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Montag, 22. Juli 2013

Hexenverfolgungen und die katholische Kirche

Statt mich weiter im Kommentarbereich zu prügeln, verweise ich auf einen Artikel in Wikipedia, der die auch nach meiner Kenntnis neueste Forschung in Bezug auf Hexenverfolgungen referiert. Hier ein paar Zitate:

"Altertum:
Obwohl die juristische Verwendung des Begriffs „Hexe“ erst Anfang des 15. Jahrhunderts eingeführt wurde, ist der Glaube an Zauberer bereits in den alten Hochkulturen nachzuweisen. Magische Praktiken wurden sorgfältig beobachtet und oft als Schwarze Magie gefürchtet. Sowohl in Babylonien (Codex Hammurapi: Wasserprobe) als auch im Alten Ägypten wurden Zauberer bestraft. Das Alte Testament verbietet Zauberei ((Lev 19,26 EU)) und fordert zur Verfolgung von Zauberern auf ((Ex 22,17 EU)). Hexen im Sinne der Frühen Neuzeit kennt die Bibel aber nicht. Nach dem Zwölftafelgesetz der Römer wurde negativer Zauber mit dem Tod bestraft (Tafel VIII). Allerdings kam es niemals zu einer gezielten Verfolgung von vermeintlichen Hexen wie später in der Frühen Neuzeit. Die alte Kirche war an Verfolgungen nicht beteiligt[3] und lehnte die mit Hexerei verbundenen Ansichten und Praktiken als Aberglaube (Canon episcopi) ab.

Mittelalter:
Die weit verbreitete Meinung, Hexenverfolgungen seien hauptsächlich eine Erscheinung des Mittelalters gewesen, ist ebenso falsch wie die Meinung, die großen Wellen neuzeitlicher Hexenverfolgung seien vorrangig von der kirchlichen Inquisition angestrebt oder ausgeführt worden. Die vorchristlichen Germanen kannten die Verbrennung von Schadenszauberern seit frühester Zeit. Im karolingischen Frühmittelalter gab es jedoch keine Hexenverfolgung. Karl der Große bestätigte durch das Gesetz den Beschluss des Konzils von Paderborn aus dem Jahr 785:[4] „Wer vom Teufel verblendet nach Weise der Heiden glaubt, es sei jemand eine Hexe und fresse Menschen, und diese Person deshalb verbrennt oder ihr Fleisch durch andere essen lässt, der soll mit dem Tode bestraft werden."

Verbreitung:
Der Zusammenhang von Konfessionen und Hexenverfolgung ist nicht eindeutig. In einigen Ländern wie in Italien und Spanien, in denen die katholische Kirche die Oberhand hatte, waren Hexenverfolgungen selten. Dagegen gehören aber auch viele katholische Regionen zu denen mit der stärksten Hexenverfolgung in Europa.[6] Die Anzahl der Verurteilten war in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich. Es gab hierbei Schwerpunkte wie zum Beispiel Skandinavien, Thüringen, das Rheinland, Westfalen (zum Beispiel: Hexenverfolgung im Herzogtum Westfalen), die katholischen Fürstbistümer im deutschen Reich (vgl. z.B. Hexenprozesse in Würzburg oder in Bamberg; auch die Bistümer Köln (ca. 2000 Opfer), Mainz (ca. 1500 Opfer) und Trier (ca. 350 Opfer) waren Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts Schwerpunkte des Verfolgungsgeschehens), die Niederlande, Mecklenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Gebiete in den USA und das Schweizer Wallis. Um das Jahr 1431 beschreibt der Schweizer Chronist Hans Fründ die Begleitumstände der ab 1428 einsetzenden Hexenverfolgungen im Wallis, mit durchaus kritischem Blick auf das Zeitgeschehen.[7][8][9][10] Aber es gab auch andere Gegenden, wie zum Beispiel das Herzogtum Württemberg, in denen kaum Verfolgung stattfand. In Spanien hat die Inquisition die Hexenverfolgung verhindert. Behauptungen, wie sie im Kulturkampf wieder verbreitet wurden, die Jesuiten hätten zu Hexenverfolgungen angestiftet, wurden schon durch die ausführlichen Untersuchungen der Historiker Johannes Janssen und Bernhard Duhr widerlegt.[11]

Opfer:
Zahl der Opfer
Nach neueren Forschungen und umfangreichen Auswertungen der Gerichtsakten geht man davon aus, dass die Verfolgung in ganz Europa etwa 40.000 bis 60.000 Todesopfer forderte.[14] Etwa 25.000 Menschen wurden auf dem Boden des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, davon in Süddeutschland etwa 9.000, im Thüringer Raum, nach dem Forschungsstand von 2006, 1.565[15] (bei als niedrig eingeschätzter) Dunkelziffer hingerichtet. Dazu kam eine hohe Zahl weiterer zu Konfiskation und Haft Verurteilter. Insgesamt soll etwa drei Millionen Menschen der Prozess gemacht worden sein. Die früher verbreiteten Zahlen von mehreren 100.000 Todesopfern stützten sich auf Schätzungen und das durch Literatur und Filme verbreitete Bild einer ungezügelten Hexenverfolgung. 1786 veröffentlichte Gottfried Christian Voigt seine – auf falschen Zahlen beruhende – These von neun Millionen hingerichteter Hexen, die zu Propagandazwecken von den Nationalsozialisten aufgegriffen wurde und noch heute in der Literatur zitiert wird.
Geschlecht
Etwa 75 bis 80 % der Verfolgten waren, dem mitteleuropäischen Hexereibegriff entsprechend, Frauen. Regional konnte es hier jedoch auch zu Abweichungen kommen. So ging die Hexervorstellung in Nordeuropa beispielsweise eher von männlichen Hexen aus, was sich daran zeigt, dass gleichermaßen oder überwiegend Männer verurteilt wurden (zwischen 50 % in Finnland und bis zu 90 % in Island).[16] Diese Männer wurden als mit einem speziellen Gürtel, der sie in Tiere (Werwölfe) verwandelte, ausgestattete Wesen beschrieben. Die vielfach verbreitete These, es habe sich um organisierten Massenmord an Frauen gehandelt (Gynozid), ist vor diesem Hintergrund wie auch vor dem der oben genannten Opferzahlen unhaltbar.[17]
Weise Frauen
Vermutlich im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Vorstellung, die Hexenverfolgung sei eine organisierte Unterdrückung oder Vernichtung vorchristlicher Kulte gewesen, die von weisen Frauen praktiziert worden seien. Die These wurde später zunächst von der völkischen Bewegung, dann aber auch vom Feminismus der 1960er und 70er aufgegriffen und bildet heute die Grundlage verschiedener neuheidnischer und spirituell-feministischer Bewegungen. Die Bremer Sozialwissenschaftler Gunnar Heinsohn und Otto Steiger warfen die in der allgemeinen Öffentlichkeit vielbeachtete These auf, die Hexenverfolgung sei eine Methode gewesen, mit der tradiertes geheimes Verhütungswissen unterdrückt wurde, um die Bevölkerung der neu entstehenden Fürstentümer zu sichern.[18] In der fachwissenschaftlichen Hexenforschung wurde diese Arbeit wegen methodischer Mängel allerdings zurückgewiesen.[19]"

So, den Rest bitte ich dort nachzulesen, offensichtlich übelwollende Kommentare werden ab jetzt schlicht gelöscht, ich habe keine Lust auf Zank und Streit sondern bevorzuge Kommunikation. Kommunikation zeichnet sich dadurch aus, daß man versucht sich gegenseitig zu verstehen und gemeinsam etwas zu erarbeiten anstatt sich zu streiten. Und wehe irgendein Besserwisser kommt mir jetzt mit dem Duden!

Freitag, 29. Juni 2012

Teaser




für meinen Vortrag am Sonntag in Mainz:

Nach meinem letzten Vortrag kam jemand zu mir, der von mir wissen wollte, ob ein Verwandter vom Bösen besessen sei und was man da tun könne. Ich setze diese Fähigkeiten nicht mehr ein, es sei denn unter dem Schutz eines Priesters und dann kann ich letztlich auch nichts anderes tun als jeder andere - und das ist beten. Ich verstehe sehr gut, daß man oft so gerne wüßte wie es weitergeht, daß einem einer sagt was man tun soll und das dann auch funktioniert und alle Wünsche werden erfüllt. Aber so ist es nun mal nicht. Was wir alle nur tun können ist uns Gott anzuvertrauen, einem Gott, dem sein Sohn Jesus Christus, der die Liebe und die Demut in Person ist so vollkommen vertraut hat daß er sich hat kreuzigen lassen. Da können wir dann wohl auch vertrauen.

Das Bild Christus König kommt von hier.

Montag, 28. Mai 2012

Das leere Haus

Es gibt da eine Stelle im Neuen Testament, die wie die Faust aufs Auge auf meine Lebenserfahrungen zutrifft:

Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfährt, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht, so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. 25 Und wenn er kommt, so findet er's gekehrt und geschmückt. 26 Dann geht er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da, und es wird hernach mit demselben Menschen ärger denn zuvor. Lukas 11,24 ff.

Immer wenn ich eine Tür schloß öffnete sich eine nächste, schlimmere. Später begriff ich daß ich dem immer irgendwie zugestimmt hatte, aber da ich so etwas seit früher Kindheit kannte wußte ich nicht, daß ich es auch hätte ablehnen können oder begriff später gar nicht "wes Geistes Kind" das war, dem ich da Zutritt gewährte. Und schließlich erlebte ich, daß es zu stark für mich war, als daß ich dem hätte Widerstand leisten können:

In zeitlichem Zusammenhang mit meiner Begegnung mit dem Medium, in dessen Gruppe ich dann 25 Jahre lang blieb ging es mir nachts einmal wieder schlecht und ich hatte Angst: "Licht, ich brauche Licht!" Und Licht kam, wurde immer heller, löste mich auf bis auf die Knochen, überwand jeden Widerstand bis nichts mehr von mir da war. Dann kamen aus diesem Licht 2 Affengötzenstatuen auf mich zu, ein männlicher und ein weiblicher mit der Botschaft "Du sollst Natur und Geist versöhnen!" Ich begriff überhaupt nicht was das bedeuten sollte und fand erst danach heraus, daß es einen hinduistischen Affengötzen gibt, Hanuman, der Himmel und Erde verbinden soll.

Das einzige indische, mit dem ich mich bis dahin befaßt hatte war Hatha Yoga und ich hatte, wie viele Hippies damals, in indischen Shops bestickte Hemden, Schlangenringe und Patchouli-Parfüm gekauft. Aber mein Haus war zu dieser Zeit leer. Ich hatte Jesus Christus abgesagt wie so viele 68er und es gab da einfach gar nichts mehr an Spiritualität oder Religion.

Ich weiß nicht ob eine solche Leere bei irgendeinem Menschen möglich ist ohne daß sie von etwas gefüllt wird, was dann eben nicht die Liebe Gottes ist. Ich denke eigentlich, daß es das nicht gibt, wenn ich mir anschaue, daß auch Atheisten und Linke immer wieder aus ihren Überzeugungen einen - schlechten und unbarmherzigen - Glauben machen. Gerade jetzt haben wir das wieder mit den Denk- und Redeverboten der political correctness.

Darum ist es auch so wichtig für mich "dran zu bleiben". Wie Jesus gesagt hat:

Siehe zu, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Ärgeres widerfahre. Johannes 5,14 

Ich kann es mir nicht leisten, "mein Haus leer zu lassen", sondern kann nur auswählen, wen ich hineinlasse um darin zu wohnen. Und ich denke, daß ich da nicht die einzige bin, nur daß es mir vielleicht bewußter ist als anderen.

Und also habe ich mich für Jesus Christus entschieden, denn sein Joch ist wirklich leicht, weil es das Joch der Liebe ist - und Liebe quält niemals. Das Versprechen der Esoterik und des Schamanismus, daß es einem besser geht wenn man sein Leben mit Hilfe aller möglichen magischen Praktiken und Wässerchen und Düfte und Magneten, Energie- und Lichtarbeit und was nicht noch alles in den Griff bekommt ist eine Lüge, es ging uns nur immer und konstant schlecht. Und es ist ein wahres Wunder, daß unsere Ehe das überstanden hat, die jetzt besser ist als sie je war.

Unsere gemeinsame Umkehr, in zeitlichem Abstand von ca. 2 Jahren, hat uns innerhalb weniger Jahre aus unseren schwierigen Lebensumständen in Beruf, Wohnen und Leben gerissen, und langsam ist rundum Ruhe bei uns eingekehrt, innerlich wie äußerlich, auch wenn wir immer noch am Aufräumen sind.

Wens interessiert: Hier sind noch einige Lebenszeugnisse von Menschen, denen es ganz genau so ging wie mir, Menschen die erfolgreich mit ihren esoterischen Aktivitäten waren. (z.B. Reikilehrerin und ehemaliger Lichtarbeiter)



Mittwoch, 9. März 2011

Hamster im Laufrad

Rudolf Steiners Antroposophie ist ein Wegbereiter der Esoterik in der Welt gewesen und ist es noch. Daß seine "Erkenntnisse" aus der sogenannten Akasha-Chronik, die im unsichtbaren Bereich existiere und die nur Eingeweihte lesen könnten, herrühren, weiß kaum jemand. Er ist schlicht ein "Medium", wie das heute jede Menge Leute für sich beanspruchen.

Die antroposophische Medizin und Landwirtschaft trift den Nerv unserer Zeit, die unter ihrer Entfremdung von der Natur und unter ihrem Mangel an Tranzendenz leidet. Gleichzeitig dehnt der Mainstream diese Entfremdung immer weiter aus, indem er Mütter von ihren Kindern trennt und Mütterlichkeit diffamiert, sowie einerseits massenhafte Abtreibung propagiert, andererseits die Verfügbarkeit des Menschen für den Menschen durch Wunschkinder mittels PID herstellen will.

Antroposophie und Esoterik bieten genau die angebliche Lösung für diese schizophrene Verhaltens- und Denkweise, indem sie zwar eine Transzendenz behaupten, die jedoch durch menschliches Handeln, innere Weiterentwicklung und Magie geändert und verbessert werden kann. Gleichzeitig propagieren sie eine enorme Hilflosigkeit des Menschen, denn wer nicht zu den Auserwählten gehört oder es eben nicht schafft sich genügend zu "verbessern" hat eben Pech gehabt. Man wirft immer den Christen vor - und sie selbst haben das in großen Teilen akzeptiert, daß sie von einem Jammertal reden, aber das tun die Esoteriker schon längst, denn warum sonst sollte man sich aus aus dem "Rad der Wiedergeburt" befreien wollen?

Bei ihnen gibt es aber keine Gnade und keinen gnädigen Gott, der uns seinen Sohn gesandt hat um uns zu erlösen und für die meisten, nämlich die Unerleuchteten, gibt es auch keine Chance - sie müssen weiter den Hamster im Laufrad machen.

Auf kath.net ist ein guter Artikel über die Antroposophie, ihre Grundlagen, ihre Wirtschaftsmacht und ihre Ausdehnung.

Ein Schmankerl aus dem Artikel:

"Unter Christus versteht Steiner die höchste geistige Wesenheit, die während der Taufe Jesu durch Johannes aus dem Sonnendasein herabsteigt in den Körper Jesu. Dieser Jesus sei auf vielfältige Weise auf die Aufnahme des Christus vorbereitet worden, kulminierend in der Geburt zweier Jesusknaben. Der Jesus im Matthäus-Evangelium sei eine Inkarnation des Zarathustra gewesen, der Jesus im Lukas-Evangelium wurde umschwebt von der Aura des Buddha. Im Alter von 12 Jahren habe sich das Zarathustra-Ich aus dem matthäischen Jesus in den lukanischen umgelagert. Spirituell habe hier die Vereinigung von Zarathustrismus und Buddhismus stattgefunden, die nun im Christentum enthalten seien. Bei der Taufe verlässt Zarathustra Jesus, nun senkt sich die Christus-Wesenheit in ihn ein. Bei der Kreuzigung (dem „Mysterium von Golgatha“) zieht Christus in die Erdenaura ein."

Und dieser esoterische Nonsense bezieht seine einzige Rechtfertigung daraus, daß Herr Steiner "in der Akasha-Chronik" lesen kann oder wie man heute sagt "channelt".

Sonntag, 27. Februar 2011

Naturgeister in Sagen und Märchen und alte Götter


sind meistens zwiespältig. So sind die irischen Veela (gelesen in Harry Potter) genau wie z.B. die Berggeister in deutschen Sagen vordergründig sehr schön und verführerisch. Läßt man sich aber auf sie ein, setzen sie ihre Opfer gefangen, machen sie von sich abhängig oder lassen sie erst nach Jahrhunderten wieder frei. Da sie leicht erregbar sind werden sie auch leicht zornig und greifen ihre Opfer an, führen sie in die Irre und oftmals in den Tod im Sumpf oder in einer Felsspalte. Man kann sie aber immer erkennen wenn man aufpaßt und sich nicht blenden läßt, denn sie zeigen dann, daß sie mindestens zur Hälfte Tiergestalt und -gemüt haben. Die Veela verwandeln sich wenn sie zornig werden in geierähnliche Wesen, die mit Feuerkugeln werfen und die Berggeister kann man daran erkennen, daß irgendwo ein Kuhschwanz oder ein Kuhfuß hervorlugt. Von den ägyptischen Göttern ist diese Zwiespältigkeit auch bekannt.

Ich denke, daß das nicht nur Phantasien sind, denn so habe ich die Naturgeister, mit denen ich zu tun hatte auch erlebt. So lange ich mich von ihnen habe leiten lassen - es gab da ein Wesen, das sich Fee nannte und mich rund ums Jahr an verschiedenen Plätzen Rituale ausführen ließ - war der Wald mein Zuhause und sie waren meine Freunde. Das änderte sich radikal, als ich das nicht mehr tat. Wo ich vorher zu Hause war wurde es plötzlich bedrohlich.

Und der Zusammenhang mit den Geistern aus den Sagen? Ich habe die verschiedenen Geister auch immer als eine Mischung von Mensch und Tier gesehen, manche menschenähnlicher, viele tierähnlich bis zu den tierköpfigen in Menschengestalt, die ägyptischen Göttern ähnlich waren. Und wie Tiere oder kleine Kinder haben sie keine sehr hohe Moral - bis gar keine.

Das zeigt sich auch in der Art wie sie jemanden benutzen, der medial begabt ist. Ich weiß bis heute nicht wozu die Rituale gut waren, die ich ausgeführt habe. Unser Guru forderte immer wieder, daß wir zuhören und folgen sollten und das habe ich getan - eben auch diesen Geistern gegenüber.

Mit diesen ganzen Unklarheiten und Fragwürdigkeiten hat das Dasein eines Schamanen und Mediums etwas von einem Mißbrauch auf einer Ebene, bei der man die Tür nicht zumachen oder weglaufen kann wie vor einem Menschen, der einen mißbraucht. Und auch im materiellen ist das, wie mittlerweile allgemein (zuletzt in Fluterschen) bekannt wird, ja keineswegs einfach, solchen Abhängigkeiten zu entkommen oder auch nur zu erkennen, daß man weglaufen und den Kerl anzeigen darf und sollte.

Wie schwierig es ist auch nur ein klares Bild davon zu erhalten, was einem in Wirklichkeit angetan wird, wenn es unter dem Deckmantel der Liebe und des Vertrauens läuft wirft auch noch einmal ein Licht darauf warum es auch bei dämonischen Besetzungen so schwierig ist diese los zu werden. Die "offenen Türen", durch die sie kommen sind Verletzungen der Liebe und des Vertrauens und diese ganz heilen kann vielleicht wirklich nur Jesus Christus.

Adjutor meus
et liberator meus
es tu domine.

(Antiphon in der vorkonziliaren Komplet freitags)
Hier die Übersetzung:
Mein Helfer und mein Befreier bist Du, Herr.

Donnerstag, 12. August 2010

Der schmale Grat

Lebensgeschichtlich notwendigerweise befasse ich mich schon seit einiger Zeit mit dem Unterschied zwischen Magie und Glaube. Es kommt mir manchmal vor wie der schmale Weg, der in den Himmel führt und der breite, der in die Hölle führt. Der breite sieht erst mal schön aus, denn Du merkst es gar nicht so schnell wenn du auf dem falschen Weg bist.

So fiel mir auf, daß ich selbst Sakramentalien als magische Mittel benutzt habe und zwar kürzlich und nicht in meiner schamanischen Zeit (eine solche Vermischung habe ich nie betrieben). Nach einem Kommentar zu einem meiner Posts stellte ich fest, daß es nicht ausreicht, wenn ich mich mit Weihwasser, Wunderbaren Medaillen etc. verteidige, denn auch wenn sie gesegnet sind kommt es vor allem darauf an, daß ich mein Vertrauen auf Gott setze. Tue ich das nicht "funktioniert" es nicht, das heißt ich werde dann die Anfechtungen nicht los.

Und das meine ich mit dem schmalen Grat. Ich bin mir oftmals nicht bewußt, daß ich noch immer alles selbst "in die Hände (manus)" nehmen, manipulieren, will, anstatt es Gott anzuvertrauen. Magie ist immer Selbermachenwollen - Manipulation mit verschiedensten Mitteln (und das können eben auch geweihte Dinge sein) - weil man nicht auf Gott vertraut, daß er nur das für uns zuläßt und an uns heranläßt was nach seinem Willen und höheren Wissen gut für uns ist. Und das kann auch ein übelwollender Geist sein, der uns dadurch zum Beispiel in diesem Fall unseren Mangel an Gottvertrauen zeigt.

Interessant war in diesem Zusammenhang die große Rosenkranzausstellung Zeitinseln-Ankerperlen aus der Schweiz, die es in Buchform noch gibt. Es gab da auch so etwas wie "Mischrosenkränze", also solche, die aus magischen Gründen zum Beispiel aus Schlangenknochen hergestellt waren.

Samstag, 31. Juli 2010

Der Teufel ist übergriffig

Seit meiner frühesten Kindheit ist es mir immer wieder begegnet, daß ich - häufig in einer Situation, in der ich noch nicht Herr meiner selbst war (mit 8 Monaten, mit 12 und zwischen 20 und 30 Jahren zwischen Schlafen und Wachen) - plötzlich ein Wesen, manchmal Tage, manchmal Jahre am Hals hatte. Nach einem solchen Erlebnis bellten mich einmal tagelang die Hunde an. Einer meiner Beichtväter sagte mir dazu, er wisse nicht warum Gott mir diesen Weg auferlegt habe, aber die Kerle gehörten abgeschafft, was er dann auch tapfer in Angriff genommen hat.

Immerhin weiß ich dadurch mittlerweile eine Menge über die Geister, die fern von Gott leben wollen. Eines der wichtigsten Erkenntnisse, die ich daraus gewonnen habe ist: Der Teufel ist übergriffig. Und das ist ein sehr großer Unterschied zu der Liebe Christi, die uns seine Liebe anbietet und auf uns wartet, aber nicht jede Lücke nutzt um uns zu Leibe zu rücken, sondern unsere Freiheit respektiert.

Diese Übergriffigkeit ist auch bei Schamanen sehr stark. Ich berichte dazu von zwei Begebenheiten:

Eine meiner Freundinnen war einmal bei dem Vortrag eines indianischen Schamanen. Er trug vor, daß sich männliche Schamanen öfter der Kraft von Frauen bedienten, schaute sie dabei direkt an und gleichzeitig spürte sie, wie er das bei ihr tat. Sie war in keiner Abhängigkeit von ihm und blockte das sofort ab.

Eine andere meiner Bekannten hatte nicht so viel Glück. Sie war in Ausbildung bei einem südamerikanischen Schamanen gewesen und sehr stolz darauf, daß er ihr eine besondere Trommel geschenkt hatte, die sie in ihrem Schlafzimmer aufbewahrte. Sie nahm dann immer wieder seine Anwesenheit wahr und war auch darauf anfangs noch stolz, bis sie feststellte, daß sie ihn nicht mehr los bekam und dann alles mögliche versuchte um diese Übergriffigkeit zu stoppen. Dazu muß man sagen, daß beim Tod eines Schamanen seine Trommel zerstört wird, weil man fürchtet er könne sich sonst noch rumtreiben, was ja dann wohl auch so ist.

Was mich selbst betrifft, so habe ich vor kurzem ein weiteres Mal aufgeräumt und dabei festgestellt, daß ich noch immer Schmuck aus dieser Zeit hatte, worauf ich wieder damit beschäftigt bin den Kerl ein weiteres Mal loszuwerden. Gott sei Dank gibts Weihwasser und Gebete zu Maria und dem Erzengel Michael.

Soviel auch zu der angeblichen Emanzipation, die mit magischen Praktiken verbunden ist. Damit ist es nicht weit her. Und erzählt mir nichts davon, daß eine Frau eben nicht bei einem Mann in die Lehre gehen dürfe. Ich kenne mindestens 2 Frauen, die in Abhängigkeit zu einer übergriffigen Frau geraten sind. Magie ist in sich übergriffig und offenbart damit die Finsternis aus der sie stammt.