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Dienstag, 3. Januar 2017

Wo der Schamanismus in die Kirche Einzug hält...

"Es stellt sich durchaus die Frage, ob die „Katholische Nachrichtenagentur“ wirklich niemanden zu finden fähig war, dessen Entspannungstipps näher am christlichen Glauben und Brauchtum sind. Denn immerhin ist die KNA gemäß Selbstvorstellung „ein von der katholischen Kirche in Deutschland getragenes Medienunternehmen … Die deutschen katholischen Bistümer halten direkt oder indirekt die Mehrheit an der KNA GmbH.“ 

 Doch auch bei „katholisch.de“, dem offiziellen Internetportal der Deutschen Bischofskonferenz, hat man leider keine Berührungsängste mit diesem Thema. Zum einen übernimmt man – offenbar sorgenfrei – den Artikel einschließlich der Tarotkarten und der Münchner „Heilpraktikerin“. Zum anderen bietet man im „katholisch.de“-Shop unbefangen „Das Housewives Tarot - Wahrsagen für den Hausgebrauch“ zum Kauf an."

Ganzer Artikel hier.



Donnerstag, 14. November 2013

Wenn Dir einer sagt

er habe außergewöhnliche Kenntnisse und mache alles was er tue außergewöhnlich gut, und wenn er diese seine Größe dann auch noch als Grund ansieht, daß er es nicht nötig habe Dich für Deine Arbeit zu bezahlen - schmeiß ihn raus.

Was man in einem Anwaltsbüro so alles erlebt .....

Sonntag, 16. Dezember 2012

Sind wir schon wieder so weit,


daß  ein vorgeblich freiheitlicher Staat mit Tricks und Finten totalitär vorgeht?

Was das Vorgehen von Frau Leutheuser-Schnarrenberger, die auch noch Juristin ist, in der Frage des angeblich freiwilligen Selbstmords angeht kann man die Frage wohl bejahen.

1. Die Mehrzahl (!) der geladenen Juristen bei der Expertenanhörung im Rechtsausschuß des Bundestages vertrat die Auffassung, daß zum Selbstbestimmungsrecht des Menschen auch das Recht gehöre sich das Leben zu nehmen.

2. Die Anhörung dieser "Experten", von denen keiner auf die von Suizidpräventionsforschern längst zutage geförderte Erkenntnis einging, daß der Wunsch nach Selbstmord eine Folge schwerer psychischer  Erkrankungen ist und daher mit einer freien Entscheidung gerade nichts mehr zu tun hat, wurde nicht, wie sonst üblich, im Parlamentsfernsehen aufgezeichnet und im Internet übertragen, was sonst bei bioethisch brisanten Fragen üblich ist.

3. Die ganze Anhörung fand zu sehr später Stunde statt - Nacht- und Nebelaktion ist da auf jeden Fall der richtige Ausdruck.

Aus der ganzen Inszenierung kann man nur schließen, daß zu dieser Anhörung ganz offensichtlich nur die "richtigen" Experten geladen wurden, vorbei an der Bundesärztekammer (!) zum Beispiel und daß man die Bürger darüber im Unklaren lassen will, was das genau für sie bedeutet, denn auch die "richtigen" Experten können das als Juristen ja durchaus sehr deutlich machen.

Ehrlich gesagt: so widerlich waren mir diese atheistischen "Humanisten" schon lange nicht mehr!

Die Punkte 1 bis 3 sind im wesentlichen eine Zusammenfassung des Leitartikels aus der Tagespost vom 15.12.2012 von Stefan Rehder, Bei Nacht und Nebel.

Das Bild kommt von Solidarität statt Selbsttötung.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Ich schulde Euch

eine Erklärung, warum ich meinen Post vom 3.12. offline genommen habe. Es gibt mehrere Gründe, einer ist, daß es hier unterschiedliche Ansichten darüber gibt wie man mit der Presse umgeht. Die Nerven liegen hier ziemlich blank durch die ganze Hetze. So hat man zunächst versucht aus den Schlagzeilen zu kommen, indem man die Bombendrohung vom 1.12. geheim zu halten versuchte. Na ja, hat, wie zu erwarten war, nicht funktioniert. Zum Glück war es scheints nicht nur ich mit meiner großen Klappe, die die Presse auf die Spur gesetzt hat.

Aber über das Thema die Klappe halten werde ich dennoch erst mal, auch wenns schwer fällt - kkkrrrnsch :)


Sonntag, 2. Dezember 2012

Einschlagen auf die, die die Wahrheit sagen?

Gestern hatten wir eine Bombendrohung in einer unserer Kirchen pünktlich zum Abendgottesdienst über das Telefon unseres Landpfarrers. Es hat also offenbar jemand erst in den Pfarrbrief geschaut und sich schlau gemacht. Die Polizei hat die Kirche durchsucht und die Heilige Messe konnte mit einer halben Stunde Verspätung beginnen.

Heute stand vor einer anderen unserer Kirchen plötzlich der HR mit einem Aufnahmewagen. Die kamen aber keineswegs um sich wegen der Bombendrohung zu erkundigen sondern wollten wissen ob wir meinen, daß unser Pfarrer noch zu halten sei.

Sagt mal geht's noch?

Deren liebster Sport ist offenbar zu versuchen die katholische Kirche aufzurollen. Damit kann man dann wunderbar davon ablenken, daß es gerade um die Tötung alter, kranker und behinderter Menschen geht, daß wir im wahrsten Sinne langsam am Stock gehen weil wir unsere Kinder massenhaft abtreiben, daß es langsam klar wird daß die sogenannte "freie Sexualität" zu jeder Menge durch Mißbrauch Geschädigter führt und man jetzt auch noch Tiere vor Perversen schützen muß. (Meine Schwester erzählte mir gerade daß sie jetzt Nachtwache bei ihren Pferden schieben müssen, weil ein Sodomist wieder umgeht, der die Stuten schwer verletzt.)

Und die katholische Kirche ist die Einzige, die fundiert und konsequent dagegen spricht und gerade auch durch Treue in der Ehe und durch Treue zu Gott im Zölibat aufzeigt, daß der Mensch zur freien Entscheidung fähig ist und sich folglich nicht wie ein Arschloch verhalten muß.

Was natürlich bedeutet, daß man keine faule Ausrede mehr hat und die Verantwortung für sein Leben selbst übernehmen muß. Das ist ja dann wirklich zu dumm ....

Da sieht es doch so aus, als würden die versammelten Truppen, die einen ach so fortschrittlichen Lebensstil pflegen, mit Fleiß versuchen die mundtot zu machen, die aufzeigen, daß der bejubelte so moderne und freiheitliche Lebensentwurf ein Todestrip ist.

So schnell könnt Ihr gar nicht weglaufen daß die Wahrheit Euch nicht doch noch erwischt.

Das Bild kommt von hier.

Dienstag, 18. September 2012

Eine wahre Geschichte


Eine junge Frau, schwanger, noch unverheiratet, sucht mit ihrem Mann eine Wohnung in einer anderen Stadt, nachdem sie dort einen Studienplatz bekommen hat. Die Suche gestaltet sich sehr schwierig und sie versuchen alle Möglichkeiten. So kommt die junge Frau auf die Idee sich auch an Pro Familia zu wenden, denn schließlich heißen die ja als würden sie sich für Familien einsetzen.

Sie ruft zunächst dort an und erklärt ihnen das Problem, daß sie keine Wohnung finden und daß ihre Behelfswohnung bald ausläuft. Nachdem sie eine Weile gesprochen hat sagt ihr Gegenüber am Telefon: "Ach, Sie wollen gar nicht abtreiben!"

Ihr wird dann zunächst erklärt, daß Pro Familia bei einem solchen Problem eigentlich nicht so recht weiterhelfen könne sie solle aber trotzdem einen Termin vereinbaren. Sie geht also hin und muß sich dann folgendes anhören.

- Da sie ja nicht abtreiben wolle warum sie denn ihren Mann heiraten wolle, sie solle das doch auf keinen Fall tun, sie solle sich nur vorstellen sie würde arbeitslos dann könne der Ehemann ihr die Kinder wegnehmen.

-  Wenn sie sich von ihrem Mann jetzt trennen würde hätten sie sofort eine Wohnung für sie, für alleinstehende Mütter hätten sie Wohnungen, für Paare jedoch nicht.

Mir jedenfalls fällt trotz meiner Kenntis dieses Abtreibungsvereins da immer noch die Kinnlade herunter... Wann wird dieser Anti Familia Verein endlich abgeschafft?

Die gute Nachricht dabei ist, daß die junge Frau sehr genau wußte was sie wollte und entsprechend empört wegging. Sie hat ihren Mann geheiratet und sie bekamen einen Monat vor der Geburt von einer staatlichen Stelle endlich doch noch eine Wohnung.

Die Herbergssuche mit der Komplikation, daß man Maria auch noch überreden wollte sich von Josef zu trennen damit sie eine Bleibe bekommt.

Das Bild kommt von hier.

Samstag, 19. Mai 2012

Und der Zeitgeist-Preis geht aaannnnnn...

den BDKJ (Bund der deutschen katholischen Jugend -so to say) und die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands). Ach das heißt gar nicht Zeitgeist-Preis? Aggiornamento-Preis klingt ja auch viel besser weil erstens ausländisch und zweitens zweitvatikanisch.

Das muß dann wohl die Belobigung für den BDKJ sein, daß sie Papst Benedikt in Freiburg so nett ins Kreuz getreten haben mit ihrer rot/grünen Abstimmung.

Da verleihen sich offenbar die untergehakten Hauptamtlichen der deutschkatholischen Kirche gegenseitig Preise. Sagt mal gehts noch?

Ein Preis für größtmögliche Verweltlichung.

Montag, 13. Juni 2011

Pausenclown?


wir waren heute bei einer Firmung von ca. 100 Jugendlichen. Gleich zu Anfang wunderte ich mich wer denn da neben unserem Pfarrer ging. Ein Batikgewand in Rot und Gelbtönen mit einer Art Zielscheibe auf der Brust, großzügigen Dreiecken am Saum und auch sonst wegen seiner unruhigen Gestaltung hart an der Grenze zum Clownsgewand. Der alte Herr, stellvertretend für den Bischof, machte seine Sache zunächst ganz gut. Er ermahnte zum Beispiel die Paten, daß sie sich vor Gott verantworten müßten, wenn sie es bei der Patenschaft mit ein paar Geschenken getan sein ließen, vielmehr sollten sie sich um ihre Patenkinder kümmern, auch in religiöser Hinsicht. Das mußte doch mal gesagt werden.

Er zelebrierte auch ordentlich, außer daß er das Schuldbekenntnis wegließ. Naja, den Kummer sind wir ja schon fast gewohnt.

Schlimm wurde es ab dem Moment, an dem er seine Geschenke für die Firmlinge verteilte, ein Brief von ihm - okay - und ein Schokoladenhandy. Auch dazu nahm ich ihm seine Erklärung noch ab: Er wolle daß die Firmlinge immer einen Draht zu Gott behielten. Naja. Nachdem jeder Firmling sein Geschenk von ihm erhalten hatte begann er endgültig das Ganze zu kippen: "Ich hab noch ein paar Schokoladenhandys, welches Kind am schnellsten hier ist bekommt eines." Großes Gerenne der Kinder. Das genügte ihm jetzt aber noch nicht und er holte Knallhütchen - kein Witz - hervor, ließ sie selber knallen und verteilte sie noch beim Auszug. Und plötzlich mutierte sein Priestergewand und war nun wirklich das Gewand eines Pausenclowns.

Das Schlimme war, daß ich eigentlich den Eindruck eines gläubigen und netten Menschen hatte, ich war bereit ihm eine Menge zu verzeihen, aber er glaubte offenbar er müsse das tun und wirkte dabei sehr entschlossen. Leider entwertet ein Priester, der sich lächerlich macht - es war nicht lustig - auch immer das Sakrament, das er spendet, mit. Oder was sollte das sein? Statt Ostergelächter Pfingstkichern?

Ich hoffe nur daß die Mühe, die sich eine Menge Menschen ein dreiviertel Jahr mit diesen Jugendlichen gemacht hatten um sie auf dieses Sakrament vorzubereiten, diesen Auftritt aufwiegt.

Samstag, 14. Mai 2011

Wie verirrte Schafe


Letzte Woche waren wir auf einer Beerdigung. Linksintellektuelle Szene. Die Erklärung warum die Trauerfeier in einer Friedhofskirche - der Sarg stand unter einem Kreuz - stattfand, war Folgende:

Der Verstorbene ist nie aus der katholischen Kirche ausgetreten (das ist in der Tat ungewöhnlich für diese Szene), daher bekommt er ein christliches Begräbnis (damit sich keiner wundert). Ich wunderte mich allerdings wo denn der Priester war.

Denn einer seiner Freunde hielt eine Rede, in der er den Lebensweg des Toten nachvollzog, es gab einige Musikstücke, zum Teil sehr schön, aber ein Priester war nicht zu sehen. Nach Beendigung der Feier ging rechts die Tür auf und herein wehte ein kleines Frauchen in einem weißen Kittelchen ??? Gleich hinter ihr kamen die Friedhofsbeamten um den Sarg zu transportieren, und der Zug, mindestens 100 Leute, setzte sich Richtung Grab, das kleine Frauchen mit dem Kreuz vorneweg, in Bewegung.

Unterwegs zum Grab erklärte uns ein Bekannter, daß man die zuständige Pfarrei um ein Begräbnis gebeten hatte, es solle aber nicht so viel "Brimborium" dabei sein. Die Pfarrei hatte dann eine Gemeindereferentin in besagtem Kittelchen mit einem Kreuz geschickt. Sie hielt eine kurze Ansprache am Grab und dann betete sie das Vater unser. Mitgebetet wurde es ganz vorne am Grab, offenbar von ein paar Angehörigen, und von meinem Mann und mir, die weiter hinten standen. Ansonsten Stille.

Und wißt Ihr was? Ich war heilfroh daß überhaupt jemand ein Gebet sprach an diesem Grab und ein Kreuz darüber schlug, ob Gemeindereferentin mit Kittelchen oder nicht! Und diese ganze Truppe da am Grab machte plötzlich auf mich den Eindruck von verlorenen Schafen, die auch noch stolz auf ihre Verlorenheit sind - und sie taten mir leid.