Freitag, 1. Juni 2012

Babyrosenkranz und eine Warnung

 Da wir die Initiative für die Ungeborenen 33 Tage zu beten für sehr gut hielten haben wir gestern abend damit angefangen. Wir haben den Babyrosenkranz so wie er empfohlen wurde gebetet, obwohl uns beiden nicht wohl war mit den Texten. "Weint nicht über mich sondern weint über Euch und Eure Kinder" hat schon eine in Bezug auf das, worum es geht, eigenartige und aus dem Zusammenhang gerissene Zielrichtung und bei "Jesus, Dein Blut komme über uns und unsere Kinder, damit die gerettet werden, die Du so sehr liebst" ist dann vollends nicht einsichtig, warum man diese Selbstverfluchung seiner selbst und seiner Kinder in diesem Zusammenhang aussprechen soll.

Heute nacht bin ich aufgewacht, weil ein schwarzer Schatten, fast wie ein großer Rochen mit einem Tierkopf sich über mich und meinen Mann legte. So etwas ist mir das letzte Mal passiert als ich mit den Überbleibseln von Esoterik und Schamanismus zu kämpfen hatte, der Zusammenhang mit der oben angegebenen Selbstverfluchung war jedoch unmittelbar klar.

Ich kann daher nur eine Warnung aussprechen den Babyrosenkranz in dieser Form zu beten.

Wir finden die Initiative sehr gut und werden den normalen Rosenkranz während dieser Zeit für die Ungeborenen beten.

Wir haben nicht damit gerechnet, daß uns so etwas geschieht wenn wir Empfehlungen der Blogoszese folgen, aber auch hier muß "gut gemeint" offenbar nicht unbedingt "gut" bedeuten.

Wir sind heute morgen, nach einer E-Mail an unseren Beichtvater, gleich zur Madonna und vor den Tabernakel, haben dem was wir da gestern gesagt hatten widersagt und haben die Madonna um ihren Schutzmantel gebeten. Jetzt gehts uns besser.

Aber mal ehrlich Leute: So was kann wohl nicht wirklich jemand brauchen und wir schon gar nicht, da Viktoria am Montag operiert wird. Offenbar ist es auch in anderen als in "nachkonziliaren" Kreisen ein Problem, mit selbst zusammengebastelten Texten zu arbeiten.

Es wäre schön wenn jemand, der das nicht nur via Erfahrung sagen kann sich dazu noch äußern könnte.

Ich werde die Freiburgbärin noch informieren. Die anderen werden das ja hoffentlich hier auf meinem Blog sehen. Unten sind die links über die ich diese Gebetsinitiative gefunden habe

http://metal-und-christentum.de/dein-blut-komme-uber-uns-und-unsere-kinder/

http://blog.freiburgbaerin.eu/blog/einladung-zum-gebet-für-ungeborenes-leben-33-tage-für-das-leben

http://www.babyrosenkranz.de/


Kommentare:

  1. Liebe Dorothea,

    vielen Dank für Deinen Hinweis.

    Ich habe gern die Idee "33 Tage für Ungeboren" zu beten aufgenommen. Von Anfang an habe ich darauf hingewiesen - seit gestern in dicken, roten Buchstaben - dass auch andere Gebete gebetet werden können. Ich selbst bete das freudenreiche Geheimnis, also auch nicht den Babyrosenkranz.

    Deine Erfahrung mit dem Babyrosenkranz werde ich noch heute in meinem Blog aufnehmen und nochmals eindringlich darauf hinweisen, dass es auch andere gute, wenn, so zeigt Dein Artikel, bessere Gebete für die Ungeboren gibt.

    Liebe Grüße

    Freiburgbärin
    http://blog.freiburgbaerin.eu

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  2. @Freiburgbärin
    Vielen Dank,
    ich bin erst heute mittag dazu gekommen darüber zu schreiben und habe mich schon gesorgt deswegen.

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  3. Die Babyrosenkranzleute hab ich auch informiert.

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  4. Es kursieren zurzeit zuviele Gebete in frommen Kreisen, die keine kirchliche Anerkennung besitzen (Bluttränen-Rosenkranz, Vater-Rosenkranz, Wunden-Rosenkranz etc....).

    Vieles ist sicher sehr gut und segensreich, aber es ist doch klar, dass ein größerer Segen auf den Gebeten liegt, die uns die Kirche mit ausdrücklichem Wunsch zu beten vorlegt.

    Diese Gebete werden zum Teil mit verschiedenen Mahnungen versehen, so als müsse man diese Gebete unbedingt beten, damit Seelen gerettet, Verstorbene aus dem Fegefeuer erlöst oder andere Dinge bewirkt werden. Diese Mahnungen können gerade auf sensible Gemüter ungut wirken, ganz zu schweigen von manchen Formulierungen ("Sein Blut komme über uns...."), die zumindest erklärungsbedürftig wenn nicht sogar problematisch sind.

    Vergessen wir nicht, dass der Widersacher ständig bemüht ist, solchen Gebetseifer in sein Gegenteil zu verkehren oder in Misskredit zu bringen. Deshalb ist es empfehlenswert, Gebete vorzuziehen, die entweder von anerkannten Heiligen stammen oder aber selbst eine kirchliche Anerkennung haben.

    Habe unter http://www.pfarrer-jolie.de/medjugorje/ etwas dazu geschrieben.

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  5. Liebe Dorothea. Es schockt mich, dass ein Traum von Dir so hoch bewertet wird, dass Du meine Gebetsaktion und das Gebet des Babyrosenkranzes dermaßen verteufelst!
    Es ist nicht der Verfluchungssatz, sondern das Gebet um die Wirksamkeit des Blutes des Herrn und beginnt nicht mit "Sein Blut ..." sondern mit einer direkten Ansprache an Jesus: "Jesus, dein Blut ... damit die gerettet werden, die du so sehr liebst." Ich bitte darum, dass dieses Gebet nicht in dieser Weise verleumdet wird und hier "üble Nachrede" betrieben wird.
    Ich meine - es war ein Traum. Besteht denn nicht auch die Möglichkeit, dass man einmal in Erwägung zieht, dass wir im Bereich der Ungeborenen und im Gebet für sie in ein geistliches Ringen eintreten, um die Seelen, die Gott so wertvoll sind? Ist es nicht auch denkbar, dass dieser Traum nicht ein Zeichen für einen "Bösen Rosenkranz", sondern für etwas Anderes steht?
    Ich bitte Dich sehr, mich nicht so öffentlich zu diskreditieren - aufgrund Deines Traumes, den ich wohl ernst nehme, der hier aber in einer nicht sehr christlichen Weise etwas schlecht macht, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Michaela

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  6. @jolie
    Vielen Dank für die Stellungnahme und den ausführlichen link dazu.
    @Jahr des Glaubens
    Es war nicht meine Absicht Dich schlecht zu machen und ich habe ausdrücklich erklärt, daß ich Deine Aktion unterstütze und beim Beten mitmache.

    Was meine nächtliche Wahrnehmung betrifft so mußte ich leider seit meiner Kindheit und noch mehr als Schamanin lernen zu unterscheiden was Traum und was, obwohl unsichtbar, Wirklichkeit ist. Das kannst Du genauso glauben oder es bleiben lassen wie jegliche andere Eingebungen von jemandem. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, das jeder das glauben muß. Es ist einfach meine Art der Wahrnehmung.

    Der Satz daß sein Blut über uns und unsere Kinder komme ist dennoch aus dem Zusammenhang gerissen. Ich schätze Deine Tätigkeit sehr und unterstütze Deine Aktion, ich kann aber weder Jesu Blut und Leiden tragen noch das der vielen abgetriebenen Kinder und ein Recht meinen Kindern das anzuhängen habe ich auch nicht.

    Ich nehme an Du meintest, daß wir uns unter sein Kreuz und sein kostbares Blut stellen, mit dem er uns erlöst hat, dann solltest Du das aber auch so sagen und nicht die Bibel als Steinbruch benutzen, aus dem man Texte entnimmt und sie völlig anders deutet als sie dort gemeint sind.

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  7. Liebe Dorothea auch wenn wir oft einer Meinung sind, muss ich Michaela hier recht geben. Ich halte auch die von der Kirche anerkannten Gebete für ausreichend, aber ein Fürbittgebet wird von jedem Dämon gehasst, ob kirchlich anerkannt oder nicht. Durch einen katholischen Seelsorger haben wir gelernt Jesus Christus zu bitten, dass er alles was zu uns gehört mit seinem Heiligen Blut umschließt und alles Böse dadurch heraus hält und wir beten das regelmäßig und Jesus schützt. Ich kenne diese Art von Träume, wie du sie beschrieben hast schon aus meiner frühen Kindheit, damals habe ich - ohne irgendeine Ahnung zu haben - mich immer neben das Bett gekniet und immer dreimal Gegrüßet seist du Maria gebetet, zu meinen Eltern konnte ich damit nicht gehen, sie hätten gedacht ich spinne. Einmal - vor ca. 3 Jahren jetzt - als ich mich weil meine Firmlingsgruppe sich das Thema gewünscht hatte, hatte ich mich mit dem Exorzismus beschäftigt und einen Prälaten des Erzbistums eingeladen. Genau eine Woche bevor er kommen sollte hatte ich die gleichen Träume, nicht nur das, ich sah Geister im Wald stehen (tja...erzähl das mal jemandem...so ging es mir damals...), mein Exfreund (ex seid mehr als 15 Jahren und unter grausamen Umstand ein paar Monate vorher verstorben) verfolgte mich Nachts immer wieder.....Ich denke einfach die Hölle tobte weil ich gegen sie arbeitete. Am Tag nachdem diese heikle Stunde gehalten war und die Jugendlichen waren mehr als beeindruckt, war alles wieder "normal". Seitdem ich nicht mehr für diese Pfarre hier tätig bin hatte ich in diese Richtung gar nichts mehr (sollte vielleicht mein Leben wieder mal überdenken ;-)).

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    1. Liebe Sarah, sei froh daß Du Ruhe hast. Eine solche Art Aufregung wünsche ich wirklich keinem.

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  8. @Sarah
    Ich rede hier nicht nur von kirchlicher Anerkennung. Jeder kann und soll natürlich ein frei formuliertes Gebet sprechen können. Eine Fürbitte über 33 Tage ist jedoch sehr wirksam, da sollte man sich schon sehr genau überlegen was man da jeden Tag mehrmals betet. Und auch wenn wir der Bibel nicht dieselbe Bedeutung zusprechen wie zum Beispiel die Muslime ihrem Koran so liegt doch eine besondere Kraft in ihren Texten. Wenn man dann aus etwas das in der Bibel ein Fluch ist einen Segen fabrizieren will funktioniert das eben nicht.
    @Michaela
    Bitte überdenke Deinen Text. Bisher fand ich nur Kommentare von Leuten, die mitbeten wollten, aber mit einem anderen Text.

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    1. Liebe Dorothea,
      ich möchte mich ausdrücklich Michaela und Sarah anschließen, ohne dies noch weiter auszuführen.

      Dass die Hölle tobt angesichts dieses starken Fürbittgebetes und in der Wirkmacht des Wortes Gottes, denn es ist ein durch und durch biblisches Gebet, dürfte wohl auf der Hand liegen. Jesu Blut hat uns rein gewaschen und dieses erbitte ich sehr gern und ausdrücklich (!) auch für unsere Kinder. Und ich kenne einige Personen mehr, die dies ebenso tun!

      Entgegen Deines bisherigen Eindruckes möchte ich an dieser Stelle sagen, dass ich diesen Babyrosenkranz mit ganzer Überzeugung bete, denn es ist Gottes Wort, und ich erbitte das erlösende Blut für uns und unsere Kinder. Nur im Blut des Lammes haben wir Heil, haben wir die Erlösung.

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  9. Dorothea, ich sehe nicht, daß Michaela den Halbsatz in einer völlig anderen Weise verwendet, als er bei Matthäus gemeint ist. Sicher, der historische Sinn dieser Stelle ist mit Sicherheit der einer Selbstverfluchung. Aber nur, damit sich das jüdische Volk -- dem Matthäus ja selbst angehörte und von dem das Christentum sich zum Zeitpunkt der Abfassung des Evangeliums noch nicht getrennt hatte -- selbst verfluchen kann, wird Matthäus diese Stelle nicht eingefügt haben. Ok, könnte man sagen, Matthäus meint die Führer des Volkes. Warum schreibt er dann aber: "Da rief das ganze Volk..."?

    Nein, es gibt eben noch mehr Sinne der Schrift als nur den historischen. Betrachtet man die Stelle nun aber auch allegorisch, moralisch und anagogisch, erschließt sich erst die eigentliche Tiefe dieser Stelle: Gerade durch diese Selbstverfluchung "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder" rufen diejenigen, die mit diesem Ausruf den Schuldlosen zum Tod verurteilen (wie wir es in jeder Sünde tun!), das Heil auf sich herab, das sie auf andere Weise gar nicht erlangen konnten (zumindest nicht in der Praxis, in der Theorie hätten sie ja einfach umkehren und glauben können, aber in der Praxis die Erbsünde, die Erbsünde...).

    Ich halte diesen Vers bei Matthäus für sträflich unterschätzt und vernachlässigt. Natürlich hat Pfr. Jolie recht, daß er mindestens erklärungsbedürftig ist und man im allgemeinen mit kirchlich empfohlenen Gebeten immer auf der sicheren Seite ist (und auch nicht zu wenig Auswahl hat :-). Bei mir hatte genau diese Stelle exakt die gegenteilige Wirkung als bei Dir -- und ich wage zu behaupten: Ihre Wirkung hängt davon ab, wie man sie versteht, und das persönliche Verständnis ist abhängig von den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Standort im Glauben. Der Apokalyptiker in mir schwebte jedenfalls im siebten Himmel. Mindestens.

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  10. Ich habe mich für den freudenreichen Rosenkranz entschieden, und seit längerer Zeit wieder einmal den Rosenkranz gebetet

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  11. Danke für alles Mitbeten!
    Ich möchte wirklich nur für die Kleinsten einen Sturm des Gebetes bewirken - in welcher Form auch immer die Einzelnen mittun!

    In Jesus Christus verbunden,
    Michaela

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  12. Liebe Dorothea, wenn es Dir nicht gut tut, dann lass es dringend sein!!!
    Der Sinn des christlichen Gebetes ist es, Gott zu loben, ihm zu danken, ihn zu bitten. Da sind die von der Kirche empfohlenen Gebete die sicherste Richtschnur. Denn es ist nun mal die Aufgabe des kirchlichen Lehramtes, manchen auch noch so gut gemeinten Auswuchs privater Frömmigkeit zu beschneiden. So wie z.B. die "Herz-Josef-Andacht" im 19. Jhdt. auch sicherlich gut gemeint war, war sie aber theologisch doch sehr grenzwertig. Ich finde, die "Selbstverfluchungen" haben ihren biblischen Kontext, aber im Gebet der Christen nichts zu suchen! Im Übrigen schließe ich mich dem geschätzten Jolie an.

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  13. Ich bedanke mich zunächst für die faire und offene Diskussion. Mein Mann und ich haben auch anhand dieser Diskussion noch einmal unser weiteres Vorgehen besprochen. Wir werden auf der sicheren Seite bleiben und den schmerzensreichen Rosenkranz für die Ungeborenen für die nächsten nun noch 32 Tage beten. Wie Sarah sagte kann es sein, daß wir davon abgehalten werden sollen diesen Rosenkranz zu beten und sollten ihn jetzt erst recht beten - es kann aber eben auch anders sein. Ich habe in meinem Leben zu vieles dennoch getan, bei dem ich kein gutes Gefühl hatte und bin dabei in Teufels Küche gekommen. Das reicht dann mal.

    Ich danke hier noch einmal Michaela, daß sie diese Aktion in Gang gesetzt hat und hoffe daß viele mitbeten.

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