Montag, 23. August 2010

Warum können Konvertiten nicht einfach nur glauben?

fragt mich Ginevra hier. Das finde ich eine berechtigte Frage. In der Tat bin ich in die katholische Kirche gekommen und wollte "einfach nur glauben". Ich habe mich gefreut nach diesem ganzen Rumgerenne und Getriebensein bei Jesus Christus auszuruhen. Denn ja, es war auch spannend, aber ich habe in meinem Leben durch diese ständigen Wechsel jede Menge Menschen verloren, die mir lieb waren und bin eigentlich nirgends zu Hause gewesen.
Das habe ich also auch in der katholischen Kirche gesucht, die Gemeinschaft der Heiligen mit denen man vielleicht zusammen noch ein bißchen heiliger werden kann und mit denen zusammen man vor allem beten kann. Was mich dann als erstes regelrecht schockiert hat war, daß Gebet außerhalb des Gottesdienstes so gut wie nicht vorkam und darin auch öfter nicht. Es gab da einen Kindergottesdienst, der mir in bleibender Erinnerung blieb: Der Pfarrer packte eine Erste-Hilfe-Kiste aus, in der vom Tempotaschentuch bis zum Teebeutel alles mögliche drin war. Er packte immer weiter aus - die Gemeinde wurde schon unruhig - und ich dachte immer: Jetzt wird er aber sagen, daß ein Gebet hilft. Das tat er aber nicht. In diesen ganzen Kindergottesdiensten bekam ich den Eindruck, daß man Kindern Gott und seinen Sohn Jesus Christus eigentlich nicht zumuten will. Später habe ich dann die Kindergottesdienste weiträumig umgangen. Und in den Predigten für Erwachsene gab es auch so gut wie keine Katechese. An was sollte ich denn glauben? Zunächst muß einem der Katechismus halt auch mal erklärt werden, wenn man ihn nicht mit der Muttermilch eingesogen hat.

Sonntag, 22. August 2010

Blozese-Treffen beim Forum deutscher Katholiken






Wir haben gerade mit Pater Recktenwald gesprochen. Er ist am Samstag beim Forum von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Beichtstuhl und könnte danach oder am frühen Nachmittag, das wäre von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr zu einem Blogozesentreffen kommen. Um 12:30 Uhr bis 14:00 Uhr ist Mittagessen. Wir können uns auch da treffen.
Wer kann und will denn kommen?
Wer möchte lieber zum Mittagessen ein Treffen um 12:30 Uhr, wer lieber um 14:00 Uhr?

Samstag, 21. August 2010

One-man oder One-God-Show?

DVD "Die Messe" Ausschnitte from Fr. Johannes M Schwarz on Vimeo.


Habe gerade donjojohannes entdeckt. Auf seiner website war ein Film zum Thema: Wie bekommt man die Kirche voll? Der hats mir im Zusammenhang mit den Diskussionen über One-Man-Shows und One-God-Shows angetan.

Ansonsten jede Menge Spaß mit Ernst bei donjojohannes. Klickt Euch durch.

Montag, 16. August 2010

Feminismus und Haare

Ich schreibe mal ein paar Posts über Feminismus und Frauenbefreiung und beziehe mich zunächst auf Kommentare aus dem Blog Mater amata von Johannes d.Ä. über Ministrantinnen und zwar auf etwas, was Frauen interessiert :)))) nämlich Frisuren.

Ich stimme Gregor zu, daß eine bestimmte Art sich darzustellen auch eine bestimmte politische Haltung signalisiert. Kurze Haare und Pixifrisur: Oberfeministin, die alles tun will was Männer tun, von Frauen aber nicht viel hält, es sei denn diese verhalten sich männlich. Wieso sie von Frauen nicht viel hält obwohl sie ja gerade die Frauenbefreiung auf ihre Fahnen geschrieben hat?

Nun, von was hat der Feminismus denn die Frauen befreit? Zuallererst ja mal von ihren Kindern: "Mein Bauch gehört mir!" Okay, unsere Fähigkeit Mutter zu werden ist ja nun ohne Frage eine spezifisch weibliche Fähigkeit. Frauen haben das aber jetzt bleiben zu lassen und statt dessen die "weit bedeutenderen" männlichen Dinge zu tun wie Karriere machen und Geld verdienen. Und eine solch grundlegende natürliche Fähigkeit wie die Fähigkeit Mutter zu werden zu verleugnen, zu diskriminieren und für wertlos zu erklären ist nicht frauenfeindlich? Und wenn das tausendmal aus dem Mund von Frauen kommt so ist es dennoch frauenfeindlich, es äußert sich darin ein beispielloser Selbsthaß und ein ebenso furchtbarer (und mörderischer) Mangel an Selbstwertschätzung.

Diesen Haß auf alles was weiblich ist sieht man an allen Ecken und Enden. Mütterlichkeit wird diskriminiert indem Berufe diskriminiert werden, in denen Frauen seit Jahrtausenden gearbeitet haben und die sie gerne machen, weil sie ihrer Fähigkeit zu mütterlicher Fürsorge entsprechen. Diese Berufe fallen jetzt unter das Verdikt, sie seien "dienende" Berufe, Frauen haben ja aber nicht mehr zu dienen sondern sollen jetzt herrschen. Zu diesen Berufen gehört die Krankenpflege, die Kinderbetreuung und auch das Lehren der Kleinen. Alle 3 Berufe werden auch heute von Frauen mehrheitlich ausgeübt, nur werden die Frauen, die das tun gleichzeitig "ermutigt" doch bitteschön andere Berufe auszuüben, wofür es dann die "Girls Days" gibt, wo den Mädchen im Ergebnis beigebogen wird, daß das was sie gerne tun - schon wieder - nichts wert ist.

Was Frauen davon haben, daß sie jetzt alles können sollen/wollen ist mir irgendwann aufgefallen als ich feststellte, daß ich wenn ich alles kann auch alles machen muß und nur noch am Rennen war: Kochen, Kinder betreuen, arbeiten gehen, Freie Schule gründen, politisch aktiv sein, Meditationszentrum gründen, eigenes Gemüse anbauen, putzen, renovieren, die Elektrik anschließen bis zu "Wo soll das Klavier hin?" Und selbst wenn ich vielleicht da besonders viel auf einmal gemacht habe, so sieht es so viel anders bei anderen Frauen, die Kinder haben auch nicht aus.

Und das Größte dabei ist noch, daß wir jetzt unsere Mütterlichkeit auch noch weiter verleugnen sollen indem wir Kinder gebären und sie dann schnellstmöglich beim Staat abliefern, weil man uns die Zeit nicht gönnt sie zu lieben und zu umsorgen wenn sie uns brauchen. Denn auch dieser Wunsch ist ja wieder nicht emanzipiert, außerdem braucht der Arbeitsmarkt die Frauen, damit wir die Rentner versorgen, die durch die vielen Mein-Bauch-gehört mir-abgetriebenen Kinder nicht mehr versorgt werden können.

Sind wir also wirklich freier geworden? Man hat unsere traditionellen Berufe als wertlos erklärt, wir müssen unsere Kinder abtreiben - denn der Comic, den Alipius gepostet hat ist durchaus realistisch - und wir müssen uns zu Gebärmaschinen degradieren lassen, die ein Kind austragen um es dann immer früher und möglichst sofort beim Staat abzugeben.

Das soll unsere Befreiung sein? Wir sind mehr denn je von unserer Selbstbestimmung befreit worden und sollen einer Ideologie gehorchen, die immer mehr staatliche Mittel erfindet, um uns dazu zu zwingen genau das zu tun, was diese Ideologie von uns fordert.

Deutschland ist nicht umsonst an letzter Stelle in der EU was die Geburtenrate betrifft. Welche Frau will sich diese Bedingungen denn noch antun?

Und da ich mit Frisuren begonnen habe schließe ich auch mit Frisuren. Ich und etliche andere Konvertitinnen ließen sich plötzlich unabhängig voneinander die Haare wieder wachsen. Wo Mutter Maria so wichtig ist durften auch wir wieder weiblich sein.

Und da das ja immer gesagt werden muß:
Nein ich will Frauen nicht "zurück an den Herd" schicken (da steht schon mein Ehemann).

Aber laßt uns mit eurem Geschwätz von Freiheit in Ruhe wenn Ihr uns gleichzeitig keine Wahl mehr laßt!






Sonntag, 15. August 2010

Maria, Hilfe der Christen

Zu Maria Himmelfahrt habe ich eine Katechese über die seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts auftretenden Marienerscheinungen gefunden, die sich im Gegensatz zu früheren Erscheinungen an die ganze Welt richten. Bitte hier klicken.

In einer Vision, die auf dieser sehr sorgsam gestalteten Website berichtet wird, verstand Papst Leo XIII, daß wenn der Satan 75 bis 100 Jahre Zeit bekäme um zu versuchen die Kirche zu zerstören diese jedoch Hilfe bekäme. Das werden dann wohl die vielen Erscheinungen von Maria sein.

Und schließlich habe ich noch eine Meldung gefunden, daß Papa Benedikt daran denkt wieder mehr Exorzisten zu bestellen. hier

Ich hoffe er tut es.

Donnerstag, 12. August 2010

Der schmale Grat

Lebensgeschichtlich notwendigerweise befasse ich mich schon seit einiger Zeit mit dem Unterschied zwischen Magie und Glaube. Es kommt mir manchmal vor wie der schmale Weg, der in den Himmel führt und der breite, der in die Hölle führt. Der breite sieht erst mal schön aus, denn Du merkst es gar nicht so schnell wenn du auf dem falschen Weg bist.

So fiel mir auf, daß ich selbst Sakramentalien als magische Mittel benutzt habe und zwar kürzlich und nicht in meiner schamanischen Zeit (eine solche Vermischung habe ich nie betrieben). Nach einem Kommentar zu einem meiner Posts stellte ich fest, daß es nicht ausreicht, wenn ich mich mit Weihwasser, Wunderbaren Medaillen etc. verteidige, denn auch wenn sie gesegnet sind kommt es vor allem darauf an, daß ich mein Vertrauen auf Gott setze. Tue ich das nicht "funktioniert" es nicht, das heißt ich werde dann die Anfechtungen nicht los.

Und das meine ich mit dem schmalen Grat. Ich bin mir oftmals nicht bewußt, daß ich noch immer alles selbst "in die Hände (manus)" nehmen, manipulieren, will, anstatt es Gott anzuvertrauen. Magie ist immer Selbermachenwollen - Manipulation mit verschiedensten Mitteln (und das können eben auch geweihte Dinge sein) - weil man nicht auf Gott vertraut, daß er nur das für uns zuläßt und an uns heranläßt was nach seinem Willen und höheren Wissen gut für uns ist. Und das kann auch ein übelwollender Geist sein, der uns dadurch zum Beispiel in diesem Fall unseren Mangel an Gottvertrauen zeigt.

Interessant war in diesem Zusammenhang die große Rosenkranzausstellung Zeitinseln-Ankerperlen aus der Schweiz, die es in Buchform noch gibt. Es gab da auch so etwas wie "Mischrosenkränze", also solche, die aus magischen Gründen zum Beispiel aus Schlangenknochen hergestellt waren.

Mittwoch, 11. August 2010

Was ist eigentlich los?

??? Alipius postet einen Disclaimer, verschiedene andere sagen es müsse ja niemand ihren Blog lesen, sie stünden aber treu zur Kirche, Gespräche am Jakobsbrunnen hat gleich ganz dicht gemacht unter dem Motto "Sie sind nicht eingeladen". Gab es durch die größere Öffentlichkeit durch Alipius´ Plakate vermehrt Angriffe?

Bitte klärt mich auf, gerne auch per mail, ich mag es überhaupt nicht wenn ich mal wieder nicht durchblicke was eigentlich abgeht. Ich habe die Blogozese schätzen gelernt und verzichte nicht gerne auf diese Art der Öffentlichkeit.