Dienstag, 14. September 2010

Eine Lichterkette und die Gospa

Am Sonntag steckte mir auf unserem Pfarrfest ein alteingesessenes Gemeindemitglied einen Zettel zu mit der Überschrift: "Lichterkette" und sagte mir das komme von der Gospa von Medjugorje, es sei gut und er würde dabei mitmachen. Ich las das Blatt kurz durch und blieb umgehend an folgenden Sätzen hängen:

"Lichterkette" (Achtung Esoterik-Alarm) "zur Rettung der Menschheit und der Rettung unseres Planeten" (ne Nummer kleiner habt ihrs nicht) "12. September 2010 um 21:30 Uhr" "So bilden wir eine gewaltige Lichterwelle. Eine starke Quelle positiver Energie" (Und noch mal Eso-Alarm). "Sendet einen mächtigen Lichterstrahl" (Das haben wir bei Esoterikerns auch reichlich gemacht) und so ging das dann weiter mit Warnungen vor den letzten Zeiten und wie sehr wir uns anstrengen müssen. Das zeichnet aber Esoterik genau aus, da geht es nicht um Gebet und Vertrauen in die Liebe und die Kraft Gottes sondern um die Rettung der Welt durch eigene Anstrengung zu "genau dieser Zeit".

Ich war bei dem Pfarrfest ziemlich eingespannt und am nächsten Tag fiel mir auf, daß ich durchaus daran gedacht hatte mitzubeten (schließlich bete ich auch Novenen oder bete bei der Aktion Ninive) es aber einfach vergessen hatte. Es beschäftigte mich dann wegen der Umstände unter denen ich es erhalten hatte und meiner gesträubten Esoterik-Erinnerungs-Haare so, daß ich in einen E-Mail-Austausch mit unserem Pfarrer eintrat.

Im Verlauf dieses Austauschs fiel mir erst auf, daß das Blatt keinerlei Impressum oder Kontaktadressse trug, was man von so einer angeblich groß angelegten Aktion (3-6 Monate Vorbereitung, Übersetzung in alle Sprachen) ja erwarten sollte und schließlich schaute ich mal auf der offziellen Medjugorje-Website nach und stellte fest: Das kommt nicht daher! Weder gibt es dort irgendeinen Hinweis auf eine Gebetsaktion am 12. September 2010 noch war von einer Rosenkranzgebetsaktion und positiver Energie für die ganze Erde und dergleichen irgendwo die Rede. Eine Privatoffenbarung unbekannter Herkunft also und der Sprache und dem Alarmismus nach zu urteilen nicht der besten.

Mir sind schon öfter Leute begegnet, die mir verschiedenste Wunder nahebringen wollten, teils anerkannt teils nicht. Und natürlich weiß ich daß es Wunder und Marienerscheinungen gibt, was mich aber stutzig macht ist der Trotz, der bei den Leuten durchscheint wenn sie so etwas erzählen.

Das Problem dabei scheint mir zu sein, daß sich auch diese Art von Katholiken genau wie die Modernisten ein Stück weit von ihrer Kirche verabschiedet haben, nachdem über sehr lange Zeit Hirten das Sagen hatten, denen Erscheinungen wie in Lourdes und Medjugorje und viele andere nur peinlich waren, die sie bestenfalls als etwas für das dumme Volk verunglimpften, schlimmstenfalls, wie ja auch in Wigratzbad, versuchten zu unterdrücken. Hirten, die ihre Herde geringschätzen, die aber selbst nicht einmal mehr in der Lage sind an das Wunder der Verwandlung von Brot und Wein in den Leib Christi zu glauben, geschweige denn dies ihren Gläubigen zu vermitteln. Und die Leute hungern dann nach dem Mysterium, von dem sie doch spüren daß es das gibt.

Deshalb ist es so wichtig gewesen, daß Papst Benedikt XVI eine seiner ersten Reisen zum Muschelseidentuch von Manopello unternommen hat um dort zu beten, ohne irgendwelche programmatischen Reden zu schwingen. Durch seine bloße Aktion hat er gezeigt: Seht her, Wunder gibt es.

Ich denke, die Unterstützung durch den Papst und die Priester - und endlich auch eine Entscheidung zu Medjugorje mit seiner mittlerweile jahrzehntelangen Beicht- und Bußpraxis - zusammen mit dem Angebot regelmäßiger eucharistischer Anbetung, ist das, was auf die Dauer Menschen, die wissen daß das Mysterium existiert, es aber in ihren Kirchen nicht mehr erhalten davon abhalten wird, so etwas wie eine katholische Esoterik zu entwickeln und damit einen Privatglauben, der sich immer weiter von dem Glauben der Einen Heiligen Katholischen Kirche entfernt.

Freitag, 10. September 2010

Gnadenstuhl























Der Gnadenstuhl ist für mich eine sehr tröstliche Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, denn er zeigt, daß nicht nur Christus uns so geliebt hat daß er sich für uns geopfert hat, sondern daß Gottvater und der Heilige Geist in dieser absoluten hingebungsvollen Liebe mit ihm einig sind. Es ist wie eine Demonstration Gottes: Seht her, so sehr liebe ich euch!

Fundsache

Ich habe gerade eine Ergänzung zu meinem letzten Post gefunden. Ein Irrer, der die Menschenfeindlichkeit auf den Punkt bringt.

Donnerstag, 9. September 2010

Abtreibung und Sentimentalität

Ich denke schon eine Weile darüber nach daß es da einen Zusammenhang gibt zwischen massenhafter Abtreibung und größter Sentimentalität angesichts von leidenden Tieren, was dann häufig noch mit einer starken Misantrophie verbunden ist. Dieser Artikel hat mich dazu animiert einfach mal ein paar Gedankensplitter dazu zusammen zu tragen.

Ich finde Tierversuche auch nicht in Ordnung, aber die Alternative kann ja wohl nicht Menschenversuche heißen. Genau dahin führt uns aber die gesellschaftliche Entwicklung seit Jahren. Der Mensch wird als Vernichter und Zerstörer der Welt angesehen, eine Reduzierung unserer Art als Mittel um die Welt zu retten und Abtreibung als Mittel der Wahl, sei es mittels Pillen oder direkt, ebenso wie Sterilisationen. Daß Brutalität häufig mit Sentimentalität einhergeht habe ich zumindest schon öfter gehört. Menschen, die in Tränen angesichts getöteter Seehund-Babies ausbrechen aber ihre eigenen Kinder töten.

Verstärkt wird diese Überhöhung der Natur denke ich noch dadurch, daß es ja nicht politically correct ist an den Folgen einer Abtreibung zu leiden. Mit einigem Entsetzen habe ich in diesem Artikel festgestellt, daß, wo das Leiden an einer Abtreibung (post-abortion-syndrom) nicht in die eigene Ideologie paßt dieses Leiden einfach als Erfindung von rechten Abtreibungsgegnern abgekanzelt wird. Auch wenn diese Leute von 1000 Kreuze in die Spree zweifellos Extremisten sind, so gehört doch die Haltung Abtreibung sei nichts Besonderes seit Jahrzehnten zum allgemeinen Verhaltensstandard eines "modernen Menschen".

Nur daß sich eben starke Gefühle wie Trauer, Verlust und das Bewußtsein sein eigenes Kind umgebracht zu haben nicht einfach abschalten lassen, was bedeutet, daß diese verbotenen Gefühle in den psychischen Keller verdrängt werden - und von da wirken sie dann und suchen Auswege, um sich doch noch äußern zu können.

Und diese Auswege finden sie in einer übersteigerten Tierliebe, in einer Herabwürdigung des Menschen (der ja ein Kindermörder ist) und in einer allgemeinen Depression daß der Mensch das Urübel der Welt ist: Alle Menschen sind schlecht und gehören von dieser Erde getilgt, überlaßt die Erde der Natur. Ich denke dazu gehören auch die ganzen Extremvegetarier, bei denen schon gar nicht mehr ankommt, daß die Menschheit gar nicht bis heute überlebt hätte ohne Fleisch zu essen und für die alle Fleischesser Mörder sind. (Ich war auch zeitweise Vegetarierin)

Wir haben uns damals die Landkarten angesehen, in denen stark besiedelte Gebiete orange gezeichnet sind, was dann tatsächlich wie ein Krebsgeschwür auf der grünen Umgebung aussieht. Ein Beweis für uns daß nicht die Erde von Gott für die Menschen gemacht wurde sondern daß der Mensch die Erde zerstört.

Keine Frage daß wir mit dem Heiligen Franz die Schönheit der Erde nicht nur besingen sollen sondern sie auch hüten, aber wenn wir dafür zu Mördern an unseren eigenen Kindern werden so wird das eben nicht die Wirkung von größerer Liebe untereinander haben sondern von größerem Haß und dann wird eine allgemeine Menschenfeindlichkeit mit immer mehr Gefühlen, die man weder denken und schon gar nicht aussprechen darf sich in einem Krieg entladen. Und seit wann haben Kriege die Natur und die Tiere geschont? Überhaupt nicht.

Sonntag, 5. September 2010

Freie Entscheidung




















Ich erzähle Euch etwas aus meinem Schamanenleben:

Während meiner Spaziergänge und Rituale im Wald kam ich an einen Kreuzweg, der sozusagen aus heiterem Himmel für mich von einer einfachen Wegkreuzung zu einem Ort der Entscheidung wurde und hatte die Wahl rechts oder links zu gehen. Links ging es bergauf, Düsternis, flüsternde Stimmen aber auch die Einsamkeit des Waldes, die Sicherheit in der Natur, die mir Freund war. Rechts ging es bergab, es war hell, ich sah Rehe, es waren Menschen dort und am Himmel kreisten lange Zeit vier Bussarde in einem engen Kreis bis sie einer nach dem anderen Richtung Osten abstrichen. Der Bussard ist der Adler unserer Wälder und steht für den großen Geist, das Reh steht für die Kraft der Liebe. Und ich entschied mich dazu nach rechts zu gehen, obwohl mir bewußt war, daß es nicht leicht werden würde, ich meinen Wald verlassen mußte und wieder zu Menschen gehen.

Ich habe gehört, daß der große Geist nicht dasselbe ist wie Gottvater. Ich weiß nicht ob das stimmt, aber ich weiß, daß meine Rituale so etwas wie meine erste Verteidigungsstellung gegen meinen Guru und seine Helfer aus der unsichtbaren Welt in meiner esoterischen Gruppe waren. So wie uns Katholiken vorgeworfen wird, wir würden Heilige und Maria anbeten, obwohl wir sie nur um ihre Vermittlung beim dreifaltigen Gott bitten, so beten auch die indianischen Völker weder ihre Totems an noch die Sonne, sondern die "Sonne hinter der Sonne", den Schöpfergeist. Und so habe auch ich es gehalten. Die Erklärung, die ich für das Wahre im Unvollkommenen habe trifft sich wohl am ehesten mit der Erklärung der katholischen Kirche, daß die Erkenntnis Gottes dem Menschen eingeboren ist und daher auch andere Religionen Teile davon erkannt haben.

Und jetzt erzähle ich Euch warum das Reh für die bedingungslose und mitleidige Liebe steht:

Die Tiere beschwerten sich sehr, denn niemand konnte mehr zum großen Geist kommen weil auf dem Weg dorthin ein fürchterlicher riesiger Dämon stand, der sie daran hinderte. Davon hörte auch das Reh und es ging zu diesem Dämon, der sich aufplusterte und es bedrohte, das Reh aber hatte Mitleid mit diesem armen Wesen, das es nötig hatte sich so wichtig zu machen und es stand einfach unverrückbar da und hatte ihn lieb. Und der große böse Dämon wurde dadurch immer kleiner und schrumpfte schließlich auf die Größe einer Walnuß. Seitdem ist der Weg zum großen Geist wieder frei und jeder kann dorthin gehen.

Mittwoch, 1. September 2010

Eine gute Beichte und Padre Pio


Ich habe mich gefragt, warum ich derzeit mehr Schwierigkeiten mit der finsteren Fraktion von der anderen Seite habe als seit meiner Aufnahme in die katholische Kirche. Eine gute Beichte hat da schon viel mehr Klarheit gebracht und dieser Rat von Padre Pio auf Evangelizo.org.

Ich kann Evangelizo.org nur noch einmal ausdrücklich empfehlen. Die Katechese der täglichen Lesungen besteht nämlich in Texten von Kirchenvätern, Päpsten und Heiligen. Also richtiges Schwarzbrot!

Freitag, 27. August 2010

Blogozesentreff im "Rustico" beim Forum

Ich habe mit dem Hotel Esperanto telefoniert, zum Mittagessen gibt es keine Tischreservierungsmöglichkeiten, das ist bei 1000 erwarteten Gästen nicht möglich.

Ich habe daher für Samstag 14:00 Uhr einen Tisch im "Rustico", einem kleinen Restaurant ebenfalls im Kongreßzentrum, für 6 bis 8 Personen bestellt. Dort kann man zwar auch essen aber ebenso auch nur was trinken.

Wer kommen mag kommt.