Predigt von Papa Benedikt zum Fest der Erscheinung des Herrn hat mich auf alte Lebensspuren geführt:
Wir müssen davon ausgehen, dass die Sterndeuter auf der Suche nach den Spuren Gottes gewesen sind; sie wollten seine „Sprache" in der Schöpfung entziffern. Sie waren sich sicher, dass es in der Schöpfung eine Handschrift Gottes gibt - eine Handschrift, die sich entziffern läßt; sie wussten, dass „die Himmel die Herrlichkeit Gottes rühmen" (Ps 19,1) Sie wussten, dass Gott sich in seiner Schöpfung offenbart.
Ich fragte mich warum ich nicht zweifle, daß der Stern die Heiligen 3 Könige geführt hat und zwar bis zum Stall, über dem er stehen blieb. Natürlich kann Gott durch die Natur Zeichen setzen.

Ich bin einmal nachts aus dem Zelt getreten und sah direkt vor mir eine Sternenkonstellation in einem Halo, von der ich bis heute nicht weiß welche es war. Sie war jedoch minutenlang da und schließlich fiel eine Sternschnuppe in diesem Kreis mit der Information: Das ist nur für Dich. Ich habe es angenommen im Vertrauen daß das "Große Geheimnis" mich schon leiten wird. Diesen Begriff gebrauchte heute unser Pfarrer für Gott und ich habe ihn als Schamanin nach indianischer Tradition gebraucht.

Dann erinnerte ich mich an die Vision von Wovoka, eines christlich beeinflußten indianischen Schamanen, der die zweite Geistertanzbewegung Ende des 19. Jahrhunderts gründete. Er hatte während einer Sonnenfinsternis eine Vision in der er sich vor Gott gerufen sah, der ihm unter anderem mitteilte, sie sollten mit den Weißen Frieden halten, keinen Alkohol trinken und sich friedlich von den Weißen abgrenzen. Wenn sie den Geistertanz tanzten - eine Form des indianischen Kreistanzes - würden binnen 2 Jahren die Büffel und die Prärien wiederkehren und die Weißen würden verschwinden.

Die Bewegung fand große Verbreitung unter den indianischen Stämmen, wurde jedoch auch schnell erweitert durch sogenannte Geistertanzhemden, die kugelsicher sein sollten und eine kämpferische Haltung gegenüber den Weißen, bis sie im Massaker von Wounded Knee im Kugelhagel der Army endete.

Bei der Suche nach näheren Einzelheiten stieß ich - neben vielen eso-schamanischen Seiten - auf diese Seite, die von Spektrum der Wissenschaft unterstützt wird. Es gab Untersuchungen über die Wirkung der Geistertanzbewegung, die lange Zeit einzig als großer Mißerfolg rezipiert worden war.

Doch nach und nach begannen neue Perspektiven und Studien diese Geschichte eines (völligen) Scheiterns in Frage zu stellen. Denn die Geistertanzbewegung hatte neue Erzählungen und Rituale gestiftet, hatte Lebenswege und Familien (etwa durch die per Schwur bekräftigte Absage an Assimilation und Alkohol) stabilisiert und zu einer Vielzahl neuer Allianzen und Hochzeiten insbesondere auch zwischen kleineren und vom Erlöschen bedrohten Stämmen geführt. In seiner berühmten Studie von 1986 fand der Ethnologe Russell Thornton, dass jene Stämme, die an der Geistertanzbewegung teilgenommen hatten, durchschnittlich höhere Geburtenraten, die erfolgreiche Integration von "Mischkindern" und auch die höhere Rückkehr von Auswanderern verzeichneten.
Obgleich nach wie vor viele Native Americans mit schweren Problemen ringen, ist ein neues Bewusstsein für Identität und Selbstbewusstsein enstanden, das maßgeblich auch durech religiöse Narrative und Rituale getragen wird.
Es ist ein weiteres Beispiel von vielen: Religiosität hat auch in der Neuzeit biologisches (reproduktives) und kulturelles Potential. Und lebendige, religiöse Kulturen bewahren nicht nur Traditionen, sondern erneuern sie auch immer wieder auf neue Lebenswelten hin.
Das Ganze führt mich jetzt zu folgenden Schlüssen:

- Auch wenn wir höchstens die Hälfte von dem verstehen, was Gott uns sagen will können wir ihm doch vertrauen, daß er es letztlich gut macht und uns seine guten Wege des Lebens leitet.

- Rituale und Traditionen sind von großer Wichtigkeit, denn Gott will immer wieder in die Welt kommen und das kann er durch unser Handeln. Deshalb ist es so wichtig für uns daß Gottes Sohn Fleisch angenommen hat und nicht bloßer Geist blieb und daß wir den von ihm eingesetzten Sakramenten treu folgen, was immer wir auch an Sakramentalien drum herum basteln. (Aus einem Vortrag von Pater Wallner von Heiligenkreuz über die sieben Sakramente)

Die Fähigkeit die Wirksamkeit und Bedeutung von Ritualen zu erkennen habe ich aus meiner schamanischen Zeit mitgebracht und sie war und ist ein wichtiger Faktor für mich warum ich eine Messe würdig gefeiert haben will. Aus meiner Sicht ist das mehr als ein ästhetisches Problem.

Ihr seht zu was man alles kommt wenn man nach dem Familienurlaub gleich die Grippe bekommt.


Sonntag, 24. Oktober 2010

Missionar am Missionssonntag



Wir hatten heute das besondere Privileg einen Missionar als Prediger zu hören. Er stammt aus Indien, hatte in Deutschland einige Jahre eine Pfarrei und missioniert jetzt in Afrika. Aus seiner Zeit hier in Deutschland kennt er unsere Probleme mit dem Säkularismus aus eigener Anschauung und erzählte uns aus seiner eigenen Geschichte, worauf es letztendlich bei der Mission ankommt: Er war in seiner Zeit als Pfarrer in Deutschland sehr verzweifelt, dachte daran aufzuhören und heulte seinem geistlichen Begleiter vor, daß er völlig ausgebrannt sei. Dieser gab ihm darauf folgenden Text aus dem Evangelium um darüber zu beten.
Joh. 6, 54-57
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Joh.6,60
Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?
Joh.6,66-69
Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
Und unserem Missionar wurde bewußt, daß wir nur missionieren können, wenn wir uns auf den Kern konzentrieren, ohne den alle Mission umsonst und leer ist - und dieser Kern ist Jesus Christus.

Bei dem Video dachte ich der Name erscheint automatisch, was leider nicht der Fall ist. Es handelt sich um einen südafrikanischen Männerchor.

Freitag, 4. Juni 2010

Esoterik und Mystik

Ich lese gerade bei Materamata, daß Augsburger Prälaten die charismatische Erneuerung und Wigratzbad verunglimpfen. Ich habe den Eindruck, daß sie unter den Begriff der Esoterik alles subsumieren was nicht von dieser Welt ist. Dann müssen sie Jesus Christus und auch die Hälfte aller Heiligen ignorieren oder sie wie die Heilige Elisabeth auf Sozialarbeit reduzieren - was sie vermutlich tun.

Mitbekommen habe ich als katholischer Anfänger immerhin, daß auch Charismatiker bei den modernen Katholiken zu den Pfuibähs zählen. Ich bin nie zu Veranstaltungen hingegangen, in denen laut Erzählungen ein Charismatiker Leute zum Schweben gebracht hat, ich hab in der Tat fürs Leben genug von so was und bin aufgrund meiner Geschichte äußerst mißtrauisch gegen alles was nach einem unkontrollierbaren Übergriff aussieht (ein beliebter esoterischer Sport).

Die alte Dame, mit der ich als erste von meinen esoterischen und schamanischen Erfahrungen sprechen konnte war aber früher in der charismatischen Erneuerung. Nach ihren Berichten ging es da auch am Anfang drunter und drüber und es gab Personen, die von dem Status eines Gurus nicht weit entfernt waren. Aber offenbar hat ja die katholische Kirche das Gegengewicht gegen ihr rationalistisches diesseitiges Religionsverständnis (Es ist mir ein Rätsel wie das überhaupt gehen soll!) in weiten Teilen bitter nötig.

Ich weiß, daß die Unterscheidung der Geister ein ständiger Balanceakt ist, mit anderen Worten man muß sich ständig fragen wem man da eigentlich zuhört, und ob es von der richtigen Adresse kommt. Genau dieses Problem kennt aber auch die katholische Kirche und hat in zweitausend Jahren gelernt wie man das macht. Allerdings habe ich den Eindruck, daß vieles wieder verloren gegangen ist, da es das ja heute alles nicht geben darf.

Eine der wichtigen Regeln ist, daß man nicht alleine überWert oder Unwert einer ungewöhnlichen Wahrnehmung entscheidet, sondern sich darüber immer mit seinem Beichtvater bespricht, denn eine Kontrolle ist da sehr nötig. Sonst kommt man schnell dazu, sich wie jeder olle Esoteriker zu verhalten und auf einen veritablen Egotrip zu gehen. Mit einem Guru kann ein anderer Guru wenig bis gar nicht zusammenarbeiten, denn jeder hat ja seine Eingaben, die er natürlich von höchster Instanz bekommt - ein Haufen Egozentriker also.

Das heißt aber eben nicht, daß es die unsichtbare Welt nicht gibt. Wir müssen damit umgehen sonst geht es mit uns um. Und da spielen diejenigen aus der Charismatischen Erneuerung, die die notwendigen Umgangsregeln gelernt haben eine wichtige Rolle. Wenn man jede Mystik als esoterisch verunglimpft landet man zum Schluß bei der Mystifizierung weil man das Mysterium abgeschafft hat. Das wird für mich besonders deutlich an vielen der besonders flachen Trällerliedchen des Neuen kirchlichen Liedguts. Eine Spezialaversion habe ich gegen "Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht..." Ein Haufen verschwurbelter Mystifizierung, über die man einen schlechten Deutschaufsatz schreiben kann im Versuch seine Bedeutung zu erklären.