Freitag, 4. Mai 2012

Zwischen diese beiden paßt kein Blatt Papier

Gestern habe ich abends vor dem Schlafengehen Marias Lied gesungen, das sie nach der Empfängnis durch den Heiligen Geist sang als sie Elisabeth traf:

Meine Seele preist die Größe des Herrn
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten
und zerstreut die im Herzen voll Hochmut sind.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben,
und läßt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seine Knechtes Israel an,
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Danach habe ich ein Gesätz vom Rosenkranz gebetet. Vor lauter Gerenne habe ich das in letzter Zeit abends nicht mehr gemacht. Immer wenn ich abends Rosenkranz bete merke ich wie angespannt ich vorher war und wie ich beim Beten loslassen kann.

Dann haben wir heute abend in der gregorianischen Messe noch Marienlieder gesungen und prompt habe ich mir angesichts meiner Begeisterung für Maria Sorgen gemacht ob ich da nicht Jesus vernachlässige und er mir deswegen böse ist. Aber so etwas wie Eifersucht zwischen diesen beiden gibt es überhaupt nicht, da ist nur Liebe und völliger Gleichklang. Bitte ich Maria so bitte ich Jesus Christus. Das ist so schön.

Kommentare:

  1. ehrlich gesagt kann ich mir bei der vollkommmenen demut christi und seiner mutter nicht vorstellen, dass da irgendjemand gekränkt ist, wenn man den jeweils anderen mehr ehrt...im gegenteil. vermutlich wächst die freude des herrn noch, wenn wir die vorzüge seiner mutter preisen, die sie doch allesamt von IHM empfangen hat.

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  2. Hinter dem Satz "das sie nach ihrer unbefleckten Empfängnis sang als sie Elisabeth traf" vermutete ich einen weit verbreiteten Irrtum. Darf ich mit dem Zaunpfahl winken? Das Dogma der Unbefleckten Empfängnis bezieht sich nicht auf die Empfängnis Jesu, sondern auf die Empfängnis Mariens im Schoße ihrer Mutter Anna. Hier blieb Maria vom ersten Augenblick ihrer Existenz an vom Makel der Erbsünde bewahrt, um wahrhaft reine Mutter des Erlösers werden zu können.

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  3. @Jolie
    Ich bin Konvertit, schon vergessen? :) Ab und zu erwischt mich das mal wieder. Sie haben völlig recht, das war es was mir klar wurde.
    @Pro Spe Salutis
    Mmmh, ich meinte eigentlich: empfangen vom Heiligen Geist. Aber Du hast recht, das ist mißverständlich, man könnte dann denken, daß es eine Befleckung sei wenn ein Kind auf natürliche Weise empfangen wird. Ich ändere es dann mal.

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