Sonntag, 20. März 2011

Ich habe heute das erste Mal


gleich zwei Predigten zu Verklärung Christi gehört. Seit meiner Konversion ist immer an Verklärung Christi der Fastenbrief unseres Mainzer Kardinals verlesen worden. Einmal ging es sogar im ganzen Brief um nichts anderes als Organisationsstrukturen und das seitenlang - gähn.

Heute wurde unser Diakon zum Ortsseelsorger der Malteser ernannt und da er die Urkunde dafür von einer Fürstin verliehen bekam und außerdem jede Menge Auswärtige da waren konnte man nicht gut den Hirtenbrief vorlesen. Also hatte ich morgens von unserem predigtbegabten Diakon im neuen Ritus und nachmittags von unserem predigtbegabten Pfarrer im alten Ritus gleich 2 Predigten zu Verklärung Christi. Ein gerechter Ausgleich für 6 Jahre nix an diesem Tag finde ich. Ich frage mich immer noch ob die Tatsache, daß der Fastenbrief in diesem Bistum immer auf Verklärung Christi fällt wohl Methode hat.

Verklärung Christi ist die Vorwegnahme der Verherrlichung Christi und die Ankündigung seiner Auferstehung und Gottessohnschaft, angesichts der "modernen" Theologie mußmaße ich daß das nicht ins Konzept paßt. Da Jesus da auf den netten Rabbi von nebenan reduziert wird und jegliches Außergewöhnliche wie auch seine Wunder "nachösterliche Legendenbildung" sein soll paßt die Verklärung Christi natürlich überhaupt nicht ins modern-theologisch-verstaubte Konzept und man übergeht sie elegant Jahr für Jahr mit einem Hirtenbrief? Oder bin ich mittlerweile einfach zu mißtrauisch?

Kommentare:

  1. Bei mir hat das mit dem netten Rabbi von nebenan noch "wunderbar" geklappt:
    Ich hab heute in der Predigt gelernt, dass Jesus vor der Verklärung schon irgendwie geahnt hat, dass es in Jerusalem Stress geben wird und dass die Sache für ihn nicht so gut ausgeht, aber dann hatte er sein spirituelles Gipfelerlebnis (Exkurs: Psychologische Gipfelerlebnisse), das ihm die Kraft gegeben hat, die ihn durch die ganze Sache getragen hat.

    Tja. :/

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  2. Zum "Trost": die Verklärung hat im August immerhin nochmal ein eigenes Hochfest. Wo aber der Hirtenbrief am 1. Fastensonntag gelesen wird, hören die Leute nie eine Predigt über die Versuchung in der Wüste, dieses Evangelium gibt es wirklich nur an dem Tag.

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  3. @Yon und Braut des Lammes
    Ist zwar nicht direkt ein Trost aber ich sehe es geht noch schlimmer.

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