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Mittwoch, 7. Oktober 2015

Habt Ihr das gewusst?


Auf Facebook mal wieder die leidige Diskussion über Hand- und Mundkommunion:

T. K. Wenn Jesus Christus selbst zu den Jüngern sagte, als er ihnen das Brot gab: "Nehmet, esset", erkenne ich keinen Grund, das Brot nicht in die Hand zu nehmen. Gerade die eigenständige, selbstbestimmte Handlung des Selbst-Zum-Mund-Führens verstehe ich als bewusste Entscheidung, gewissermaßen ein kleines "Ja" zu Christus. Damit vereitelt man das Wort Gottes nicht, sondern man bekennt sich selbst dazu.

U. B. FALSCH: accepit heißt nicht "nehmet", sondern nehmt an. Es entspricht der Sitte des Hausherrn bis HEUTE! Seinen Gästen ein Stück Brot in Olivenöl in den Mund zu geben. Also Irrtum auf der ganzen Linie.

D. M. Interessant. Ist das in Israel so?

U.B. Ja, man kennt das als ganz normalen Ritus, durch den man mit besonderen Freunde seine Verbindung ausdrückt. ...
In dieser Kultur gibt es 21 verschiedene Bezeichnungen für die "Nähe" eines "Freundes" zur Familie. Dies ist eine Stufe davon. Bis heute in Übung und für die Antike belegt.

Das Bild kommt von hier.

Samstag, 26. September 2015

Schuld und Sühne



Im alten Ritus ist heute Quatember und ein Buß- und Fastentag. Im neuen Ritus wird für die Erneuerung der Gemeinde gebetet.

In der Heiligen Messe:

Ich erinnere mich daran, daß ich kurz nach meiner Bekehrung bei Exerzitien den Tabernakel öffnete (die Gemeinschaft hat eine Sondergenehmigung, daß das jeder tun kann der beten will wann immer er das möchte) Während ich im Gebet davor saß sah ich daß die Hostie zu brennen begann, dann wurde sie rotbraun wie altes Blut und in ihr erschien mir ein Drache, der kreisrund in der Hostie lagerte. Ich begriff damals, daß es mit meiner Konversion noch nicht getan war.

Ich schaue mir unseren Priester an der von sich sagt daß er sich verachtet und begreife, daß er gerade deshalb ein so gutes Werkzeug für Gott ist.

Als ich niederknie um die Hostie zu empfangen überfällt mich völlig überraschend und erschreckend der Stolz mit dem Gedanken, daß ich besser sei als andere, weil ich schon so viel geopfert habe und gerade wieder eine Gebetsinitiative zur Erneuerung der Gemeinde angestoßen habe.

Die Erklärung erfolgt, noch bevor ich die Hostie schlucke und sie in einer Vision dabei noch einmal empfange: "Du hast mehr zu sühnen als andere und ich gebe dir die Gelegenheit dazu."

Vielen Dank daß das jetzt klar ist.

Das Bild kommt von hier.

Sonntag, 9. August 2015

Den Herrn im Tabernakel trösten


Gregorianische Messe Freitag Abend

Unser Pfarrer referiert über den Heiligen Pfarrer von Ars, der gesagt hat daß es Jesus schmerzt wenn er allein gelassen wird. Er liebt uns und will wiedergeliebt werden.

Zum Schluß sagte er:

Trösten wir jetzt den Herrn im Tabernakel

Und das kann ich verstehen.

Es ist mir meistens zu viel abends noch einmal in die Kirche zu gehen obwohl ich es ja nicht weit habe. Nach der Arbeit ist es für mich wie eine weitere Anforderung. "Du mußt da jetzt bitten gehen, Gebete sprechen, auf jeden Fall etwas organisieren und tun." Und davon habe ich schließlich schon genug. Es läuft auf eine Sieben-Tage-Woche raus.

Aber den Herrn im Tabernakel trösten, einfach nur hingehen und da sein damit er nicht alleine ist, so wie der Bauer, von dem der Heilige Pfarrer von Ars berichtet, der einfach hinging und auf die Frage was er da so lange täte antwortete: "Ich schaue ihn an und er schaut mich an", das kann ich tun.

Und das habe ich dann heute getan und mich unvermittelt in Tränen aufgelöst ...

Und zum Schluß stellte ich dann fest, daß wir beim Küstern ausgerechnet den Tabernakelschlüssel nicht weggeschlossen hatten - na ja jetzt ist er da wo er hingehört :)

Donnerstag, 4. Juni 2015

Fronleichnam

Pfarrer und Diakon unserer Gemeinde - und sie meinen es so wie es aussieht. Ich bin sehr froh darüber.

Eine Fotoserie unter Pfarrgruppe Darmstadt-Ost auf Facebook (Fronleichnam in Ober-Ramstadt)


Freitag, 5. September 2014

Er hat es versprochen

Während eines Rosenkranzgebets, bei dem ich nahe daran war die IS zu verfluchen wegen ihrer Morde, Kreuzigungen, Folter und Vergewaltigungen wurde ich gefragt inwieweit wir denn besser seien im Westen. So viele Menschen wie wir mit unseren Abtreibungen ermorden habe die IS noch lange nicht umgebracht.

Und jetzt kommt auch noch die Meldung aus England, daß pakistanische Banden allein in der englischen Kleinstadt Rotherham 1400 Kinder vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen haben - und die Behörden haben weggeschaut wie sie hier in Deutschland wegschauen, wo ein Mangel an Kontrolle unter dem Motto der sexuellen Emanzipation dazu geführt hat, daß die Zwangsprostitution massiv zugenommen hat. Ist das besser als die Vergewaltigungen durch die IS?

Wir können uns wirklich nicht über die Moslems erheben, die die Islamisten nicht verurteilen, wir verurteilen unsere Schandtaten nicht nur hier auch nicht sondern verkaufen unsere Abtreibungen, genauso wie das Wegschauen beim Missbrauch von Kindern auch noch damit, daß wir das Freiheit und Emanzipation nennen.

Wir versündigen uns allesamt und alle haben ganz großartige Entschuldigungen dafür und glauben daran so die Menschheit zu retten und zu befreien. Wie sollen wir jemals aus diesen völlig festgefahrenen Ideologien herauskommen? Und wir rennen immer weiter - von einer Ideologie zur nächsten und von einem Weltkrieg zum nächsten. Wir sind offenbar viel zu blind und brauchen viel zu lange um zu verstehen in welches neue Unglück unsere Ideen uns gerade wieder führen, und dann stehen wir schon wieder am nächsten Abgrund den wir nicht vorhergesehen haben.

Kann man überhaupt so viel beten um daran etwas zu ändern? Soll ich überhaupt weiter beten? Selbst wenn - wie ich höre - kein Gebet ungehört bleibt? Eigentlich hilft da doch nur noch daß Gott dreinschlägt und diese verrottete Menschheit untergehen und uns alle in der Hölle braten läßt.

Nein, wir schaffen das nicht allein und Gott weiß das, aber - so hörte ich zu meinem Trost - da gibt es immer noch die Gnade. Ohne sie könnten wir gegen die gerade wieder weit offenen Pforten der Hölle einpacken. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, daß Jesus jedes Mal bei der Heiligen Messe die Hostie in seinen Heiligen Leib verwandelt, und zwar nicht weil ich darum bitte, sondern weil er es versprochen hat.

Und daher hoffe ich jetzt auf die Gnade Gottes und bete tapfer täglich meinen Rosenkranz und weine um die Ermordeten, Vertriebenen und Vergewaltigten und habe manchmal das Gefühl daß Maria mit mir weint. Und ich entschließe mich auf das Versprechen von Jesus Christus an Petrus zu vertrauen: Du bist Petrus (der Fels). Und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.

Solange es noch auf dieser Erde auch nur einen Ort gibt wo die Heilige Eucharistie gefeiert wird hat die Hölle noch nicht gewonnen.

(Der Post ist schon ein paar Tage alt, ich habs nicht fertig gebracht ihn sofort zu veröffentlichen.)

Das Bild kommt von hier.

Montag, 8. Oktober 2012

Wie komme ich zu einer kompletten Heiligen Messe am Rosenkranzfest?

Ganz einfach: Ich gehe in eine tridentinische Messe. Gewidmet war die Messe den Armen Seelen im Fegefeuer, für die ich gerade regelmäßig bete. Es gab eine gute Predigt zum Beginn des Jahres des Glaubens und zum Schluß noch einen Eucharistischen Segen und ein Rosenkranzgesätz "Der in uns den Glauben stärke". Es gab Psalmentexte, Marienlieder, das Schuldbekenntnis und jede Menge ehrfurchtsvolle Anbetung.

Und ja - ich war mal wieder auf der Flucht vor den Kindergottesdiensten in unserer Pfarrei mit ihren windigen Liedchen mit schlechten Texten und schlechter Musik und einem Bandleader, der es schon fertiggebracht hat zur Wandlung "Scarborough Fair" zu spielen und am Schluß der Messe "Puff the magic Dragon" (Haschischlied) oder "San Francisco" (Hippielied). Keine Ahnung ob da irgendjemand vom Rosenkranzfest und der Schlacht von Lepanto gesprochen hat, ich wollte es nach dem letzten Kindergottesdienst aber auch keinesfalls ausprobieren und mir ein Fest, das mir so wichtig ist wie dieses durch Oberflächlichkeit verderben lassen.

Ja ich habe Gott auch dort schon getroffen, aber vor lauter Gehampel kommt man wirklich kaum dazu mit ihm zu reden und ihm zuzuhören :( Wenn man vom dreifaltigen Gott und dem Glauben der Heiligen Katholischen Kirche da mal einen Zipfel erwischen will muß man schon ziemlich schnell sein.

Daher flüchte ich ab und an und gönne mir die volle Dröhnung katholisch und fühle mich danach rundum geistlich satt.

Da ich das hier nicht nur für Insider schreiben will hab ich mal einiges verlinkt.

Das Bild kommt von hier.

Sonntag, 12. Februar 2012

Kinder Gottes

















In der gregorianischen Messe heute wurde mir bewußt, wie sehr die Art wie diese Messe zelebriert wird das gemeinsame Gebet verstärkt und dadurch auch verdeutlicht, daß es nicht selbstverständlich ist, daß wir den Leib Christi erhalten, sondern daß wir darum bitten müssen. Und eine Bitte kann auch durchaus nicht erfüllt werden. Es wird dadurch deutlicher, daß man nicht einfach ein Recht darauf hat die Heilige Eucharistie zu bekommen, nur weil man jedes Kind gleich behandeln soll und darum jedes sein Plätzchen bekommen muß:

Der Priester am Altar, zwei erwachsene Ministranten, die wie die Kinder an seinem Rockzipfel hängen und so verdeutlichen daß wir vor Gott Kinder sind, aber auch, daß der Priester dort nicht alleine und nicht alleine gelassen steht, sie bilden zusammen mit den Ministranten hinter ihnen eine Pfeilspitze, die auf Gott weist, und der Korpus dieses Pfeils ist die Gemeinde. Durch diese Zielrichtung empfinde ich die Vereinigung im Gebet nicht nur als viel stärker, sondern auch den Priester viel mehr als einen von uns als in der neuen Messe, da wir ja alle gemeinsam zu Gott gewandt beten.

Dazu kommt noch, daß der Priester sehr deutlich vor uns bekennt, daß er nicht würdig ist den Leib Christi zu empfangen, er verdemütigt sich also vor allen anderen vor Gott, genauso wie er auch das Schuldbekenntnis als erster spricht, da ist es doch deutlich einfacher in der größeren Gruppe der Gemeinde unterzutauchen als, obwohl ritualisiert, zu sagen: Ich sehe zwar aus wie der Chef hier, aber ich bin auch nicht würdig Gott zu empfangen.

Außerdem wird das Bekenntnis: "Ich bin nicht würdig, daß Du eintrittst unter mein Dach..." drei Mal gesprochen. Auch das ist etwas was jede Mutter weiß wenn sie schimpft: "Immer muß ich Dir alles drei Mal sagen!" In jedem von uns ist auch als Erwachsener noch ein Kind, dem man alles "drei Mal sagen" muß, die alte Messe berücksichtigt das und ist dadurch viel eindrücklicher.

Das Bild kommt von hier.

Samstag, 19. November 2011

Grippe und ein Segen

Ich bin heute mit der schwersten Grippe seit langem trotzdem, verspätet, in die tridentinische Messe gegangen. Ich spüre nach wie vor, alte Esoterikerin die ich bin, dem nach, was in der Heiligen Messe geschieht. Aber heute ging das einfach nicht, ich war auch dazu zu krank, der Himmel schien für mich leer.

Da so gar nichts auf meinen üblichen Wegen der Wahrnehmung ging sagte ich schließlich zu Jesus Christus. Auch wenn ich Dich nicht spüren kann: Ich weiß daß Du da bist.

Und dann war der Himmel mit seinem Licht und seiner Liebe plötzlich da, raumfüllend und viel größer als ich ihn sonst spüren kann, als würde ich durch mein Hinterherspüren den Himmel auf mein eigenes kleines Sichtfenster reduzieren.

Und ich verstand: Du glaubst erst wirklich, wenn Du nichts wahrnehmen kannst und trotzdem glaubst. Dann kommt der Himmel als Geschenk zu Dir und Du mußt Dich nicht mehr so mühen ihn zu erreichen.

Das Bild kommt von hier.

Sonntag, 10. April 2011

Vertrauen













































Aufgrund meiner Geschichte - zu viele Sekten, esoterische Gurus und Wesen aus der unsichtbaren Welt, deren Motive und Wünsche an mich häufig ziemlich unklar und zweifelhaft waren - habe ich immer mal wieder Probleme selbst Jesus und Maria zu vertrauen. Das wechselt dann, mal habe ich mehr Probleme mit Jesus, mal mit Maria.

Heute bekam ich mit der Heiligen Eucharistie ein besonderes Geschenk. Gerade mal wieder im Zweifel ob ich denn Maria vertrauen kann, obwohl sie mich zurück geführt hat, stand mir plötzlich in großer Klarheit vor Augen wie sehr der Vater, der Sohn und der Heilige Geist ihr vertraut haben.

Sie haben ganz offenbar gewußt, daß sie ohne jedes Wanken zuverlässig ist, so zuverlässig, daß der Sohn Gottes so schwach werden konnte wie ein Kind im Mutterleib und so schwach wie bei seinem Tod am Kreuz.

Er wußte, daß sie ihn immer tragen, halten und lieben würde. Deshalb gibt es auch letztendlich keinen Unterschied zwischen der Ikone Gottesmutter des Zeichens und der Pietá von Michelangelo.

Sonntag, 30. Januar 2011

Liebe und Tod

Eine Frau, deren Mann vor kurzem sehr plötzlich gestorben ist erzählt mir, daß sie nach wie vor, wie von Anfang ihrer Trauer an - und sie ist sehr sehr traurig - sich ihrem Mann ganz nahe gefühlt hat wenn sie die heilige Eucharistie empfängt.

Ich habe mich gefragt, warum das so ist, aber eigentlich scheint mir das klar.

In der Liebe Christi ist alle Liebe enthalten, denn er ist die Liebe. So ist darin auch die Liebe einer Frau zu ihrem Mann und seine liebende Antwort darauf enthalten. Ich finde das sehr tröstlich, denn es zeigt doch wohl auch, daß Christus ihren Mann in seine Liebe und sein Licht aufgenommen hat. Ein Segen, den sich jeder für seine Verstorbenen wünscht.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Missionar am Missionssonntag



Wir hatten heute das besondere Privileg einen Missionar als Prediger zu hören. Er stammt aus Indien, hatte in Deutschland einige Jahre eine Pfarrei und missioniert jetzt in Afrika. Aus seiner Zeit hier in Deutschland kennt er unsere Probleme mit dem Säkularismus aus eigener Anschauung und erzählte uns aus seiner eigenen Geschichte, worauf es letztendlich bei der Mission ankommt: Er war in seiner Zeit als Pfarrer in Deutschland sehr verzweifelt, dachte daran aufzuhören und heulte seinem geistlichen Begleiter vor, daß er völlig ausgebrannt sei. Dieser gab ihm darauf folgenden Text aus dem Evangelium um darüber zu beten.
Joh. 6, 54-57
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Joh.6,60
Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?
Joh.6,66-69
Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
Und unserem Missionar wurde bewußt, daß wir nur missionieren können, wenn wir uns auf den Kern konzentrieren, ohne den alle Mission umsonst und leer ist - und dieser Kern ist Jesus Christus.

Bei dem Video dachte ich der Name erscheint automatisch, was leider nicht der Fall ist. Es handelt sich um einen südafrikanischen Männerchor.

Montag, 21. Juni 2010

Kniend vor Gott

Ich höre gerade daß vor kurzem in einem Sonntagsgottesdienst in der nächsten Provinzstadt Mundkommunikanten lächerlich gemacht wurden. Das sei ein unreifes, unmündiges und kindisches Verhalten, das abgelegt werden müsse. Sauber!

Schon bevor ich gefirmt wurde hatte ich einen solchen Hunger nach der Eucharistie, daß ich den Pfarrer fragte ob ich nicht schneller aufgenommen werden könnte. Er schlug mir vor, doch schon mal vorher zu gehen und sie mir zu holen, Andere würden das auch tun. Es war mir zu heilig, ich wollte nur eingeladen gehen und mir etwas so Kostbares nicht erschleichen. Es ist immer noch das anbetungswürdige Wunder für mich das es zu Beginn war.

Im ersten Jahr nach meiner Firmung war ich so berührt während des Gottesdienstes, das ich fast jedes Mal weinte. Ich habe das von vielen Konvertiten gehört aber auch von einer cradle-catholic, die mir sagte sie müsse derzeit im Nachbarort zum Gottesdienst gehen, damit sich ihre Gemeinde, die sie seit ihrer Kindheit kannte nicht sonstwas deswegen ausdachte. Ihr seht, auch Katholiken könne sich bekehren. :)

Dann entschlossen wir uns an einem Sonntag nach Regensburg zu fahren. Ziemlich verrückte Idee, denn wir mußten mehrere Stunden hin und zurück fahren umd hatten nicht besonders viel Zeit dort. Wir sahen uns einiges an und stolperten auch völlig unvorbereitet in die Kirche St. Josef wo mir gesagt wurde: "Ja, Du bist angekommen!" in der katholischen Kirche. Mein damaliger Beichtvater wunderte sich daß ich nicht in Jubelschreie ausbrach sondern erst mal vorsichtig wissen wollte was das wohl bedeute. Und ich hatte recht, denn danach kam es knüppeldick: Ich bekam einen Schnelldurchlauf über den Zustand der deutschen katholischen Kirche. Die ganze Misere.

Und stellte fest, daß ich mich nicht "höflich" danach richten durfte, was man so in modernen katholischen Kreisen tat, denn es entsprach überhaupt nicht dem was ich empfand und weswegen ich gekommen war. Vor allem begann ich bei der Wandlung zu knien auch wenn ich keine Bank hatte und natürlich kniend zu kommunizieren. Ich habe während meiner esoterischen und schamanischen Zeiten gekniet wo ich es nicht hätte tun sollen und sollte mir zu schade sein vor Gott zu knien?

Donnerstag, 3. Juni 2010

Maria Bundeslade und Apokalyptische Frau

Eine Monstranz, die sich so stark an der Offenbarung des Johannes - Maria als Bundeslade des Neuen Bundes (Offenbarung 11, 19 und 12) - orientiert, habe ich noch nicht gesehen. Sie sagt alles über Marias Rolle in der Heilsgeschichte was man wissen muß. Sie ist daher zwar erklärungsbedürftig, wie schließlich jede religiöse Darstellung - denn auch das Kreuz erklärt sich nicht von selbst - aber keine Götzenanbetung, wie das Marienverehrern auch von "modernen" Kathogelen vorgeworfen wird. Nur wer die Hostie nicht für den Leib Christi sondern nur für einen gesegneten Keks hält kann auf die Idee kommen hier werde Maria angebetet.

Ohne Maria´s "Ja", die Jesus von Anfang bis Ende seines irdischen Lebens in ihrem Herzen getragen hat hätte es die Erlösung schließlich nicht gegeben. Diese Monstranz - und die Ikone "Muttergottes des Zeichens", auf die sie sich bezieht verweisen darauf, daß wir über Marias Liebe und Vertrauen zu Gott auch zu der Liebe zu ihrem Sohn kommen können. Wenn wir sie bitten nimmt sie uns mit in ihre eigene Anbetung, die immer noch andauert. Denn da es für Gott keine Zeit gibt trägt Maria Jesus immer noch unter ihrem Herzen wie sie auch noch immer unter dem Kreuz steht.

Fronleichnam und die Anbetung der Heiligen Eucharistie zeigen vielleicht am deutlichsten von allen Festen worauf es ankommt, das einfache bäuerliche "Ich schaue den guten Gott an und er schaut mich an." (Unter 1.5) Eigentlich geht es nur darum wie Maria in der beständigen Anschauung und Anbetung des Gottessohnes zu bleiben und ihn in unserem Herzen zu tragen. Der Glaube ist einfach.